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Nachrichten

Mittwoch, 29. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In Deutschland ist nun auch die Schweinegrippe beim Menschen bestätigt worden. Wie das Robert-Koch-Institut in Berlin mitteilte, wurde der neuartige Typ des Grippevirus bei einer Frau in Hamburg nachgewiesen, die von einer Reise aus Mexiko zurückgekehrt war. Zwei weitere Infektionen lägen in Bayern vor. Darüber hinaus würden weitere Verdachtsfälle aus unterschiedlichen Bundesländern noch untersucht. In Mexiko, wo die neuartige Virusvariante zuerst aufgetreten war, wurde die Zahl der Toten nach unten korrigiert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde waren von insgesamt 159 Grippetoten lediglich sieben nachweislich mit dem gefährlichen Virus infiziert. Bislang war von 20 Toten durch das neue Virus die Rede gewesen. Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, erhöhten zahlreiche Länder ihre Sicherheitsmaßnahmen für den Grenzverkehr.

BERLIN: Die Bundesregierung stellt an diesem Mittwoch ihre neue Wirtschaftsprognose vor. Es wurde bereits vorab bekannt, dass die große Koalition in diesem Jahr wegen der weltweiten Rezession nun von einem Konjunktureinbruch von sechs Prozent in Deutschland ausgeht. Im Januar hatte die Bundesregierung noch von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von rund 2,25 Prozent für 2009 gesprochen und ein Anziehen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte vorausgesagt.

DÜSSELDORF: Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna will nach einem Pressebericht bei einer möglichen Übernahme von Opel rund fünf Milliarden Euro in den Autobauer investieren. Wie die "Rheinische Post" aus Düsseldorf unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, plant Magna, 19,1 Prozent an Opel selbst zu übernehmen. Weitere 31 Prozent sollen demnach von seinen russischen Partnern, dem Autohersteller GAZ und dem Finanzinstitut Sberbank gehalten werden. Zugleich habe sich Magna bereiterklärt, alle vier deutschen Opel-Standorte in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern zu erhalten. Neben Magna ist auch der italienische Autobauer Fiat an Opel interessiert.

BERLIN/KABUL: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Afghanistan eingetroffen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin stehen in der Hauptstadt Kabul unter anderem Treffen mit Präsident Hamid Karsai und Außenminister Rangin Dadfar Spanta auf dem Programm. Geplant seien auch Gespräche mit Vertretern der Vereinten Nationen und der Europäischen Union. - Es ist bereits die vierte Afghanistan-Reise Steinmeiers. Vor drei Wochen hatte Kanzlerin Angela Merkel die deutschen Truppen in Afghanistan besucht.

ISLAMABAD: Im Zuge ihrer Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban hat die pakistanische Armee nach eigenen Angaben eine strategisch wichtige Stadt im Nordwesten des Landes eingenommen. Wie das Militär mitteilte, übernahmen Soldaten die Kontrolle von Dagar, der Hauptstadt des umkämpften Bezirks Buner. Auf Druck der USA hatte Pakistan am Wochenende eine Offensive gegen vorrückende Taliban-Kämpfer in der Region gestartet. Das benachbarte Swat-Tal ist eine Hochburg der wieder erstarkten Islamisten. Dort gilt das umstrittene Friedensabkommen mit der Provinzregierung, das den Taliban die Einführung des islamischen Rechtssystem Scharia erlaubt. Nach Angaben örtlicher Behörden sind zehntausende Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht.

MOSKAU: Die russische Marine hat vor der Küste Somalias 29 mutmaßliche Piraten gefasst. Ein russischer Zerstörer habe das Boot gestoppt und 29 Insassen in Gewahrsam genommen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. An Bord seien sieben Kalaschnikow-Gewehre, mehrere Handfeuerwaffen, Munition und zum Teil Satelliten gestützte Navigationsgeräte sichergestellt worden. Die Angriffe von Piraten vor der Küste Somalias, im Golf von Aden und im Indischen Ozean haben seit 2008 deutlich zugenommen. Derzeit sind 16 Schiffe und mehr als 250 Seeleute in der Gewalt von Seeräubern.

COLOMBO: Die beiden Außenminister Frankreichs und Großbritanniens, Bernard Kouchner und David Miliband, haben die Konfliktparteien in Sri Lanka zu einer Waffenruhe aufgerufen. Der Schutz von Zivilisten vor den Kämpfen zwischen der Armee und den tamilischen Rebellen habe höchste Priorität, betonten beide bei ihrer Ankunft in Colombo. Im Auftrag der Europäischen Union wollen sie die Regierung dazu bringen, Hilfslieferungen in das Kampfgebiet im Nordosten des Landes zuzulassen. Wegen der Kämpfe sitzen in dem nur wenige Quadratkilometer großen Gebiet nach Schätzung der Vereinten Nationen rund 50.000 Menschen fest, die von der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten abgeschnitten sind.

MÜNCHEN: Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist nach der Einführung strengerer Anforderungen für einen deutschen Pass die Zahl der Einbürgerungen im vergangenen Jahr drastisch zurückgegangen. Allein Nordrhein-Westfalen, das gewöhnlich etwa ein Viertel der Einbürgerungen erteilt, registriere eine Abnahme um etwa 20 Prozent, schreibt die Zeitung. Insgesamt dürfte die Zahl der Eingebürgerten für 2008 auf unter 100.000 sinken. Das wäre der niedrigste Wert seit zehn Jahren, heißt es in dem Bericht. Zu den strengeren Anforderungen gehört vor allem der Sprachtest.

WASHINGTON: Bei der internationalen Klimakonferenz in Washington sind klare Differenzen zwischen Industrie- und Schwellenländern bei der Lastenverteilung für den Klimaschutz zutage getreten. In der Frage der Verpflichtung von Schwellenländern auf verbindliche Klimaziele habe es "keine Bewegung" gegeben, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Aufstrebende Volkswirtschaften wie China oder Indien argumentieren, dass die Industriestaaten den Großteil der Kosten für den Klimaschutz übernehmen müssten. Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen sagte der US-Klimabeauftragte Todd Stern, er erwarte schwierige Verhandlungen. An dem Treffen in Washington nahmen die 17 größten Wirtschaftsmächte der Welt teil.

WASHINGTON: Nach hundert Tagen im Amt ist das Kabinett von US-Präsident Barack Obama nun vollständig. Der US-Senat billigte die Ernennung der früheren Gouverneurin von Kansas, Kathleen Sebelius, als Gesundheitsministerin. Sie ist unter anderem für den Umbau des Gesundheitssystems verantwortlich, den Obama als eine seiner wichtigsten innenpolitischen Aufgaben bezeichnet hatte. Ursprünglich hatte Obama den früheren Senator Tom Daschle für den Posten vorgesehen. Dieser zog seine Kandidatur aber wegen einer Steueraffäre zurück. Auch Sebelius musste Steuern nachzahlen. Kritisiert wurde sie auch für ihr Eingeständnis, dass sie Wahlkampfspenden von einem Arzt annahm, der späte Abtreibungen vorgenommen haben soll.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Ostteil meist sonnig. In der Mitte bewölkt, vereinzelt kräftiger Regen. Im Westen lockert es zum Teil auf. Höchsttemperaturen um 24 Grad Celsius.

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