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Nachrichten

Mittwoch, 25. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Nach dem Raketenbeschuss durch militante Palästinenser hat Israel die Grenzen zum Gazastreifen für Warenlieferungen geschlossen. Mitglieder der extremistischen Organisation Islamischer Dschihad hatten am Dienstag erstmals seit Beginn einer Waffenruhe Ende vergangener Woche Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Das Nahost-Quartett appellierte an beide Seiten, die Waffenruhe unter allen Umständen einzuhalten. Zudem forderte es Israel auf, seinen Siedlungsbau einzustellen. Beides seien notwendige Voraussetzungen für Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern, hieß es nach einem Treffen der Gruppe in Berlin, zu der die USA, die EU, die Vereinten Nationen und Russland gehören.

JERUSALEM: In Israel wird es vorerst nicht zu vorgezogenen Neuwahlen kommen. Abgeordnete der Arbeitspartei entzogen einem Antrag zur Auflösung des Parlaments ihre Unterstützung. In Parlamentskreisen hieß es dazu, die Kadima-Partei von Ministerpräsident Ehud Olmert und die Arbeitspartei von Verteidigungsminister Ehud Barak hätten eine entsprechende Einigung erzielt. Demnach soll bei der Kadima bis 25. September ein neuer Parteichef bestimmt werden. Im Gegenzug unterstützt die Arbeitspartei die Bemühungen der Opposition zum Sturz der Regierung nicht weiter. Zuletzt hatte die Arbeitspartei gedroht, wegen der Korruptionsvorwürfe gegen Olmert für eine Auflösung des Parlaments zu stimmen.

NAIROBI: Die angespannte Lage in Simbabwe soll heute bei einem Dringlichkeitstreffen der Staats- und Regierungschefs des südlichen Afrika besprochen werden. Tansania, Angola und Swasiland hätten ihre Teilnahme an der von der Staatengemeinschaft im südlichen Afrika (SADC) kurzfristig anberaumten Konferenz bereits zugesagt, hieß es. Sie soll in Swasiland stattfinden. Ungeachtet internationaler Kritik an der Gewalt gegen Oppositionelle will Simbabwes Staatschef Robert Mugabe an der Stichwahl am Freitag festhalten. Sein Herausforderer Morgan Tsvangirai war zuletzt in die niederländische Botschaft geflüchtet, nachdem Soldaten in sein Haus eingedrungen waren. Er kündigte zudem einen Verzicht auf die Teilnahme an der Stichwahl an.

BERLIN: Das Auswärtige Amt bemüht sich nach eigenen Angaben darum, Genaueres über die Entführung von Seglern vor der somalischen Küste zu erfahren. Eine Sprecherin sagte, bislang gebe es keine Bestätigung dafür, dass Deutsche entführt worden seien. Die Piraten hatten selbst am Dienstag verkündet, sie hätten das Segelboot eines deutschen Paares gekapert und das Paar ins Bergland der halbautonomen Provinz Puntland verschleppt. Gegen Zahlung eines Lösegeldes würden sie freikommen. Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendy, verlangte, dass künftig deutsche Marineschiffe -wie etwa die derzeit vor Somalia kreuzende 'Emden'- gegen Piraten vorgehen dürften. Das Grundgesetz erlaube bisher nur der Bundespolizei, in solchen Fällen aktiv zu werden.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gibt an diesem Mittwoch im Bundestag eine Regierungserklärung zum Stand der Aufbauhilfe in Afghanistan. Dabei will er auch auf die Ergebnisse der Pariser Konferenz eingehen. Die internationale Gemeinschaft hatte Afghanistan dort vor knapp zwei Wochen Hilfe in Höhe von fast 14 Milliarden Euro zugesagt. Deutschland beteiligt sich bis 2010 mit 420 Millionen Euro. Auch militärisch will sich die Bundesregierung stärker in Afghanistan engagieren. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte am Dienstag angekündigt, die Zahl der Bundeswehrsoldaten werde um 1.000 auf 4.500 erhöht. Alle Soldaten würden jedoch entgegen dem Wunsch einiger Nato-Verbündeter weiter im Norden und nicht auch im Süden eingesetzt.

BERLIN: In einer Aktuellen Stunde befasst sich der Bundestag an diesem Mittwoch mit einer Studie über in Deutschland gelagerte US-Atomwaffen. Die US-Luftwaffe hatte in der internen Studie bemängelt, die Lager in Europa seien nicht mehr sicher. Die Sicherheitssysteme seien veraltet; Umzäunung der Gelände sowie Stabilität der Gebäude entsprächen nicht mehr den Standards des US-Verteidigungsministeriums. Betroffen davon wäre auch der Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz. Die Bundesregierung will sich -wie es hieß- aus Sicherheitsgründen bislang nicht zur Lagerung von US-Atomwaffen auf deutschem Boden äußern. Atomwaffengegner schätzen, dass in Büchel bis zu 20 Atombomben gelagert sind. Bis auf CDU/CSU haben alle Parteien eine Vernichtung der Waffen verlangt.

BASEL: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt heute gegen die Mannschaft der Türkei um den Einzug ins Finale der Europameisterschaft. Wie bereits beim Spiel gegen Österreich will auch Bundeskanzlerin Angela Merkel im Stadion in Basel dabei sein. Ihr türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan wird ebenfalls auf der Tribüne sitzen. Zahlreiche Politiker riefen die Fans zu einem friedlichen Fest im Sinne der deutsch-türkischen Freundschaft auf. Für Volksfest-Stimmung ist auch in Berlin gesorgt. Allein die Fanmeile am Brandenburger Tor bietet Platz für 500.000 Besucher. Auch in vielen anderen deutschen Städten können Fußball-Begeisterte die Partie auf Großleinwänden verfolgen.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush sieht ein zunehmend "engeres" Verhältnis zum einstigen Kriegsgegner Vietnam. Bei einem Treffen mit Regierungschef Nguyen Tan Dung in Washington sprach Bush von einem "Geist des Respekts" in den Beziehungen und würdigte Schritte in Richtung religiöser Freiheit in Vietnam. Dung sagte, beide Länder seien auf dem Weg zu einer konstruktiven Partnerschaft. Vereinbart wurde nach den Worten Dungs auch ein Dialog auf den Gebieten Wirtschaft und Verteidigung.

ROM: Italien verzeichnet wegen des guten Wetters im Mittelmeer eine neue Flüchtlingswelle. Auf der Mittelmeerinsel Lampedusa landeten wieder mehr als 350 illegale Einwanderer. Die Küstenwache rettete 244 Menschen von einem Boot vor der Küste Lampedusas. Ein weiteres Boot mit 53 Menschen wurde in der Nähe der Insel rund 200 Kilometer südlich von Sizilien abgefangen. Bereits in den vergangenen Tagen waren mehr als 200 Wirtschaftsflüchtlinge auf Lampedusa angekommen, die ebenfalls in das Auffanglager der Insel verbracht wurden.

PEKING: Drei Monate nach den blutigen Unruhen in Tibet hat China die Himalaya-Region wieder für ausländische Touristen zugänglich gemacht. Die Pekinger Behörden hatten die Abriegelung nach den Ausschreitungen Mitte März mit Sicherheitsbedenken begründet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gewittrig. Im Süden zunächst noch sonnig. Tageswerte zwischen 19 und 25 Grad, im Süden schwül bei bis zu 31 Grad.

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