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Nachrichten

Mittwoch, 26. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch.

KIEW: In der ukrainischen Hauptstadt und anderen Städten der ehemaligen Sowjetunion haben die Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl begonnen. Hunderte nahmen mit Blumen und Kerzen in der Nacht an einem Gedenkgottesdienst in Kiew teil. Am 26. April 1986 war der vierte Reaktorblock im Atomkraftwerk Tschernobyl explodiert. Präsident Viktor Juschtschenko wird bei einer Trauerstunde auf dem Kraftwerksgelände an die zahlreichen Opfer erinnern. An den Folgen der radioaktiven Strahlung starben nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 10.000 und 100.000 Menschen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit mehreren Ministern zu deutsch-russischen Regierungskonsultationen nach Sibirien aufgebrochen. Wichtigste Themen bei dem ersten Treffen dieser Art seit Amtsantritt der großen Koalition sind der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der Atomkonflikt mit dem Iran. Bei den Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin in Tomsk will Merkel auch die russischen Energielieferungen nach Europa ansprechen. Nach Drohungen des Energiemonopolisten Gasprom hatte es hier in jüngster Zeit Irritationen zwischen Berlin und Moskau gegeben. Der Westen fürchtet um seine Versorgungssicherheit. Die Kanzlerin wird auch von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat die Europäische Union zur Absicherung der ersten Präsidenten- und Parlamentswahl in der Demokratischen Republik Kongo ermächtigt. Er nahm in New York einstimmig eine entsprechende Resolution an und schuf damit die völkerrechtliche Grundlage für die Mission. Deutschland wird voraussichtlich ein Drittel der EU-Truppe stellen, die 1.500 Soldaten umfasst. Über den Einsatz will das Bundeskabinett am 3. Mai entscheiden. Ein oder zwei Wochen danach soll der Bundestag abstimmen. Die EU-Truppe soll während der Wahl die 17.000 UN-Soldaten unterstützen. Der Einsatz gilt als der größte und teuerste in der UN-Geschichte.

BAGDAD: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist zu einem unangekündigten Besuch im Irak eingetroffen. Der Minister sprach zunächst mit dem Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, General George Casey. Rumsfeld will später mit dem designierten Ministerpräsidenten Dschawad el Maliki zusammenkommen. US-Präsident George W. Bush wolle damit ein Zeichen der Unterstützung für die zu bildende neue Regierung setzen, sagte ein Sprecher des Ministers.

BAGDAD: Zwei Tage nach Veröffentlichung einer Tonbandbotschaft des Terroristenführers Osama bin Laden hat sich auch der Anführer der El-Kaida-Terroristen im Irak, Abu Mussab al Sarkawi, im Internet zu Wort gemeldet. In einer Videobotschaft kündigte er die Fortsetzung seines Kampfes gegen den Westen und neue Anschläge im Irak an. Es war das erste Mal, dass Al Sarkawi dafür ein Video nutzte. Es zeigt ihn mit umgelegtem Sprengstoffgürtel. Experten stuften die Aufnahme als authentisch ein.

KAIRO: In Ägypten läuft die Fahndung nach den Tätern der Terroranschläge im Badeort Dahab auf der Sinai-Halbinsel auf Hochtouren. Die Polizei nahm laut eigenen Angaben zehn Verdächtige fest. Eine heiße Spur soll es aber noch nicht geben. Der Weltsicherheitsrat in New York rief die internationale Gemeinschaft zur Zusammenarbeit auf, damit die Drahtzieher zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Bei den drei Bombenanschlägen am Montagabend wurden nach korrigierten Angaben des Innenministeriums 18 Menschen getötet, darunter ein zehnjähriger Junge aus Deutschland. 80 Personen wurden verletzt. Das Auswärtige Amt in Berlin rief Reisende in Ägypten zu erhöhter Vorsicht auf.

COLOMBO: Nach dem jüngsten Anschlag der Rebellen in Sri Lanka hat das Militär die Luftangriffe fortgesetzt. Dabei wurden zwölf Menschen getötet, wie eine den Rebellen nahe stehende Web-Site berichtete. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden Stützpunkte der Rebellenorganisation 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' im Nordosten des Landes beschossen. Zuvor hatten die Aufständischen Marineschiffe angegriffen. Die Luftangriffe sind eine Reaktion auf den Anschlag auf das Armee-Hauptquartier am Dienstag.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen warnen vor einem weltweiten Lehrermangel. Um das gesteckte Ziel einer Grundschulbildung für alle Kinder bis 2015 zu erreichen, müssten nach Erkenntnissen der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur UNESCO rund 18 Millionen Lehrer eingestellt werden. Die meisten Pädagogen fehlen danach in Ländern südlich der Sahara. In dem in New York vorgestellten Bericht heißt es weiter, vor allem in Staaten mit einer hohen Sterblichkeitsrate wegen Aids sei das Ziel jedoch kaum zu erreichen.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht verhandelt von heute an darüber, ob das hoch verschuldete Land Berlin Anspruch auf eine Sanierungshilfe durch den Bund in Milliardenhöhe hat. Die mit 60 Milliarden Euro verschuldete Hauptstadt begründet die Forderung mit dem so genannten Bundesstaatsprinzip, wonach Bund und Länder sich in finanzieller Not wechselseitig unterstützen müssen. Eine im Grundgesetz festgelegte Voraussetzung ist, dass das entsprechende Land bereits erfolglos erhebliche Anstrengungen zur Sanierung seines Haushalts gemacht hat. Das Urteil wird im Herbst erwartet. Das Saarland und Bremen waren vor Jahren mit ähnlichen Klagen erfolgreich.

BERLIN: Die Bundesregierung will während der Fußball- Weltmeisterschaft den Luftraum über den zwölf WM-Austragungsorten zeitweise sperren. Der Flugverkehr werde in einem Radius von 5,4 Kilometern um die WM-Stadien verboten, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Die Sperrung beginne jeweils drei Stunden vor dem Spiel und ende drei Stunden nach der Begegnung. Für Polizei und Rettungskräfte gebe es Ausnahmen. Die WM beginnt am 9. Juni.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt und vor allem nachmittags teils kräftige Schauer und Gewitter. Höchsttemperaturen 15 bis 23 Grad.

  • Datum 26.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8JTv
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