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Nachrichten

Mittwoch, 26. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: In der südirakischen Stadt Basra liefern sich Regierungstruppen und Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr den zweiten Tag in Folge schwere Gefechte. Einwohner der Hafenstadt berichteten außerdem von Explosionen. Der Strom fiel in der ganzen Stadt aus. Die Geschäfte blieben geschlossen. Irakische Regierungstruppen hatten am Dienstag eine Offensive gegen die schiitischen Milzen begonnen, vor allem gegen Gefolgsleute al-Sadrs. Dessen Mahdi-Miliz liefert sich seit Wochen mit einer rivalisierenden Schiiten-Gruppe einen Machtkampf um die Kontrolle des Ölgeschäfts in Basra. Bisher wurden bei den Gefechten laut Behörden-Angaben 40 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Milizen gibt es auch in Bagdads Elendsviertel Sadr City. Dort wurden bisher mindestens 14 Menschen getötet und 140 verletzt.

PEKING/GENF: Während die Europäische Union und die USA den Druck auf die chinesische Führung verstärken, grundlegende Menschenrechte in Tibet einzuhalten, läuft die Propaganda in Peking auf Hochtouren. Die offiziellen Stellen versuchen weiter, den Aufstand in Tibet herunterzuspielen. Eine erste Gruppe handverlesener Journalisten wurde zu einer organisierten Presserundreise nach Tibet gebracht. Im UN-Menschenrechtsrat forderte Slowenien im Namen der 27 EU-Staaten China auf, gegen Demonstranten in Tibet und angrenzenden Regionen keine Gewalt mehr anzuwenden. Außerdem solle Peking alle Beschränkungen der Bewegungs- und Informationsfreiheit aufheben.

PARIS: Kurz vor Beginn seines zweitägigen Staatsbesuchs in Großbritannien hat sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy für engere Beziehungen zwischen London und Paris ausgesprochen. Er wolle durch solch eine starke Partnerschaft die Achse Berlin-Paris aber nicht in Frage stellen, betonte Sarkozy im britischen Sender BBC. Die Zusammenarbeit mit Großbritannien könne das Verhältnis zu Deutschland ergänzen. Nach seinem Empfang durch Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor bei London wird Sarkozy am Mittwochnachmittag vor beiden Kammern des Parlaments eine Rede halten.

LONDON: Der US-Autokonzern Ford hat die britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover an den indischen Konkurrenten Tata verkauft. Das teilte die britische Gewerkschaft Unite in London mit. Die Unternehmen wollen das Geschäft nach Medienberichten am Mittag offiziell verkünden.

ATHEN: Um gegen die geplante Übernahme durch die Deutsche Telekom zu protestieren, haben Angestellte und Techniker des griechischen Telekom-Konzerns Hellenic Telecom einen dreitägigen Streik begonnen. Die Gewerkschaft befürchtet, dass der deutsche Konzern in Griechenland Arbeitsplätze streichen und Löhne drücken will. Die Telekom will von der Investmentgesellschaft Marfin einen Anteil von knapp 20 Prozent am größten Telekom-Konzern Griechenlands übernehmen. Voraussetzung ist aber, dass die Bonner die Kontrolle über die Firma erhalten. Darüber verhandelt der Konzern derzeit mit der Regierung in Athen, die mit 28 Prozent größter Aktionär des Unternehmens ist.

GENF: Zahlreiche Hilfsorganisationen haben auf das wachsende Elend der Menschen im von Krieg zerrütteten Somalia aufmerksam gemacht. Die humanitäre Lage in dem Land am Horn von Afrika werde immer schlimmer, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von 39 Gruppen, darunter Oxfam, Save the Children und Care International. Allein die heftigen Kämpfe in der Hauptstadt Mogadischu trieben jeden Monat bis zu 20.000 Menschen in die Flucht. Rund eine Million Menschen seien inzwischen Vertriebene im eigenen Land.

NEW YORK: Israel und die Palästinenser haben die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, sich stärker im Nahost-Friedensprozess zu engagieren. Nur so sei es noch möglich, wie geplant bis Ende des Jahres eine Lösung zu finden, erklärten Vertreter beider Seiten vor dem Weltsicherheitsrat in New York. Beide wiesen sich gegenseitig die Schuld für die jüngsten Gewalttaten zu, bekannten sich aber grundsätzlich zur Fortsetzung ihres Dialogs.

MINSK: In Weißrussland hat die Polizei eine Demonstration von Oppositionsanhängern gewaltsam aufgelöst. Etliche Menschen wurden festgenommen. Die Gegner des autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko hatten sich über ein Verbot der Behörden hinweggesetzt und sich im Zentrum der Hauptstadt Minsk versammelt.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben im langjährigen Streit zwischen Griechenland und Mazedonien um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik einen neuen Vorschlag unterbreitet. Es handele sich um einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss, hieß es in New York. Einzelheiten wurden nicht genannt. Medien in Skopje und Athen berichteten übereinstimmend, der Namensvorschlag laute "Republik Mazedonien-Skopje". Die griechische Regierung befürchtet, dass Mazedonien bei Beibehaltung des Staatsnamens Gebietsansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz erheben könnte. Athen drohte damit, ohne eine Beilegung der Differenzen einen NATO-Beitritt Mazedoniens zu blockieren, über den die Allianz Anfang April entscheiden will.

OSLO: In der norwegischen Stadt Ålesund ist ein sechsstöckiger Wohnblock eingestürzt. Dabei wurden 15 Menschen verletzt. Mindestens fünf weitere werden noch vermisst. Da akute Einsturzgefahr besteht, mussten die Rettungsdienste die Suche nach den Vermissten abbrechen. Augenzeugen berichteten von einem Erdrutsch vor dem Unglück.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An Nord- und Ostsee längere Aufheiterungen. Sonst wieder häufige Regen-, Schnee- und Graupelschauer. Tagestemperaturen zwischen vier bis neun Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: null Grad, nach Schauer;
Berlin: ein Grad, stark bewölkt;
Dresden: minus ein Grad, nach Schneefall;
Köln/Bonn: null Grad, nach Schneefall;
Frankfurt am Main: null Grad, Schneefall und
München: minus zwei Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema