1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat zahlreiche Änderungen im Ausländer- und Zuwanderungsrecht beschlossen. Nach dem Gesetzentwurf sollen unter anderem Zwangsheiraten künftig ein Straftatbestand sein. Zwangsehen können dann mit Haftstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden. Bisher gelten sie nur als schwere Nötigung. Den Opfern einer Zwangsverheiratung im Ausland will die Regierung eine Rückkehr nach Deutschland erleichtern. Auch Scheinehen sollen schärfer bekämpft werden. Bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis von Ausländern sollen die Behörden demnächst besser Infomationen darüber austauschen können, ob der Antragsteller regelmäßig an einem Integrationskurs teilgenommen hat. Wenn das nicht der Fall ist, kann die Verlängerung abgelehnt werden.

PARIS: In Frankreich nimmt die umstrittene Rentenreform an diesem Mittwoch voraussichtlich die letzte parlamentarische Hürde. Die Abstimmung in der Nationalversammlung gilt als Formsache, da das Regierungslager von Präsident Sarkozy dort über eine deutliche Mehrheit verfügt. Der Senat, die andere Parlamentskammer, hat dem Reformgesetz bereits zugestimmt. Allerdings droht die sozialistische Opposition mit einer Verfassungsklage. Wochenlang waren Millionen Franzosen gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 62 Jahre auf die Straße gegangen.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti ist die Zahl der Menschen weiter angestiegen, die an Cholera erkrankt sind. Inzwischen sind fast 3.800 Menschen infiziert, knapp 290 starben an der Seuche. In der Bevölkerung wachsen die Ängste vor einer weiteren Ausbreitung der Krankheit. Rund 300 Menschen griffen in der Hafenstadt St. Marc internationale Helfer an, die eine Krankenstation der Organisation Ärzte ohne Grenzen zur Behandlung Cholera-Kranker eröffnen wollten. Argentinische UN-Blauhelmsoldaten unterstützten die örtliche Polizei bei der Auflösung der Protestaktion. Vertreter der Behörden versicherten der aufgebrachten Menge daraufhin, das Behandlungszentrum werde nicht in ihrem Viertel eingerichtet.

JAKARTA: In Indonesien ist die Zahl der Toten nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi auf der Insel Java auf mindestens 25 gestiegen, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der Merapi ist der aktivste der indonesischen Vulkane. Er war am Dienstag ausgebrochen und hatte große Mengen von glühend heißer Asche und Steinen in die Luft geschleudert. Bei dem heftigen Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami am Montag im Westen des Inselstaates sind nach jüngsten Angaben der Behörden mindestens 154 Menschen ums Leben gekommen, etwa 400 werden noch vermisst. Zehn Dörfer auf der Mentawai-Inselkette wurden von einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle weggerissen. Die kleine Inselgruppe 280 Kilometer vor der Küste Sumatras ist für die Rettungskräfte nur schwer zu erreichen.

WASHINGTON: Eine gewaltige Unwetterfront hat vom Mittleren Westen bis in den Süden der USA Verwüstungen angerichtet. Mindestens 160.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete. Mancherorts habe der Wind fast Hurrikanstärke erreicht. Die Behörden im Bundesstaat Illinois sprachen vom schlimmsten Sturm seit 70 Jahren. Auf dem internationalen Großflughafen von Chicago fielen Hunderte Flüge aus.

ZUM FUSSBALL: In der zweiten Runde des DFB-Pokals spielten:

Bayern München - Werder Bremen 2:1;
FSV Frankfurt - Schalke 04 0:1;
1. FC Köln - 1860 München 3:0;
Victoria Hamburg - VfL Wolfsburg 1:3;

1. FC Kaiserslautern - Arminia Bielefeld 3:0;
Energie Cottbus - SC Freiburg 2:1;
TuS Koblenz - Hertha BSC Berlin 2:1 und
SpVgg Greuther Fürth - FC Augsburg 2:4 nach Verlängerung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte stark bewölkt und zeitweise Regen, im Süden gebietsweise freundlicher und meist trocken, örtlich länger anhaltender Nebel. Höchstwerte sechs bis 13 Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 8 Grad, wolkig; Berlin: 2 Grad, wolkig; Dresden: 0 Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: 7 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 5 Grad, stark bewölkt und München: 1 Grad, wolkenlos.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema