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Nachrichten

Mittwoch, 27. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Deutschland will Afghanistan auch nach Abzug der Bundeswehr unterstützen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Die weitere auch finanzielle Unterstüzung für die afghanische Polizei und Armee werde länger als die deutsche Sicherheitspräsenz in Afghanistan andauern. Ein zu schneller Rückzug könne die bisher geleistete Aufbauarbeit schnell zerstören, sagte Merkel weiter. Auch die internationale Staatengemeinschaft müsse sich dazu bekennen. Karsai betonte, dass sein Land möglichst schnell selbst die Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen wolle. Kanzlerin Merkel wird das neue Afghanistan-Konzept der Bundesregierung später noch in einer Regierungserklärung im Bundestag erläutern. Am Donnerstag findet in London die internationale Afghanistan-Konferenz statt.

WASHINGTON: Einen Tag vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in London ist dem Land am Hindukusch ein umfangreicher Schuldenerlass zugesagt worden. Afghanistan habe ungeachtet aller Schwierigkeiten die dafür nötigen Reformen vollzogen, erklärten Internationaler Währungsfonds, Weltbank und Geberstaaten. Sie seien nun bereit, ein Programm zum Schuldenerlass über 1,6 Milliarden Dollar (1,14 Milliarden Euro) zu unterstützen.

BERLIN: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen berät im Februar über neue Sanktionen gegen den Iran, um die Führung in Teheran zur Offenlegung ihres umstrittenen Atomprogramms zu zwingen. Dies kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Besuch des israelischen Präsidenten Schimon Peres in Berlin an. Sollte sich keine Mehrheit für Strafmaßnahmen finden, sei Deutschland auch ohne UN-Mandat bereit, Handelsbeschränkungen zu verhängen, sagte sie. Anlässlich des internationalen Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hält Peres an diesem Mittwoch als mittlerweile drittes israelisches Staatsoberhaupt eine Rede im Deutschen Bundestag.

TEHERAN: Der oberste geistliche Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat ein weiteres Mal das Existenzrecht Israels in Frage gestellt. In einem Gespräch mit dem mauretanischen Präsidenten Mohamed Ould Abdel Aziz sagte Chamenei in Teheran, Israel sei eine große Gefahr für die muslimische Welt und der Zerstörung geweiht. Die Internetseite von Chameneis Büro zitierte seine Äußerungen. Mauretanien hatte vor einem Jahr die Beziehungen zu Israel für beendet erklärt. Chamenei begrüßte die Entscheidung nochmals und bezeichnete den Schritt als "Modell für bestimmte arabische Länder".

COLOMBO: Bei der Präsidentenwahl auf Sri Lanka bahnt sich ein Sieg des Amtsinhabers Mahinda Rajapakse an. Die Wahlkommission teilte mit, Rajapakse liege nach Zwischenergebnissen mit mehr als 60 Prozent in Führung. Das staatliche Fernsehen erklärte bereits, Rajapakse sei im Präsidentenamt bestätigt worden. Sein Herausforderer, der frühere Armeechef Sarath Fonseka, der für ein Oppositionsbündnis antrat, bekam danach weniger als 40 Prozent. Schwer bewaffnete Soldaten umstellten inzwischen das Hotel in der Hauptstadt Colombo, in dem sich Fonseka mit seinen Gefolgsleuten aufhält. Ein Militärsprecher begründete die Aktion damit, in dem Luxushotel befänden sich auch Armeedeserteure.

SEOUL: Nahe der umstrittenen Seegrenze zwischen den verfeindeten koreanischen Staaten hat es nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap ein Gefecht gegeben. An der Westküste stationierte nordkoreanische Artillerie habe mehrere Geschosse in Richtung Gelbes Meer abgefeuert. Die Projektile seien allerdings nördlich der Grenzlinie niedergegangen, hieß es weiter. Die südkoreanische Marine habe daraufhin mit Warnschüssen aus Kanonen reagiert. Stunden später setzte Nordkorea laut Medienberichten das Artilleriefeuer fort. Am Dienstag hatte die Führung im kommunistischen Norden zwei Gebiete an der Küste zum Sperrgebiet erklärt. - Im November hatte es ein kurzes, blutiges Seegefecht gegeben, bei dem ein nordkoreanischer Matrose getötet und drei weitere verwundet worden waren.

BERLIN: Die Bundesregierung legt ihren neuen Jahreswirtschaftsbericht vor. Es wird damit gerechnet, dass der zuständige Minister Rainer Brüderle darin die Wachstumsprognose aus dem vergangenen Herbst von 1,2 Prozent auf aktuell 1,4 Prozent erhöht. Der Internationale Währungsfonds als auch Wirtschaftsverbände hatten sich zuletzt mit Vorhersagen zwischen 1,5 bis zwei Prozent optimistischer geäußert. Die Arbeitslosenzahl wird nach der neuen Schätzung der Regierung im Jahresdurchschnitt um 320.000 auf 3,7 Millionen steigen.

AMSTERDAM/ DETROIT: Der schwedische Autobauer Saab ist vorerst gerettet. Der US-Mutterkonzern General Motors (GM) gab nach monatelangem Tauziehen nun doch den Verkauf von Saab an den niederländischen Sportwagenhersteller Spyker für insgesamt 400 Millionen Dollar (283 Millionen Euro) bekannt. Die schwedische Regierung stützt den Deal mit umfangreichen Bürgschaften. GM suchte seit einem Jahr nach einem Käufer für das hochdefizitäre Tochterunternehmen und hatte im Dezember bereits mit der Abwicklung begonnen. Saab beschäftigt in Schweden noch etwa 3.400 Mitarbeiter.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti setzen die Polizei und die Soldaten der UN-Friedenstruppe immer häufiger Tränengas oder Warnschüsse gegen plündernde Bewohner der Hauptstadt Port-au-Prince ein. So war etwa ein mit Reis beladener Lkw-Konvoi gestürmt worden, als er an einem Obdachlosen-Camp vorbeifuhr. Die Menschen seien nicht gewalttätig, sie seien "einfach verzweifelt", kommentierte ein brasilianischer UN-Kommandeur die Übergriffe. --- Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen plant zusammen mit der Regierung Haitis eine riesige Impfkampagne. 600.000 Kinder im Alter bis zu fünf Jahren sollten gegen Masern, Tetanus und Diphterie immunisiert werden, teilte UNICEF in Paris mit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden ziehen dichte Wolkenfelder auf, die im Laufe des Tages Schnee mitbringen. Im Süden noch meist heiter und trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen minus 9 und plus 3 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: minus 7 Grad, stark bewölkt;

Berlin: minus 16 Grad, dunstig;

Dresden: minus 15 Grad, dunstig;

Köln/Bonn: minus 9 Grad, dunstig;

Frankfurt am Main: minus 11 Grad, dunstig und

München: minus 9 Grad, etwas Schnee.

Audio und Video zum Thema