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Nachrichten

Mittwoch, 25. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STRAßBURG: Nach dem Sturz der Prager Regierung hat der Präsident des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering, den tschechischen Senat zur Fortsetzung der Ratifizierung des EU-Reformvertrags aufgerufen. Die Europäische Union habe seit zehn Jahren an diesen Reformen gearbeitet, sagte der CDU-Politiker vor dem Plenum in Straßburg. Er hoffe, dass der Vertrag von Lissabon Anfang 2010 in Kraft treten könne, fügte Pöttering hinzu. Der tschechische Ministerpräsident Mirek Topolanek sieht den EU-Ratsvorsitz seines Landes durch das Misstrauensvotum gegen ihn nicht gefährdet. Dies werde den Vorsitz bis Ende Juni nicht bedrohen, sagte Topolanek vor dem Europaparlament. Das tschechische Parlament hatte Topolaneks Mitte-Rechts-Regierung am Dienstag mit einer knappen Mehrheit das Misstrauen ausgesprochen.

TEL AVIV: Nach der Zusage der israelischen Arbeitspartei, eine Koalition mit dem konservativen Likud-Block einzugehen, will der designierte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kommende Woche seine neue Regierung vorstellen. Dies berichteten israelische Medien. Bisherige Koalitionspartner sind neben der Arbeitspartei von Verteidigungsminister Ehud Barak die ultrarechte Partei 'Israel Beitenu' (Unser Haus Israel) und die strengreligiöse Schas-Partei. Damit hat der Likud-Vorsitzende Netanjahu jetzt formell eine Regierungsmehrheit von 66 der 120 Sitze in der Knesset. In der neuen Regierung soll Barak sein Amt als Verteidigungsminister behalten. Neuer Außenminister wird mit großer Wahrscheinlichkeit der in Israel und im Ausland umstrittene Avigdor Lieberman von 'Israel Beitenu'.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag in der ostafghanischen Provinz Chost sind mindestens sieben Menschen getötet worden. Neun weitere Zivilisten seien verletzt worden, teilte die Polizei in Chost mit. Die Opfer seien in einem Bus auf dem Weg nach Chost-Stadt in eine Sprengfalle geraten. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. In der Region war es zuletzt mehrfach zu Zusammenstößen zwischen ISAF-Soldaten und Aufständischen gekommen.

TOKIO: Die japanischen Exporte haben sich im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat im Zuge der weltweiten Rezession nahezu halbiert. Nach Angaben des Finanzministeriums in Tokio ist das der schlimmste monatliche Einbruch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt seit Beginn der Auswertungen im Jahr 1980. Vor allem die Ausfuhren von Autos, Fahrzeugteilen und Halbleitern gingen wegen der Weltwirtschaftskrise drastisch zurück. Auch die Einfuhren sanken im Februar um 43 Prozent. Der Internationale Währungsfonds, IWF, hat für 2009 ein Schrumpfen der japanischen Wirtschaft um 5,8 Prozent prognostiziert.

MÜNCHEN: Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März weiter eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Vergleich zum Februar um einen halben Punkt auf 82,1 Zähler, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte. Demnach berichteten die befragten 7.000 Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung ihrer aktuellen Lage. Dagegen sehen sie die Aussichten für das kommende halbe Jahr wieder etwas günstiger. Die konjunkturelle Talsohle sei aber noch nicht erreicht, erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

BERLIN: Die Bundesregierung will den Zugang zu Kinderporno-Seiten im Internet erschweren. Dazu wird das Kabinett an diesem Mittwoch eine Änderung des Telemedien-Gesetzes beschließen. Auf diesen Kompromiss hatten sich Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) geeinigt. Von der Leyen will Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt generell sperren lassen, was Zypries aus verfassungsrechtlichen Gründen jedoch ablehnt. Die Familienministerin strebt zugleich freiwillige Verträge zwischen Internet-Anbietern und dem Bundeskriminalamt an, um eine Sperrung der Seiten zu erreichen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten anfangs noch Aufheiterungen, sonst überwiegend stark bewölkt und zeitweise Schneeregen oder Schnee. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen einem Grad im Südosten und acht Grad am Niederrhein.

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