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Nachrichten

Mittwoch, 28. Dezember 2005

Hier finden Sie die 10-Uhr-Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat im Süden des Libanon ein Trainingscamp der pro-syrischen Organisation 'Volkfront für die Befreiung Palästinas - Generalkommando' beschossen. Ein Militärsprecher in Jerusalem erklärte, die Gruppe sei für einen vorangegangenen Raketenangriff auf den Norden Israels verantwortlich. Dabei wurden nahe der Stadt Kirjat Schemona nach Medienberichten fünf Israelis verletzt.- Gleichzeitig setzte die israelische Luftwaffe ihre Angriffe auf Ziele im Norden des Gaza-Streifens fort, um Raketenangriffe militanter Palästinener zu unterbinden.

BERLIN: Mehrere Bundestagsabgeordnete wollen der aus der Geiselhaft befreiten deutschen Archäologin Susanne Osthoff eine erneute Einreise in den Irak verbieten lassen. Der CSU-Rechtsexperte Geis erklärte der 'Bild'-Zeitung, der Irak müsse selbst ein Interesse daran haben, Frau Osthoff die Einreise zu verweigern. Die SPD-Abgeordnete Irber erklärte, die Bundesregierung solle prüfen, ob sie die Führung in Bagdad um ein Einreiseverbot für die Deutsche bitten könne. Frau Osthoff hatte in einem ersten Interview nach ihrer Freilassung im arabischen Sender Al Dschasira eine Rückkehr in den Irak erwogen.

BERLIN: Die Bundesregierung will sich nach den Worten von Verteidigungs-Staatssekretär Pflüger stärker im Irak engagieren. Man wolle nach den Wahlen den Demokratisierungs-Prozess im Irak politisch und wirtschaftlich stärker unterstützen, sagte der CDU-Politiker der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. In der Koalition bestehe aber Konsens darüber, dass keine deutschen Soldaten in den Irak geschickt würden, sagte Pflüger weiter.

BERLIN: Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Stiegler hat die Hartz-Reformen der früheren Bundesregierung verteidigt. Die Maßnahmen für den Arbeitsmarkt seien im Jahr 2002 geplant worden, als man in Deutschland noch auf einen Aufschwung gesetzt habe, sagte Stiegler der 'Berliner Zeitung'. Mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute hatten zuvor in einer Studie die Hartz-Reformen als wirkungslos kritisiert.

MÜNCHEN: Das bayerische Innenministerium hat den islamistischen Verein 'Multi-Kultur-Haus Ulm' verboten. Die Organisation richte sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, teilten die Behörden in München mit. Die Räumlichkeiten des Vereins in Neu-Ulm seien durchsucht worden. Man habe das Gebäude sowie ein Konto beschlagnahmt. Im 'Multi-Kultur-Haus Ulm' sollen Hassprediger zum "Heiligen Krieg" aufgerufen haben.

BERLIN: Außenminister Steinmeier hat die Ernennung des derzeitigen Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Koenigs, zum UN-Sonderbeauftragten für Afghanistan begrüßt. Die Berufung von Koenigs sei auch eine Anerkennung des deutschen Engagements für Afghanistan. Koenigs werde sein neues Amt im Februar antreten, teilte Steinmeier mit. - UN-Generalsekretär Annan hatte Koenigs, einen langjährigen politischen Weggefährten von Ex-Außenminister Fischer, am Dienstag zum Afghanistan-Beauftragten ernannt.

BERLIN: Die Internationale Energieagentur IEA hat erhebliche Zweifel am Nutzen der geplanten Erdgas-Pipeline von Russland nach Deutschland durch die Ostsee geäußert. IEA-Chefökonom Birol sagte der 'Berliner Zeitung', Russland decke bereits heute mehr als ein Drittel des deutschen Erdgasbedarfs. Durch die neue Pipeline würde sich diese Abhängigkeit noch weiter verstärken. Mit Blick auf die Versorgungssicherheit Deutschlands sei dies eine bedenkliche Entwicklung.

ALMATY: Eine russische Trägerrakete hat den ersten Testsatelliten für das geplante europäische Navigationssystem Galileo vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gebracht. - Galileo soll Ende 2010 mit 30 Satelliten in Betrieb gehen und auf der Erde Schiffen und Autos den Weg weisen. Die EU, die europäische Weltraumagentur ESA und private Firmen wollen rund 3,5 Milliarden Euro investieren. Galileo soll genauere Ortsbestimmungen ermöglichen als das US-Navigationssystem GPS.

NÜRNBERG: Die Stimmung unter den Verbrauchern in Deutschland hat sich nach einer neuen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung - GFK - deutlich erholt. Die Bundesbürger setzten inzwischen große Hoffnungen in die Wirtschaftsentwicklung, teilte die GFK in Nürnberg mit. Die Kauflust sei gestiegen, auch über größere Anschaffungen werde wieder nachgedacht.

STUTTGART: Der Automobilkonzern Daimler-Chrysler hat den Dieselmotoren-Hersteller MTU Friedrichshafen für 1,6 Milliarden Euro verkauft. Neuer Besitzer ist der schwedische Finanzinvestor EQT. Dem Verkauf waren monatelange Verhandlungen vorausgegangen. Der neue Eigentümer von MTU Friedrichhafen erklärte, er wolle zunächst keine Stellen abbauen und alle Standorte erhalten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist winterlich kalt mit Schneefall bis in die Niederungen. Höchstwerte zwischen minus sechs und plus einem Grad.

  • Datum 28.12.2005
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