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Nachrichten

Mittwoch, 28. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

GAZA-STADT: Die israelische Armee ist mit Panzern und Bodentruppen in den Gazastreifen vorgerückt. Ziel des Einsatzes sei die Befreiung des am Sonntag verschleppten Soldaten, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Shimon Peres. Es gehe nicht darum, den Gazastreifen dauerhaft zu besetzen. Zuvor hatte die Luftwaffe drei Brücken und ein Elektrizitätswerk zerstört. Dadurch fiel in weiten Teilen des Gazastreifens der Strom aus. Als Reaktion auf den Einmarsch drohte eine militante palästinensische Gruppe mit der Ermordung eines entführten Siedlers.

COLOMBO: Vor der Küste Sri Lankas haben tamilische Rebellen nach Militär-Angaben abermals Schiffe der Marine angegriffen. Dabei sei ein Patrouillenboot in Brand geschossen worden, teilte ein Sprecher der Regierungstruppen mit. Man habe Kampfhubschrauber angefordert, um gegen die Angreifer vorzugehen. Erst in der vergangenen Woche hatten sich Rebellen und die srilankische Marine eine Seeschlacht geliefert. Bei Angriffen und Anschlägen wurden seit Jahresbeginn etwa 700 Menschen getötet.

TEHERAN: Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki sieht gute Chancen, dass sein Land noch vor dem G-8-Gipfel Mitte Juli auf die Vorschläge der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands zur Beilgegung des Atomstreits reagiert. Mottaki sagte dem Magazin 'Stern', es sei möglich, über den Konflikt zu sprechen. Dabei dürften jedoch keine Vorbedingungen gestellt werden. Zuvor hatte UN-Generalsekretär Kofi Annan Mottaki während eines Treffens in New York nochmals zur Eile bei der Antwort auf das Kompromissangebot gedrängt. Die sechs Staaten hatten es Anfang Juni vorgelegt. Es soll den Iran vor allem mit wirtschaftlichen Anreizen dazu bewegen, auf die Uran-Anreicherung zu verzichten.

TEHERAN: Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki sieht gute Chancen, dass sein Land noch vor dem G-8-Gipfel Mitte Juli auf die Vorschläge der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands zur Beilgerung des Atomstreits reagiert. Mottaki sagte dem Magazin 'Stern', es sei möglich, über den Konflikt zu sprechen. Dabei dürften jedoch keine Vorbedingungen gestellt werden. Zuvor hatte UN-Generalsekretär Kofi Annan Mottaki während eines Treffens in New York nochmals zur Eile bei der Antwort auf das Kompromissangebot gedrängt. Die sechs Staaten hatten es Anfang Juni vorgelegt. Es soll den Iran vor allem mit wirtschaftlichen Anreizen dazu bewegen, auf die Uran-Anreicherung zu verzichten.

PEKING: Der chinesische Premierminister Wen Jiabao hat an Nordkorea appelliert, von dem geplanten Raktentest Abstand zu nehmen. Wen sagte nach einem Treffen mit dem australischen Premier John Howard, er sei sehr besorgt über den Raketenstreit. Der Test einer Langstreckenrakete würde die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärfen, sagte Wen. Am Dienstag hatte US-Präsident George W. Bush bekräftigt, dass seine Regierung in dem Test einer Langstreckenrakete eine Provokation sehen würde. Eine solche Rakete könnte das Territorium der USA erreichen.

CANBERRA: In mehreren Städten Australiens haben zehntausende Menschen gegen die Arbeitsmarktgesetze der konservativen Regierung demonstriert. Allein in Sydney und Melbourne gingen jeweils mehr als 100.000 Menschen auf die Straße. Durch die neuen Gesetze werden unter anderem Tarifabkommen zugunsten individueller Arbeitsverträge zurückgedrängt. Während sich die Regierung von den Maßnahmen ein Wirtschaftswachstum verspricht, klagen Gewerkschafter, durch die Arbeitsmarktgesetze würden Löhne gekürzt und Kündigungen erleichtert.

BERLIN: Das Bundeskabinett berät über den weiteren Handel mit Emissionsrechten zur Verringerung des Kohlendioxydausstoßes. Dabei geht es um die Zuteilung von Verschmutzungszertifikaten an Industrie und Stromerzeuger. Auf Vorschlag von Umweltminister Sigmar Gabriel sollen die Zertifikate - wie bereits in der ersten Handelsphase - wieder an die Teilnehmer verschenkt werden. Umweltschützer und auch Politiker von Union und SPD fordern hingegen, zumindest einen Teil der Zertifikate zu versteigern und so Millionenbeträge für die Staatskasse zu erwirtschaften. Bis 2012 soll der Ausstoß an Treibhausgasen um weitere 15 Millionen Tonnen reduziert werden, damit Deutschland seine Klimaschutzziele nach dem Kyoto-Protokoll einhält.

BERLIN: Die Pläne der großen Koalition für die drastische Reduzierung der Zahl gesetzlicher Krankenkassen sind auf ein gespaltenes Echo gestoßen. Zustimmung kam aus der SPD und vom Bund der Steuerzahler, Ablehnung aus der FDP. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, sagte, es sei ein Irrglauben, dass weniger Kassen geringere Verwaltungskosten bedeuteten. 1994 sei mit über 1.000 Krankenkassen erheblich weniger Geld für die Verwaltung ausgegeben worden als gegenwärtig mit rund 250 Kassen.

BERLIN: Joschka Fischer, lange Jahre die Führungsfigur der Grünen, hat seinen Abschied aus der aktiven Politik erklärt. Der frühere Außenminister will nach 23 Jahren im Parlament in den nächsten Wochen sein Bundestagsmandat niederlegen und danach eine Gastprofessur an der US-Elite-Universität Princeton übernehmen. Seine Parteikollegen würdigten ihn bei der Fraktionssitzung als streitbares Vorbild.

NÜRNBERG: Die Fußballbegeisterung in Deutschland hat die Kauflust der Verbraucher im Juni auf ein Rekordhoch getrieben. Die Neigung, größere Anschaffungen zu tätigen, sei auf den höchsten Wert seit Beginn entsprechender Erhebungen im Jahr 1980 geklettert, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung mit. Der monatlich ermittelte Konsumklimaindex verbesserte sich von 7,0 auf 7,8 Punkte. Grund dafür sei neben dem Fußball auch die bevorstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Mix aus Sonne und Wolken. Nur im Süden teils kräftige Schauer und Gewitter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 17 und 28 Grad Celsius.

  • Datum 28.06.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8gtj
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