1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ANKARA: Die türkische Luftwaffe hat erneut vermutete PKK-Stellungen im Nordirak angegriffen. Acht Ziele der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei seien bombardiert worden, teilte die Armee mit. Die Einsätze würden fortgesetzt. Nach Angaben irakisch-kurdischer Sicherheitskräfte wurde bei dem Beschuss niemand verletzt. Seit Beginn der türkischen Angriffe Mitte Dezember, an denen auch Bodentruppen beteiligt sind, wurden laut Armee mindestens 150 PKK-Kämpfer getötet. Nach Attacken in der Türkei nutzt die Kurden-Organisation den Nordirak als Rückzugsgebiet.

MOSKAU: Russland hat sich erneut kritisch zum geplanten US-Raketenabwehrsystem in Osteuropa geäußert. In einem Zeitungsinterview sagte Außenminister Sergej Lawrow, das System diene der Abschreckung Russlands. Damit zog er die Versicherungen Washingtons in Zweifel, die USA wollten sich mit den Abfangraketen nur gegen Angriffe von Staaten wie dem Iran wappnen. Zugleich warnte Lawrow die Vereinigten Staaten davor, einen Regimewechsel im Iran anzustreben. Russland werde solche Versuche nicht hinnehmen.

JAKARTA: Drei Jahre nach dem Tsunami haben Überlebende in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien der Opfer der Flutkatastrophe gedacht. In der indonesischen Provinz Aceh beteten hunderte Menschen vor Massengräbern und Moscheen. In der Nähe der Hauptstadt Jakarta fand zudem eine Tsunami-Warnübung statt, an der sich mehr als 9.000 Menschen beteiligten. Anwesend war auch Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono. In Thailand gab es die größten Gedenkfeiern an den Stränden von Phang Na, Phuket und Krabi. Am 26. Dezember 2004 hatte ein schweres Erdbeben die zerstörerische Flutwelle ausgelöst. Rund 230.000 Menschen kamen ums Leben, etwa die Hälfte davon allein in Indonesien.

ISLAMABAD: Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist zu politischen Gesprächen nach Pakistan gereist. In den Unterredungen mit seinem Amtskollegen Pervez Musharraf geht es vor allem um die Bekämpfung von Extremisten der Al Kaida und der Taliban entlang der gemeinsamen Grenze. Die pakistanischen Provinzen und Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsregion der Terroristen und führen deswegen immer wieder zu Konflikten im nachbarschaftlichen Verhältnis. Darüber hinaus wollen Karsai und Musharraf eine Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder erörtern.

SEOUL: In Südkorea hat die scheidende Regierung einer Untersuchung der Korruptionsvorwürfe gegen den künftigen Präsidenten Lee Myung Bak zugestimmt. Damit billigte das Kabinett den Beschluss des Parlaments, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. Lee, der die Wahl am 19. Dezember gewonnen hatte, wird die Beteiligung an einem Finanzskandal um eine Investmentfirma vorgeworfen. Südkoreas Justiz hatte Lee in dieser Sache zwar freigesprochen. Kurz vor der Wahl tauchte allerdings ein Video auf, auf dem Lee die Gründung der Firma zugibt, was er zuvor geleugnet hatte. Daraufhin hatte der noch amtierende Präsident Roh Moo Hyun um eine weitere Untersuchung gebeten. Mit seinem Amtsantritt am 25. Februar wird Lee Immunität genießen.

NÜRNBERG: Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise, hat sich für Mindestlöhne ausgesprochen. Wenn diese angemessen seien, würden Mindestlöhne auch nicht zu Job-Killern, sagte Weise der Nachrichtenagentur Associated Press und berief sich auf eine entsprechende Studie seiner Behörde. Entscheidend werde die Höhe sein. Weise nannte als Extremfall polnische Wäschereibetriebe, die ihre Dienste in Berlin für einen Stundenlohn von zwei Euro anbieten. Angesichts der deutlich höheren Lebenshaltungskosten in Deutschland könne man nicht Löhne in Indien, China oder Polen zum Maßstab machen.

JAKARTA: Bei mehreren Erdrutschen auf der indonesischen Hauptinsel Java sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannten Rettungskräfte. Schwere Regenfälle in den westlichen Provinzen von Java hatten den Boden völlig aufgeweicht. Tausende Häuser wurden überflutet. Wegen der noch anhaltenden Niederschläge kommt die Bergung der Opfer nur langsam voran. In Indonesien nimmt seit einigen Jahren die Zahl der Erdrutsche stetig zu. Umweltschützer machen dafür das wilde Abholzen der Wälder verantwortlich.

KATHMANDU: Einen Tag nach dem Einsturz einer überfüllten Hängebrücke im Westen Nepals hat sich die Zahl der Toten auf mindestens 16 erhöht. Mehr als 50 Menschen wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. In nepalesischen Medienberichten ist noch von rund 100 Vermissten die Rede. Unter der Last hunderter Fußgänger waren die Stahlseile der etwa 50 Meter hohen Brücke gerissen. Das Unglück ereignete sich am Fluss Bheri westlich der Hauptstadt Kathmandu.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten nach Südosten Durchzug eines Wolkenbandes mit Niederschlägen. Nach Süden hin zeitweise heiter. Maximal minus drei bis plus sieben Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: plus 3 Grad, Regen;

Berlin: minus 4 Grad, wolkig;

Dresden: minus 3 Grad, fast wolkenlos;

Köln/Bonn: minus ein Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: minus 3 Grad, trübe und

München: minus 5 Grad, stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema