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Nachrichten

Mittwoch, 28. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Verteidigungsminister Franz Josef Jung rechnet mit einem breiten 'Ja' des Bundestages zum geplanten Einsatz deutscher Tornado-Aufklärungsflugzeuge in Afghanistan. Im deutschen Fernsehen sagte er, die Abgeordneten würden erkennen, dass durch verstärkte Aufklärung auch Soldaten, Zivilisten und Wiederaufbauteams geschützt würden. Der Bundestag debattiert heute in erster Lesung über das Thema. Befürchtet wird, dass Deutschland stärker in den Krieg hineingezogen werden könnte. Die sechs Tornados sollen Luftaufnahmen mutmaßlicher Terroristenstellungen im Grenzgebiet zu Pakistan liefern. Zusätzlich sollen bis zu 500 Soldaten entsandt werden. Der Einsatz soll bis zum 13. Oktober befristet sein.

NÜNRBERG: Die Bundesagentur für Arbeit hat erneut mit positiven Zahlen vom Arbeitsmarkt aufgewartet. Wegen des milden Winters und der guten Konjunktur sank die Zahl der Arbeitslosen im Februar um rund 24.000 auf 4,22 Millionen. Bereits im Januar war die Arbeitslosenzahl auf den geringsten Stand seit sechs Jahren gesunken.

TOULOUSE: Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS gibt an diesem Mittwoch offiziell die Details des Sparprogramms für Airbus bekannt. Zunächst werden die Betriebsräte informiert, später dann die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit. Gestern hatten Airbus- Gewerkschaftsvertreter bei einem Treffen in Brüssel massiven Widerstand gegen Werksschließungen, Verkäufe und Stellenabbau angekündigt. So ist ein europaweiter Protesttag an den Airbus-Standorten geplant. Nach Medienberichten sollen bis zu 10.000 Stellen gestrichen und je zwei Werke in Deutschland und Frankreich verkauft werden.

SCHANGHAI: Die Aktienmärkte in Asien haben an diesem Mittwoch die größten Kursverluste seit den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA verbucht. Einen Tag nach dem Börsencrash in China stießen etliche Anleger in Panik ihre Papiere ab. Besonders die Börse in Singapur ging auf Talfahrt. Zuvor waren auch die Aktienmärkte in Europa und den USA abgestürzt. In Schanghai selbst normalisierte sich die Lage wieder. Am Dienstag hatten dort die Aktienkurse um fast neun Prozent nachgegeben. Händler sahen darin allerdings weniger eine Trendwende als vielmehr eine seit Wochen erwartete Korrektur.

BANGKOK: Der thailändische Vize-Regierungschef und Finanzminister Pridiathorn Devakula ist von seinen Ämtern zurückgetreten. Ministerpräsident Surayud Chulanont habe sein Gesuch bereits angenommen, teilte Pridiathorn vor Journalisten in Bangkok mit. Er begründete seine Entscheidung mit anhaltender Kritik der Medien und Querelen innerhalb der Regierung. Der frühere Notenbank-Chef hatte mit mehreren Entscheidungen ausländische Investoren verärgert. D

PJÖNGJANG: Nord- und Südkorea haben am zweiten Tag ihrer Gespräche auf Regierungsebene dafür plädiert, die humanitären Projekte wieder aufzunehmen. Dazu zählt auch die Zusammenführung von Familien, die seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 getrennt sind. Südkoreas Vereinigungsminister Lee Jae Joung appellierte in Pjöngjang nochmals an den kommunistischen Norden, die bei den Sechs-Nationen-Gesprächen gemachten Zusagen zum Abbau seines Atomprogramms zügig umzusetzen. Im Gegenzug bekommt Nordkorea umfangreiche Energielieferungen. Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen will Pjöngjang in der nächsten Woche auch mit Japan führen.

TOKIO: Japan beendet nun doch einen Monat früher als geplant die Walfangsaison in der Antarktis. Nach Angaben der Fischereibehörde in Tokio wird damit die Konsequenz gezogen aus dem Feuer auf dem Walfangschiff 'Nisshin Maru'. Das Schiff war nach einem Brand vor zwei Wochen zehn Tage lang in der Ross-See getrieben. Schließlich gelang es der Besatzung, die Maschinen wieder flott zu bekommen. Japan ignoriert das seit 1986 bestehende internationale Moratorium zum Walfang.

WASHINGTON: Um zur Stabilisierung des Irak beizutragen, sind die USA bereit, sich mit den als Feinden eingestuften Ländern Iran und Syrien an einen Tisch zu setzen. Außenministerin Condoleezza Rice sagte, die US-Regierung unterstütze die neue diplomatische Offensive der Führung in Bagdad, die zu zwei internationalen Konferenzen eingeladen hat. Die erste Konferenz mit den Schwerpunkten Sicherheit, Wirtschaft und Aussöhnung soll bis spätestens Mitte März in Bagdad abgehalten werden. Dazu eingeladen sind die Nachbarländer des Irak, die fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und internationale Organisationen. Möglicherweise gibt es dabei auch bilaterale Gespräche zwischen den USA und dem Iran.

RAMALLAH: Israelische Soldaten haben in Dschenin im Westjordanland drei Aktivisten der radikalen Palästinenser-Gruppe Islamischer Dschihad erschossen. Das bestätigten palästinensische Sicherheitskräfte. Die Region gilt als Hochburg militanter Palästinenser. Israelische Armeeeinheiten sind zudem einen Tag nach ihrem Abzug wieder in die Palästinenserstadt Nablus im nördlichen Westjordanland eingerückt. Die Militäroperation gegen mutmaßliche Terroristen und ihre Infrastruktur gehe weiter, sagte ein Sprecher. Soldaten begannen in der Altstadt mit der Durchsuchung etlicher Häuser.

HAMBURG: Der Vorstand der SPD Hamburg hat aus dem Debakel um die Mitgliederbefragung Konsequenzen gezogen und ist geschlossen zurückgetreten. Landeschef Mathias Petersen verkündete den einstimmigen Beschluss nach einer achtstündigen Krisensitzung. Petersen sagte, für den 24. März werde ein Landesparteitag einberufen. Dort werde ein Bürgermeisterkandidat nominiert und ein neuer Landesvorstand gewählt. Am Sonntag war die Mitgliederbefragung der SPD zur Spitzenkandidatur bei der Bürgerschaftswahl 2008 gescheitert, weil rund 950 Briefwahlstimmen spurlos verschwunden waren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, gebietsweise Schauer. Nur im Osten gelegentlich aufgelockert. Tageswerte zwischen 6 und 14°.

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