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Nachrichten

Mittwoch, 26. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: US-Senator Edward Kennedy ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb der Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy am späten Dienstagabend. Edward "Ted" Kennedy wurde 77 Jahre alt. Der Senator von Massachusetts gilt als Urgestein der Demokratischen Partei, der auch der amtierende Präsident Barack Obama angehört. Bei dem Senator war im Mai vorigen Jahres ein Gehirntumor festgestellt worden.

BERLIN: Die Zukunft des Autobauers Opel bleibt auch nach einem Treffen von Bund und Ländern mit dem Mutterkonzern General Motors ungewiss. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, GM sei weiter an einer Investorenlösung interessiert. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, wonach der US-Konzern Opel gar nicht mehr verkaufen wolle. Eine Einigung könnte sich jedoch bis nach der Bundestagswahl am 27. September hinziehen. Um eine Übernahme von Opel konkurrieren der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und der belgische Finanzinvestor RHJI. Die Bundesregierung favorisierte bislang Magna, GM dagegen RHJI.

BERLIN: Der Bundestag unterbricht an diesem Mittwoch die parlamentarische Sommerpause zur Beratung der Begleitgesetze zum EU-Reformvertrag von Lissabon. Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil zu dem Vertragswerk vor zwei Monaten eine stärkere parlamentarische Kontrolle der Regierung in EU-Fragen gefordert. Die drei Begleitgesetze haben Union, SPD, FDP und Grüne gemeinsam erarbeitet. Sie sollen am 8. September endgültig verabschiedet werden.

BERLIN: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wird an diesem Mittwoch dem Haushaltsausschuss des Bundestags wegen der sogenannten Dienstwagenaffäre Rede und Antwort stehen. Thema ist auch ein umstrittenes Geburtstagsessen für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann im Kanzleramt. Vor den Haushaltspolitikern muss sich auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg äußern. Sein Ministerium hatte eine Gesetzesvorlage zur Banken-Sanierung von der britischen Anwaltskanzlei Linklaters schreiben lassen.

WIESBADEN: In Deutschland sind die Preise für importierte Waren so stark gesunken wie seit 22 Jahren nicht mehr. Die deutschen Unternehmen zahlten für Waren aus dem Ausland im Juli 12,6 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Verantwortlich für den Rückgang waren vor allem die gefallenen Preise für Öl und Gas. Auch andere Rohstoffe wie Kohle, Kupfer, Eisen oder Nickel waren deutlich günstiger als 2008.

LONDON: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hofft auf einen Kompromiss im Streit um den Bau israelischer Siedlungen im Westjordanland. Vor einem Treffen mit dem Nahost-Sondergesandten der USA, George Mitchell, in London sagte Netanjahu, seine Regierung habe bereits entgegenkommende Schritte eingeleitet, "sowohl in Worten als auch in Taten". Er hoffe auf den kurzfristigen Beginn normaler Gespräche mit den Palästinensern. Mitchell versucht Netanjahu zu drängen, den Siedlungsbau im Westjordanland und in Ost-Jerusalem einzustellen. – Im Anschluss an das Treffen mit dem US-Sondergesandten wird der israelische Regierungschef zu einem Besuch in Berlin erwartet.

KABUL: Einen Tag nach der Anschlagsserie in der Stadt Kandahar im Süden Afghanistans ist bei einer Bombenattacke der aufständischen Taliban im Norden am Bundeswehr-Standort Kundus der Chef der Provinz-Justizbehörde getötet worden. Nach Polizeiangaben explodierte der Sprengsatz in seinem Auto. Der Behördenchef sei auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Bluttat. Die Verantwortung für die Anschlagsserie von Dienstag in Kandahar lehnten sie indessen ab. Dort waren bei insgesamt fünf Bombenexplosionen mindestens 40 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden.

PARIS: In Frankreich sollen Bonuszahlungen von Banken an ihre Mitarbeiter stärker kontrolliert werden. Präsident Nicolas Sarkozy sagte nach einem Treffen mit Vertretern führender Geldhäuser des Landes, die Manager seien bereit, das System der Prämien zu begrenzen. Um riskante Geschäfte zu vermeiden, sollten Sonderzahlungen sich künftig an langfristigen Gewinnen orientieren. Der Präsident erklärte, seine Regierung werde nur noch mit Banken zusammenarbeiten, die sich an die Vereinbarung hielten. Zugleich kündigte er an, er wolle die neuen Regeln auch international abstimmen, um Wettbewerbsnachteile französischer Banken zu vermeiden. Einen entsprechenden Vorstoß werde er beim Gipfeltreffen der G20-Staaten in den USA Ende September unternehmen.

CANBERRA: Die australische Regierung hat den Weg für ein gigantisches Gasexportgeschäft freigemacht. Demnach soll Erdgas im Wert von insgesamt 41 Milliarden Dollar an China geliefert werden. Auch nach Indien soll Gas im Wert von 21 Milliarden Dollar verkauft werden. Umweltminister Peter Garrett erklärte, der Energie-Konzern Chevron habe zugesagt, die Umweltauflagen für die Erschließung des Gorgon-Gasfelds vor der Nordwestküste Australiens zu erfüllen. An dem Projekt sind neben Chevron auch ExxonMobil und Royal Dutch Shell beteiligt. Australien erhofft sich aus der Erschließung der Vorräte Tausende Arbeitsplätze und neue Impulse für die Wirtschaft des Kontinents.

CARACAS: Im seit Wochen schwelenden Streit über die geplante Ausweitung der US-Militärpräsenz in Kolumbien will Venezuela jetzt die diplomatischen Beziehungen zu dem Nachbarland abbrechen. Präsident Hugo Chávez sagte, er sehe keine Möglichkeit, das Verhältnis zur kolumbianischen Regierung zu kitten. Chávez sieht in der Vereinbarung zwischen den USA und Kolumbien eine Bedrohung für Venezuela. Die Regierungen in Bogotá und Washington argumentieren hingegen, das geplante Abkommen über eine erhöhte Präsenz der US-Streitkräfte sei für eine effektive Bekämpfung von Drogenschmuggel und Terrorismus notwendig.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten gelegentlich kräftige Schauer und Gewitter. Sonst wieder mehr Sonne und meist trocken. Tagestemperaturen 20 bis 28 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 16 Grad, wolkig;

Berlin: 19 Grad, stark bewölkt;

Dresden: 19 Grad, leichter Regen;

Köln/Bonn: 16 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 20 Grad, wolkig und

München: 18 Grad, nach Regen.

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