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Nachrichten

Mittwoch, 28. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

BONN: Mit einem zusätzlichen Milliardenbeitrag will Deutschland den internationalen Waldschutz voranbringen. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der UN-Konferenz zum Schutz der Artenvielfalt in Bonn angekündigt. Bereits seit zehn Tagen beraten dort rund 6.000 Delegierte aus 190 Staaten über den weltweiten Schutz der Arten. Geplant ist unter anderem ein globales Netz von Schutzgebieten. In wichtigen Streitfragen wie der nachhaltigen Herstellung von Biomasse für Treibstoffe oder beim Zugang zu natürlichen, genetischen Ressourcen liegen die Positionen noch weit auseinander.

BERLIN: Der Bundestag debattiert in einer aktuellen Stunde über die Stasi-Vorwürfe gegen Linksfraktionschef Gregor Gysi. Ihm wird erneut vorgeworfen, für den DDR-Geheimdienst den Regimekritiker Robert Havemann bespitzelt zu haben. Nach Herausgabe neuer Unterlagen hatte die Stasiakten-Beauftragte Marianne Birthler von einer "willentlichen und wissentlichen" Arbeit für die Stasi gesprochen. Gysi bestreitet die Vorwürfe und wirft seinen Kritikern einen Feldzug gegen ihn vor. Die Debatte wurde von den Fraktionen der CDU/CSU sowie der SPD beantragt.

DRESDEN: Der CDU-Politiker Stanislaw Tillich ist neuer Ministerpräsident des Landes Sachsen. Der bisherige Finanzminister bekam im Landtag bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Der 49-jährige löst Georg Milbradt ab. Der 63-Jährige CDU-Politiker war nach der Krise um die Landesbank Sachsen von allen Ämtern zurückgetreten.

FRANKFURT AM MAIN: Die deutschen Milchbauern wollen ihren Lieferboykott ausweiten und setzen dabei auch auf die Unterstützung ihrer europäischen Kollegen. Es gebe bereits viele Solidaritätserklärungen aus dem Ausland, sagte ein Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter der 'Frankfurter Rundschau'. So hätten die Milchbauernverbände aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg und Teilen Frankreichs ihre Unterstützung zugesagt. Mit Irland liefen Gespräche. Welche Ausmaße der Boykott letztlich annehme, werde sich aber erst in den nächsten Tagen zeigen. Der Milchindustrieverband teilte mit, bei den Molkereien habe der Ausfall bisher zwischen fünf und 30 Prozent betragen.

LONDON: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den USA schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vorgeworfen. So würden noch immer hunderte Menschen ohne Anklage oder Gerichtsverfahren in Afghanistan und Guantanamo Bay festgehalten, kritisiert Amnesty im Jahresbericht 2007. Allein in Guantanamo Bay hätten Ende vergangenen Jahres noch etwa 275 Gefangene eingesessen. Auch an Deutschland übt die Organisation Kritik. Hier seien die Behörden nicht ausreichend gegen Menschenrechtsverletzungen vorgegangen. Als Beispiel werden die Gefangenenüberstellungen in andere Länder genannt. Weiter kritisch beurteilt Amnesty China, wo sich die Lage im Vorfeld der Olympischen Spiele noch verschlechtert habe. 2007 sei eine wachsende Zahl von Menschenrechtlern in Haft genommen oder unter polizeiliche Überwachung gestellt worden. Auch habe Peking die Zensur des Internets und der anderen Medien verschärft.

JAKARTA: Indonesien wird aus dem Erdöl-Kartell OPEC austreten. Das kündigte Energieminister Purnomo Yusgiantoro in Jakarta an. Zur Begründung erklärte Yusgiantoro, Indonesien sei von einem Ölexporteur zu einem Ölimporteur geworden. Die derzeitige Ölproduktion reiche nicht aus, um den heimischen Bedarf zu decken. Deshalb müsse zunächst wieder die Fördermenge erhöht werden. Die Mengen des einzigen südostasiatischen OPEC-Mitglieds sind in den vergangenen Jahren wegen alternder Bohrlöcher, mangelnder Investitionen und des Ausbleibens von größeren neuen Ölfunden gesunken. Im März gehörte Indonesien mit 927.000 Barrel Öl zu den Ländern mit der geringsten Produktionsmenge pro Tag innerhalb der OPEC. Top-Produzent war Saudi Arabien mit rund neun Millionen Barrel.

TOKIO: Japan hat zum Auftakt einer internationalen Afrika-Konferenz eine Verdopplung der Entwicklungshilfe für den Kontinent bis 2012 angekündigt. Ministerpräsident Yasuo Fukuda betonte zugleich, angesichts der drastisch steigenden Lebensmittelpreise wolle Japan dabei helfen, die Reisproduktion in Afrika zu verdoppeln. Japan erhofft sich von einem verstärkten Hilfsengagement auch Vorteile für die eigene Wirtschaft und Zugang zu den reichen Rohstoffvorkommen Afrikas. Die Konferenz in Japan ist bereits die vierte ihrer Art.

PEKING: Im chinesischen Erdbebengebiet haben die Behörden mehr als 150.000 Menschen in Sicherheit gebracht, die unterhalb eines bedrohlich angestauten Sees wohnen. Dieser war nach dem Beben vom 12. Mai entstanden, als massive Erdrutsche Flussläufe verstopft hatten. Dahinter bildeten sich riesige Stauseen, die sich jetzt in Flutwellen zu ergießen drohen. Inzwischen versucht die Armee, mit einem Großaufgebot an Baggern einen künstlichen Ablauf zu graben. Auch werden Großsprengungen vorbereitet. Am Dienstag waren bei Nachbeben mehr als 400.000 Häuser eingestürzt. Dabei wurden zahlreiche Menschen verletzt. Nach Behördenangaben erreichte eines der Beben in der südwestlichen Provinz Sichuan die Stärke 5,4. Am Sonntag waren bei Nachbeben acht Menschen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Östlich von Weser und Saale sonnig und trocken. Im Westen aufkommende Quellwolken mit Schauern und Gewittern. Höchsttemperaturen zwischen 19 Grad an den Küsten und 34 Grad im Südwesten.

Hamburg: 16 Grad, leicht bewölkt;

Berlin: 15 Grad, wolkig;

Dresden: 17 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 20 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 23 Grad, wolkig und

München: 21 Grad, bedeckt.

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