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Nachrichten

Mittwoch, 28. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

LONDON: Großbritannien verstärkt den Druck auf den Iran, die festgenommenen britischen Marinesoldaten wieder freizulassen. Premierminister Tony Blair zeigte sich zu einer härteren Gangart entschlossen, sollten die Soldaten nicht bald freikommen. London sei bereit, in eine -so Blair wörtlich- 'andere Phase' des Konflikts einzutreten. Zugleich wies er nochmals den Vorwurf zurück, die britischen Soldaten seien in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen. Diese Behauptung Teherans könne mit Daten eines Navigationssystems widerlegt werden, ergänzte ein Sprecher Blairs. Das iranische Außenministerium nannte die Aussagen des britischen Regierungschefs eine 'Provokation'.

BAGDAD: In der nordirakischen Stadt Tal Afar haben Bewaffnete bei einem mehrstündigen nächtlichen Angriff rund 50 Sunniten ermordet. Nach Auskunft der Polizei handelt es sich bei den Tätern vermutlich um schiitische Sicherheitskräfte. Sie hätten Vergeltung geübt für Bombenanschläge vom Dienstag, bei denen rund 70 Menschen getötet worden waren. Für diese Gewalttaten werden sunnitische Aufständische verantwortlich gemacht.

WASHINGTON: Der von den Demokraten dominierte US-Senat hat die Forderung nach einem baldigen Truppenabzug aus dem Irak bekräftigt. Eine Mehrheit der Senatoren stimmte dafür, die Bereitstellung zusätzlicher Gelder weiter an einen noch in diesem Jahr beginnenden Abzug zu binden. Damit wurde ein Antrag der Republikaner abgelehnt, mit dem die Bereitstellung der ingesamt 124 Milliarden Dollar von dieser Frist abgekoppelt werden sollte. Vor wenigen Tagen hatte bereits das US-Repräsentantenhaus einen ähnlichen Entwurf verabschiedet. Dieser sieht vor, dass die US-Kampfeinheiten bis September 2008 aus dem Irak abgezogen werden. Präsident George W. Bush hat angekündigt, derartige Gesetze mit seinem Veto zu stoppen.

ASTANA: Eine hochrangige EU-Delegation lotet in Kasachstan Möglichkeiten aus, mit den fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens engere politische und wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen. Bei dem Treffen unter Leitung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier geht es um die Vorbereitung einer neuen EU-Strategie für die Region. Geplant sind unter anderem Vereinbarungen über Energiefragen. Auch soll über die Themen Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in den früheren Sowjet- Republiken Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan gesprochen werden.

KABUL: Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt vier Menschen mit in den Tod gerissen. Zwölf Bewohner erlitten bei dem Bombenanschlag im Zentrum Kabuls Verletzungen. Wie die Polizei weiter mitteilte, war der Täter als Bettler verkleidet. Der Anschlag in der Nähe mehrerer Ministerien habe einem hochrangigen afghanischen Geheimdienstoffizier gegolten. Dieser sei unverletzt geblieben.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank ist bei der von Finanzinvestoren umworbenen australischen Fluggesellschaft Qantas eingestiegen. Ein Sprecher des Geldinstituts teilte mit, es seien 8,4 Prozent der Quantas-Aktien gekauft worden. Nach einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' stockte die Schweizer Großbank UBS ihre Beteiligung an Qantas auf 10,4 Prozent auf. Dadurch sei die geplante Übernahme von Qantas durch ein Investoren-Konsortium gefährdet, schreibt das Münchner Blatt.

PEKING: Die Lage von Millionen hungernder Menschen in Nordkorea hat sich nach Angaben der Vereinten Nationen dramatisch verschlechtert. Nordkoreas Regierung habe erstmals selbst eingeräumt, dass eine Million Tonnen Getreide fehlten, teilte der Asiendirektor des Welternährungsprogramms, Tony Banbury, in Peking mit. Die UN-Organisation sei ausdrücklich gebeten worden, ihr Hilfsprogramm auszuweiten. Wegen eines anhaltenden Spendenrückgangs seien aber bereits laufende Hilfsprojekte im Umfang von über 100 Millionen Dollar nur zu einem Fünftel gedeckt. Laut Banbury ist bei bis zu 50 Prozent der 23 Millionen Nordkoreaner die tägliche Nahrungsaufnahme nicht gesichert. Ein Drittel der Kinder und Mütter sei unterernährt.

MANILA: Die Geiselnahme von mehr als 30 Schulkindern in der philippinischen Hauptstadt dauert an. Zwei bewaffnete Männer halten die Kinder und zwei Lehrer in einem Bus fest, der in der Nähe des Rathauses von Manila steht. Mit der Aktion wollen sie erreichen, dass 145 Kindern in einem Slumviertel von Manila ein Schulabschluss ermöglicht wird. Sollten philippinische Politiker dies zusichern, werde die Aktion beendet, erklärte einer der Geiselnehmer. Inzwischen ließen sie einen an Fieber leidenden Jungen frei. Damit haben sie noch 31 Kinder in ihrer Gewalt.

PARIS: Mit Tränengas ist die Pariser Polizei in der Metrostation Gare du Nord gegen rund 100 Jugendliche vorgegangen, die dort Geschäfte plünderten und Fensterscheiben einwarfen. Einige der Jugendlichen schleuderten Mülleimer und andere Gegenstände auf die Polizisten und setzten einen Informationsstand in Brand. Mehrere Personen wurden festgenommen. Auslöser der Zusammenstöße war vermutlich ein Streit bei der Kontrolle eines Schwarzfahrers.

BERLIN: Das Bundeskabinett ist zusammengekommen, um eine Reform des Zuwanderungsrechts zu beschließen. Im Zentrum des Gesetzentwurfs stehen neue Vorschriften für den Ehegattennachzug sowie neue Bleiberechts-Regeln für langjährig geduldete Ausländer. Diese sollen unter bestimmten Voraussetzungen ein Bleiberecht erhalten. Sie müssen aber bis Ende 2009 eine Arbeit finden und erhalten in dieser Zeit keine höheren Sozialleistungen.--Beim Ehegattennachzug soll künftig ein Mindestalter von 18 Jahren gelten. Zudem müssen einfache deutsche Sprachkenntnisse nachgewiesen werden.

BERLIN: Der Vorsitzende der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, hat den Anstieg der Managergehälter in Deutschland kritisiert. Rürup sagte der 'Süddeutschen Zeitung', er sehe in dem Auseinanderdriften der Managergehälter und der Arbeitnehmereinkommen ein Problem. Die Marktwirtschaft sei nur stabil, wenn sie von der Masse der Bevölkerung akzeptiert werde. Er habe den Eindruck, dass diese Akzeptanz schwinde.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig und trocken, nur zwischen Eifel und Schwarzwald sind einzelne Schauer möglich. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 28.03.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/A9zl
  • Datum 28.03.2007
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