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Nachrichten

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei der Explosion einer Bombe sind im Nordwesten Pakistans mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 80 wurden nach Krankenhausangaben verletzt, als der Sprengsatz auf einem belebten Markt in der Stadt Peshawar hochging. Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden nach der Ankunft von US-Außenministerin Hillary Clinton in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Clinton, die in den kommenden drei Tagen Gespräche mit politischen und militärischen Verantwortlichen führen will, rief die pakistanische Armee zu einem entschlossenen Vorgehen gegen das Terrornetzwerk El Kaida auf.

KABUL: Zehn Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Afghanistan sind bei einem Taliban-Angriff in der Hauptstadt Kabul mindestens sechs ausländische UN-Mitarbeiter getötet worden. Neun wurden verletzt, sagte ein UN-Sprecher. Nach Angaben der Polizei waren drei schwer bewaffnete Männer in ein von den Vereinten Nationen genutztes Gästehaus eingedrungen und hatten sich dort heftige Feuergefechte mit Sicherheitskräften geliefert. Alle Angreifer seien getötet worden. Die Taliban bekannte sich zu dem Angriff und erklärte, dies sei die erste Aktion gegen die Präsidenten-Stichwahl am 7. November gewesen. Die Taliban-Kämpfer hätten außerdem Raketen auf ein Fünf-Sterne Hotel in Kabul nahe des Präsidentenpalastes gefeuert.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich an diesem Mittwoch im Bundestag zur Wiederwahl. Der CDU-Vorsitzenden ist eine deutliche Mehrheit sicher, da die Koalitionsfraktionen von Union und FDP 332 von 622 Abgeordneten stellen. Nach der Wahl erhält Merkel von Bundespräsident Horst Köhler die Ernennungsurkunde und wird im Parlament vereidigt. Anschließend wiederholt sich das Zeremoniell für die 15 Minister des neuen Kabinetts. Am Nachmittag findet dann bereits die erste Kabinettssitzung statt.--Im neuen Kabinett bekommt die CDU neben dem Kanzleramt sechs Ministerien, die FDP stellt fünf Minister, die CSU drei.

ULM: Hannovers Landesbischöfin Margot Käßmann ist neue Chefin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das Kirchenparlament wählte die 51-Jährige in Ulm zur EKD-Ratsvorsitzenden. Damit repräsentiert erstmals eine Frau die knapp 25 Millionen Protestanten in Deutschland. Käßmann tritt die Nachfolge des Berliner Bischofs Wolfgang Huber an, der in den Ruhestand geht.

AACHEN: Vor dem Aachener Landgericht hat einer der wohl letzten NS-Kriegsverbrecherprozesse begonnen. Der mutmaßliche NS-Täter Heinrich Boere muss sich wegen dreifachen Mordes verantworten. Der heute 88-jährige soll als Mitglied eines SS-Killerkommandos 1944 drei Niederländer erschossen haben. Ein Sondergerichtshof in Amsterdam hatte Boere 1949 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Die später in lebenslange Haft umgewandelte Strafe hat er aber nie verbüßt. Boere hält sich wegen eines Herzleidens für nicht verhandlungsfähig.

ESSEN: Trotz schwarzer Zahlen will der britische Ölmulti BP in Deutschland rund 600 Stellen streichen. Der Vorstandschef der Deutschen BP, Uwe Franke, sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" in Essen, unter anderem sollten von den derzeit 1.200 Arbeitsplätzen in der Bochumer Hauptverwaltung 200 Stellen nach Budapest verlagert werden. Auch betriebsbedingte Kündigungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Zu BP gehört die Tankstellenkette Aral, die in Deutschland Marktführer ist. Der britische Mutterkonzern verbuchte im dritten Quartal des Jahres einen Gewinn von fünf Milliarden US-Dollar.

ATHEN: In der griechischen Hauptstadt haben mehrere maskierte Männer auf eine Polizeiwache gefeuert und dabei sechs Beamte verletzt, zwei von ihnen schwer. Nach Darstellung der Behörden attackierten die Bewaffneten von Motorrädern aus die Wache im Stadtteil Aghia Paraskevi und konnten anschließend unerkannt entkommen. Polizisten sind in Griechenland immer wieder Ziel von Gewalttaten autonomer Gruppen.

MAPUTO: In Mosambik haben die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen begonnen. Insgesamt sind rund zehn Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Staatschef Armando Guebuza, der seit 2005 im Amt ist, tritt wieder an und gilt als Favorit. Er geht für die ehemals marxistische Frelimo-Partei ins Rennen, die das südost-afrikanische Land seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 regiert. Gewählt werden auch die Abgeordneten der Provinzparlamente. Mosambik gehört zu den ärmsten Staaten der Welt.

WASHINGTON: Nach der milliardenschweren Rettung der Bankenbranche in den USA sollen bei künftigen Pleiten die Finanzinstitute selbst stärker in die Pflicht genommen werden. Dies geht aus einem von US-Finanzministerium und Repräsentantenhaus vorgelegten Gesetzentwurf hervor. Danach werden in Zukunft Banken mit mehr als zehn Milliarden Dollar Eigenkapital an der Rettung ihrer von einem Zusammenbruch bedrohten Konkurrenz beteiligt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nordöstlich der Elbe viele Wolken, zeitweise Regen. Sonst meist trocken. Am Rhein und südlich des Mains auch heitere Abschnitte. Tageshöchstwerte zwischen neun Grad auf Rügen und 17 Grad im Breisgau.

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