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Nachrichten

Mittwoch, 27. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hält die umstrittene Online-Durchsuchung von Computern unter strengen Auflagen für zulässig. Danach dürfen Computer von Verdächtigen nur dann ausgeforscht werden, wenn "überragend wichtige Rechtsgüter" konkret gefährdet sind. Dazu zählen Menschenleben oder der Bestand des Staates. Zudem ist die Erlaubnis eines Richters notwendig. Das dem Verfahren zugrunde liegende nordrhein-westfälische Gesetz zu Online-Durchsuchungen erklärte das Gericht allerdings wegen zahlreicher Fehler für nichtig. Mit seinem Grundsatzurteil habe das Karlsruher Gericht erstmals ein 'Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme' geschaffen, sagte Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier. Dieses neue Grundrecht sei aber nicht schrankenlos.

BONN: Die Fraktionsspitzen von Union und SPD haben ihren Streit beim Thema Pflegeversicherung beigelegt. Auf ihrer Klausurtagung bei Bonn einigten sie sich über die Einrichtung so genannter Pflegestützpunkte. Zuvor hatten sie sich bereits auf ein Konzept für eine Wohnraumförderung im Rahmen der Altersvorsorge verständigt. Angesichts des Streits über den neuen Links-Kurs der SPD sparten Spitzenpolitiker von CDU und CSU nicht mit Kritik am SPD-Vorsitzenden Kurt Beck. Die Koalitionspartner versicherten jedoch, am Regierungsbündnis bis 2009 festhalten zu wollen.

DÜSSELDORF: Trotz deutlicher Gewinne will der Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel weltweit rund 3.000 Arbeitsplätze abbauen. Insgesamt sollten die Kosten um 150 Millionen Euro gesenkt werden, gab der Konzern in Düsseldorf bekannt. Dabei verwies Konzernchef Ulrich Lehner auf den zunehmenden internationalen Wettbewerb sowie drastisch steigende Rohstoffkosten. Henkel beschäftigt weltweit gut 52. 000 Mitarbeiter, davon rund 10.000 in Deutschland.

BRÜSSEL: Der Euro ist so stark wie noch nie. An den internationalen Börsen kletterte die europäische Gemeinschaftswährung erstmalig über die psychologisch wichtige Marke von einem Dollar 50. Grund für den neuerlichen Kursanstieg sind die jüngsten Konjunkturprognosen aus Europa und den USA. Während Unternehmen in Deutschland optimistisch in die Zukunft blicken, halten in den Vereinigten Staaten die Ängste vor einer Rezession an. - Auch der Rohölpreis stieg an den Börsen von New York und London auf neue Höchststände. Der Preis für ein Barrel übersprang in New York die Marke von 101 Dollar.

ROM: Der Skandal um Steuerhinterziehung über Konten oder Stiftungen in Liechtenstein zieht weltweit immer größere Kreise. Jetzt ermitteln auch die italienischen Behörden. Die Steuerfahnder hätten eine Liste mit mehr als 100 Namen erhalten, berichtet die Zeitung 'La Repubblica'. Die USA, Spanien, Frankreich, Schweden, Australien und Neuseeland bestätigten Ermittlungen gegen mutmaßliche Steuerbetrüger. In Deutschland, wo der Skandal durch den Kauf von Informationen aufgedeckt worden war, haben bisher 91 mutmaßliche Steuersünder gestanden und Abschlagszahlungen von fast 30 Millionen Euro geleistet.

JAKARTA: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein indonesischer Amtskollege Hassan Wirajuda haben die Militärregierung in Birma aufgefordert, die angekündigte Öffnung des Landes hin zur Demokratie konsequent umzusetzen. Deutschland und Indonesien setzten darauf, dass politische Veränderungen in Birma in Gang kämen, sagte Steinmeier nach einem Treffen mit Wirajuda in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Für den Prozess sei die Unterstützung aller Nachbarstaaten, vor allem aber Chinas notwendig. Ein wichtiges Signal wäre die Freilassung politischer Gefangener.

LONDON: Ein Erdbeben hat in der vergangenen Nacht Teile Großbritanniens erschüttert. Nach Angaben der staatlichen Erdbebenwarte hatte es eine Stärke von 5,3. Das Epizentrum lag rund 200 Kilometer nördlich von London. Zahlreiche Menschen seien aus dem Schlaf gerissen worden, berichteten mehrere Fernsehsender. Angaben über Schäden oder mögliche Verletzte liegen nicht vor. Experten zufolge war es das schwerste Erdbeben in England seit fast 20 Jahren.

PEKING: Nach einer Umweltkatastrophe in Zentralchina sind 200.000 Menschen ohne Wasserversorgung. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ist das Wasser des Flusses Dingjing rot verfärbt und schlägt Blasen. Tests hätten erhöhte Werte von Ammoniak, Nitrogen und Permanganat ergeben. Daraufhin sei die Trinkwasserentnahme sofort gestoppt worden.

MIAMI: Der Ausfall eines Atomkraftwerks hat in weiten Teilen des US-Staats Florida die Stromversorgung vorübergehend lahmgelegt. Nach Schätzungen der Behörden waren zeitweise bis zu drei Millionen Haushalte ohne Elektrizität. In Orten von Jacksonville bis Miami und Tampa fielen die Ampeln aus. Bereits nach wenigen Stunden begann sich die Lage wieder zu normalisieren. Nach Behördenangaben hatten sich die Reaktoren eines Atomkraftwerks bei Miami wegen einer Störung im Stromnetz automatisch abgeschaltet. In einer Kettenreaktion fielen mehrere Elektrizitätswerke aus. Was die Störung hervorrief, ist unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft aber zumeist trocken. Nur an der Ostsee kräftige Schauer möglich. Die Temperaturen bewegen sich zwischen sechs und elf Grad Celsius.

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