1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 25. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will seine Tochter in Europa künftig straffer organisieren. GM-Europa-Chef Nick Reilly kündigte bei einem Treffen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch eine Vereinfachung der Managementstrukturen in der künftigen Zentrale Rüsselsheim an. Reilly bekräftigte die Bedeutung von Rüsselsheim. Genaue Angaben zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau dort machte Reilly nicht. Nach den Standortzusagen für Bochum und Kaiserslautern vom Dienstag wiederholte er nur, GM wolle an allen Standorten in Europa bis zu 9.500 Jobs streichen. Koch betonte nochmals, in der Frage von Staatshilfen werde es keine Sonderbehandlung für Opel geben. - Im Tagesverlauf will Reilly noch die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht über die Pläne für das Opel-Werk in Eisenach informieren. Dort produzieren rund 1.800 Beschäftigte den Opel Corsa. Insgesamt hat Opel 25.000 Beschäftigte in Europa.

DÜSSELDORF/ BERLIN: Die krisengeschüttelte nordrhein-westfälische Landesbank WestLB ist in letzter Minute vor einer Insolvenz bewahrt worden. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums einigten sich die Eigentümer und der staatliche Bankenfonds SoFFin auf ein neues Rettungspaket von bis zu vier Milliarden Euro. Der Sparkassen- und Giroverband und die Landesbanken müssen zudem weitere Garantien in Milliardenhöhe für die drittgrößte deutsche Landesbank aufbringen. Um die Überlebensfähigkeit des Kerngeschäfts der WestLB langfristig zu sichern, sollen wertlos gewordene Papiere auf eine sogenannte Bad Bank übertragen werden.

BAGDAD: Bei einem doppelten Bombenanschlag in der irakischen Pilgerstadt Kerbela sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Polizei und Ärzten explodierten binnen weniger Minuten zwei Bomben im Zentrum der Stadt. Die Sprengsätze gingen in der Nähe eines Restaurants hoch, das viele Soldaten zu seinen Stammgästen zählt.

WASHINGTON: Die USA haben ihre Verbündeten nochmals aufgefordert, mehr Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Im Zuge der geplanten Aufstockung der US-Truppen erwarte Präsident Barack Obama ein stärkeres Engagement der NATO-Partner, erklärte ein Pentagon-Sprecher in Washington. Obama selbst will in den kommenden Tagen bekanntgeben, wie viele zusätzliche US-Soldaten er nach Afghanistan schicken wird. Laut Medienberichten dürften es etwa 34.000 sein. Derzeit befinden sich bereits 68.000 US-Soldaten in Afghanistan. - Deutschland hat dort gegenwärtig etwa 4.500 Soldaten stationiert.

COTONOU: Piraten haben vor Westafrika einen Öltanker überfallen, einen ukrainischen Seemann getötet und vier Besatzungsmitglieder verletzt. Die 230 Meter lange "Cancale Star" gehört einer Hamburger Reederei. Nach Angaben des lettischen Tanker-Kapitäns hatten sich etwa sechs Piraten vor der Küste des Staates Benin dem Schiff in einem Schnellboot genähert und waren an Bord gekommen. Sie hätten ihn gezwungen, das Bargeld aus dem Safe herauszugeben. Dann seien die Angreifer geflohen. Deutsche seien nicht an Bord gewesen.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen wollen mit einem "Netzwerk von Männern in wichtigen Positionen" gegen die Gewalt gegen Frauen mobil machen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon stellte in New York das Netzwerk vor, dem bereits 14 Persönlichkeiten angehören, unter ihnen der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero und der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu. Diese hätten sich im Kampf gegen die Gewalt gegen Frauen verdient gemacht, sagte Ban. Weltweit würden 70 Prozent der Frauen in ihrem Leben mindestens einmal Opfer männlicher Gewalt. Das Netzwerk wurde anlässlich des Internationalen Tags zur Ausmerzung von Gewalt gegen Frauen an diesem Mittwoch gegründet.

PHNOM PENH: Im Prozess gegen den ehemaligen Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha hat die Anklage 40 Jahre Haft gegen den Angeklagten gefordert. Vor dem Sondertribunal in Phnom Penh sagte Staatsanwalt Bill Smith in seinem Schlussplädoyer, Kaing Guek Eav alias Duch sei ein "loyaler und engagierter Agent" des Terror-Regimes gewesen. Das von den Vereinten Nationen unterstützte Tribunal wirft dem 67-Jährigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter und Mord vor.

SEOUL: Nach nur fünfeinhalb Jahren schließt das Goethe-Institut einen deutschen Lesesaal im kommunistischen Nordkorea. Zur Begründung sagte der Leiter des Goethe-Instituts in Seoul, Raimund Wördemann, in der Hauptstadt Pjöngjang werde der vertraglich vereinbarte freie Zugang zum Lesesaal nicht gewährt. Außerdem finde Zensur statt. Der Lesesaal war die erste ausländische Kultureinrichtung dieser Art in dem weitgehend isolierten Land.

BERLIN: Bundesumweltminister Norbert Röttgen rechnet nicht mit einer langfristigen Nutzung der Atomenergie in Deutschland. Er vermisst eine Akzeptanz durch die Bevölkerung. Die sei seit Jahrzehnten nicht mehr vorhanden und daran werde sich auch nichts mehr ändern, sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. - Nach Einschätzung von Röttgen führt zudem eine Laufzeitverlängerung der Atomreaktoren nicht zu niedrigen Energiekosten. Solch ein Versprechen sei unredlich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bewölkt mit Aufklarungen. Vor allem im Norden sehr windig mit einigen Schauern; sonst nur örtlich Regen. Höchsttemperaturen zwischen sieben und zwölf Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema