1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 26. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

ROM: Zwei Wochen nach Beginn der Kämpfe im Libanon sind in Rom ranghohe Staatsvertreter zusammengekommen, um Möglichkeiten zur Entschärfung der Nahost-Krise auszuloten. Auch UN-Generalsekretär Kofi Annan und EU-Chefdiplomat Javier Solana nehmen an den Beratungen in der italienischen Hauptstadt teil. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Waffenruhe erreicht werden kann. Auch über Hilfen für Flüchtlinge und den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe im Südlibanon soll diskutiert werden. Israel und die radikal-islamischen Gruppen Hisbollah und Hamas sind bei der Konferenz nicht vertreten.

BEIRUT: Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind vier Militärbeobachter der Vereinten Nationen getötet worden. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert bedauerte den Vorfall und kündigte eine genaue Untersuchung an. Zugleich wies er den Vorwurf von UN- Generalsekretär Kofi Annan zurück, die Luftwaffe habe den Beobachterposten absichtlich angegriffen. Die getöteten UN-Soldaten stammten nach libanesischen Angaben aus China, Kanada, Finnland und Österreich. - Der Anführer der Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, kündigte weitere Raketenangriffe auf Israel an, auch auf Ziele südlich der Hafenstadt Haifa. Die israelischen Streitkräfte töteten nach eigener Darstellung einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah. Auch bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen gab es wieder Tote und Verletzte.

PEKING: China hat den Angriff der israelischen Luftwaffe auf einen UN-Posten im Südlibanon scharf verurteilt. Die Regierung in Peking sei 'zutiefst erschüttert', sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Israel müsse konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der UN-Beobachter zu gewährleisten. Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja sprach von einem 'schrecklichen' und 'völlig inakzeptablen' Vorfall.

WASHINGTON: Angesichts der katastrophalen Sicherheitslage in Bagdad werden die USA zusätzliche Soldaten in die irakische Hauptstadt verlegen. Die Koalitionstruppen und einheimische Sicherheitskräfte sollten insgesamt mehr Präsenz zeigen, sagte US-Präsident George W. Bush nach einem Treffen mit dem irakischen Regierungschef Nuri al Maliki in Washington.

KINSHASA: Tausende Anhänger der Opposition haben sich fünf Tage vor den Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Diese feuerte Warnschüsse und Tränengas ab, um die Menge zu zerstreuen, die die Straße zum Flughafen blockierte. Die Oppositionellen rissen Wahlplakate ab, warfen Steine und Brandsätze. Sie beschuldigen die internationale Gemeinschaft, Präsident Joseph Kabila zum Sieg verhelfen zu wollen. Am Rande der Krawalle wurden die Scheiben eines Bundeswehrbusses zerschlagen. Die Bundeswehr hat zur Sicherung der Wahlen 780 Soldaten in den Kongo und nach Gabun entsandt. Sie gehören zu einer aus 2.000 Soldaten bestehenden EU-Truppe.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat in Washington mit dem sudanesischen Rebellenführer Minni Minnawi über die Lage in der Krisenregion Darfur gesprochen. Minnawi leitet die 'Sudanesische Befreiungsarmee', die als einzige größere Rebellengruppe vor zwei Monaten ein Friedensabkommen für den Westen Sudans unterzeichnet hat. Im Mittelpunkt des Treffens stand nach Angaben des Weißen Hauses die Frage, wie eine breitere Zustimmung zu dem Abkommen erreicht und eine Entsendung von UN-Friedenstruppen in Darfur beschleunigt werden kann. Die sudanesische Regierung ist dagegen, dass UN-Einheiten die Truppen der Afrikanischen Union unterstützen. In den dreijährigen Kämpfen in Darfur sind mehr als 200.000 Menschen getötet worden.

BERLIN: Die Bundesregierung hat Vorwürfe der Gewerkschaften zurückgewiesen, durch die geplante Gesundheitsreform seien bis zu 30.000 Arbeitsplätze gefährdet. Man wolle auf die Kompetenzen der Krankenkassen-Mitarbeiter nicht verzichten, sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt der 'Sächsischen Zeitung'. Mit Demonstrationen in Berlin und Hamburg will die Gewerkschaft Verdi an diesem Mittwoch ihren Widerstand gegen die Gesundheitsreform verstärken. Die Gewerkschaft befürchtet, dass bei den Kassen Arbeitsplätze verloren gehen, weil die Beiträge künftig durch einen Gesundheitsfonds eingezogen werden sollen.

BERLIN: Der in der Kritik stehende CDU-Politiker Reinhard Göhner hat seine Doppelfunktion als Bundestagsabgeordneter und Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes BDA verteidigt. In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" lehnte es Göhner erneut ab, einen seiner beiden Posten aufzugeben. Dafür gebe es keinen Grund, sagte Göhner. In der vergangenen Woche hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen seinen Verzicht auf den Geschäftsführer-Posten beim Bundesverband der Deutschen Industrie erklärt. Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und SPD-Politikerin Susanne Kastner verlangte, auch Göhner solle sich für eine Aufgabe entscheiden.

ROM: Im Skandal um Spielmanipulationen im italienischen Profi-Fußball kommen die vier betroffenen Spitzenvereine mit geringeren Strafen davon. Ein Sportberufungsgericht in Rom entschied, dass Lazio Rom und der AC Florenz weiterhin in der ersten Liga spielen dürfen. Der AC Mailand kann an der Qualifikation zur Champions League teilnehmen. Alle drei Vereine bekommen zudem weniger Strafpunkte. Auch für Juventus Turin werden die Minuspunkte verringert, der Verein muss jedoch in die Zweite Liga.

BAYREUTH: Mit der Eröffnungspremiere 'Der fliegende Holländer' haben die Richard-Wagner-Festspiele begonnen. Die Wiederaufnahme wurde im vollbesetzten Festspielhaus mit freundlichem Applaus aufgenommen. Nun richten sich die Erwartungen des Publikums auf diesen Mittwoch. Dann beginnt mit 'Rheingold' Richard Wagners vierteiliges Hauptwerk 'Der Ring des Nibelungen' in einer Neuinszenierung des Dramatikers Tankred Dorst.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin viel Sonne und zunehmend schwül. Vor allem im Südwesten Gewitterneigung. Höchstwerte bis zu 34 Grad.

Audio und Video zum Thema