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Nachrichten

Mittwoch, 27. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Auf Einladung der Bundesregierung kommen an diesem Mittwoch erstmals je 15 Vertreter der in Deutschland lebenden Muslime und des Staates zu einer Islam-Konferenz zusammen. Das Treffen im Berliner Schloss Charlottenburg ist Auftakt zu einem auf zwei bis drei Jahre angelegten Prozess, in dem der Dialog zwischen Staat und Islam auf eine neue Grundlage gestellt werden soll. Zentrales Thema wird dabei die rechtliche Stellung des Islam sein. Die muslimischen Verbände fordern eine Gleichstellung mit den Kirchen. Im Vorfeld der Konferenz hatten die Muslime kritisiert, dass nur fünf Verbände und zehn Einzelpersonen, darunter auch dezidierte Islam-Kritiker, eingeladen wurden.

WASHINGTON: Das amerikanische Repräsentantenhaus hat den Etat für die Militäroperationen im Irak und in Afghanistan um weitere 70 Milliarden Dollar aufgestockt. Der Senat will dem ausgehandelten Kompromiss in den nächsten Tagen zustimmen. Die Kosten der USA allein für den Einsatz im Irak liegen derzeit bei acht Milliarden Dollar pro Monat. Im nächsten Jahr sollen die Ausgaben erhöht werden. - Präsident George W. Bush ließ nach der öffentlichen Diskussion über eine Analyse der US-Geheimdienste zur aktuellen Terrorgefahr den Bericht in Teilen veröffentlichen. Zugleich wies Bush Vorwürfe zurück, der Krieg im Irak habe die weltweite Terrorgefahr verschärft.

BAGDAD: Mehrere tausend britische und irakische Soldaten haben im südirakischen Basra eine Offensive zur Wiederherstellung der Sicherheit begonnen. Britische Offiziere sprachen von einem Einsatz, der mehrere Monate dauern könnte. Weitere Ziele seien die Bekämpfung der Korruption bei der Polizei und der Wiederaufbau zerstörter Gebäude. Regierungschef Nuri al-Maliki hatte im Juni den Ausnahmezustand über Basra verhängt, in der schiitische Gruppen um die Macht kämpfen. Die Milizen haben Polizei und lokale Behörden unterwandert.

ROM: Das italienische Abgeordnetenhaus hat mit großer Mehrheit die Entsendung von bis zu 2.500 Soldaten in den Libanon gebilligt. Gegen den Einsatz italienischer Soldaten im Nahen Osten sprachen sich lediglich 20 Parlamentarier aus, mehr als 500 stimmten dafür. Insgesamt soll die UN-Schutztruppe in der Region 15.000 Soldaten umfassen. Im Februar kommenden Jahres soll Italien das Kommando über die UN-Truppe von Frankreich übernehmen.

JERUSALEM: Die israelische Armee will auch nach dem Abzug aus dem Libanon weiterhin Kontrollflüge im libanesischen Luftraum durchführen. Verteidigungsminister Amir Perez sagte, die Flüge würden so lange fortgesetzt, bis die beiden entführten israelischen Soldaten freigelassen und der Waffenschmuggel der Hisbollah-Miliz unterbunden worden seien. Israel fühle sich nicht an die UN- Entschließung vom August gebunden, da sich der Libanon auch nicht daran halte.

GAZA-STADT: Die israelische Armee geht im Gazastreifen weiter gegen mutmaßliche Extremisten vor. Nach Militär-Angaben wurde an der Grenze zu Ägypten ein Haus zerstört, das als Deckung für einen Waffenschmuggler-Tunnel gedient haben soll. Bei dem Einsatz in Rafah sei eine 14-jährige Palästinenserin getötet worden, berichteten Krankenhaus-Mitarbeiter.

HANNOVER: Mit einem ökumenischen Trauergottesdienst wird an diesem Mittwoch im niedersächsischen Lathen der 23 Opfer des schweren Transrapid-Unglücks vom vergangenen Freitag gedacht. Neben Angehörigen und Vertretern der Rettungsorganisationen werden Bundespräsident Horst Köhler, Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee sowie der Ministerpräsident von Niedersachsen, Christian Wulff, erwartet. Tiefensee warnte unterdessen vor einer vorschnellen Verurteilung der Transrapid-Technik. Noch sei unklar, was den Unfall ausgelöst habe. Zuvor hatte die Betreibergesellschaft eingeräumt, bewußt auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verzichtet zu haben, da es sich bei der Trasse im Emsland um eine Teststrecke handle.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den öffentlich ausgetragenen Koalitionsstreit um die Gesundheitsreform kritisiert. Statt täglich neue Meldungen zum Stand der Verhandlungen abzugeben, sollten sich die zuständigen Politiker auf das Ziel der Reform konzentrieren, sagte Merkel der 'Passauer Neuen Presse'. Ein Machtwort, wie von SPD-Fraktionschef Peter Struck gefordert, lehnte sie aber ab. Am Dienstag hatte sich die Expertenrunde von CDU/CSU und SPD darauf geeinigt, dass die Kassen auch künftig die Beiträge einziehen sollen. Außerdem soll es einen neuen Dachverband der Kassen geben. Auf Antrag der FDP befasst sich an diesem Mittwoch der Bundestag mit dem Gesundheitsstreit.

DÜSSELDORF: Im Übernahmekampf um den führenden spanischen Versorger Endesa stockt der deutsche Energiekonzern EON sein bisheriges Angebot von 25,50 auf 35 Euro je Endesa Aktie auf. Dieses Angebot spiegle das Vertrauen des Konzerns in das Geschäftsmodell und die Wachstumsperspektiven Endesas wider, sagte EON-Vorstandschef Wulf Bernotat in Düsseldorf. Der spanische Baukonzern Acciona hatte zuvor den Erwerb von zehn Prozent der Endesa-Aktien bekanntgegeben und weitere Zukäufe angekündigt. Acciona hatte 32 Euro pro Aktie gezahlt. Am Dienstag hatte die EU-Kommission entschieden, dass die von den spanischen Behörden verhängten Auflagen für die Übernahme gegen europäisches Recht verstoßen.

ESSEN: Deutschlands große Stromversorger stellen den im Jahr
2000 vereinbarten Atomausstieg in Frage. Der Energiekonzern RWE
beantragte in einem Pilotverfahren beim Bundesumweltministerium eine um drei Jahre längere Nutzung von Biblis A, Deutschlands ältestem Atomkraftwerk. Die Konzerne EnBW und Vattenfall prüfen ähnliche Schritte. Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) auf klare Widersprüche zum Gesetz hinwies, forderte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eine vorbehaltlose Prüfung längerer Laufzeiten.

ZUM FUSSBALL: Der Hamburger SV hat bei ZSKA Moskau mit 0:1 verloren und muss mit der zweiten Niederlage der Gruppenphase schon um den Verbleib in der Champions League fürchten. - Die Hamburger warten nun schon seit zehn Pflichtspielen dieser Saison auf einen Sieg.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten regnerisch mit einzelnen Gewittern, im Westen freundlicher und meist trocken. Höchstwerte 16 bis 21 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 15°, stark bewölkt;
Berlin: 17°, leichter Regen;
Dresden: 16°, bedeckt ;
Köln/Bonn: 14°, dunstig;
Frankfurt am Main: 16°, wolkig und
München: 14°, Nieselregen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 27.09.2006
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