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Nachrichten

Mittwoch, 25. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

KABUL: In Afghanistan ist vermutlich ein deutscher Journalist entführt worden. Wie die Regierung der Provinz Kunar im Osten des Landes mitteilte, wurde der Reporter gemeinsam mit zwei afghanischen Begleitern verschleppt. Nach deutschen Medienberichten handelt es sich bei dem Entführten um einen Mitarbeiter des Hamburger Magazins "stern". Kunar gilt als eine der gefährlichsten Provinzen des Landes. Im Fall des ebenfalls in Afghanistan verschleppten deutschen Bauingenieurs gibt es unterdessen keine Fortschritte. Er befindet sich weiterhin in der Gewalt der Entführer. Dem Vernehmen nach geht es ihm aber den Umständen entsprechend gut. Der Mann war vor einer Woche zusammen mit einem Kollegen entführt worden, der in der Geiselhaft verstarb. Im Laufe des Tages soll sein Leichnam in Deutschland eintreffen. Die Obduktion zur endgültigen Klärung der Todesursache ist für diesen Donnerstag geplant.

JERUSALEM: Im Namen der Arabischen Liga halten sich die Außenminister Ägyptens und Jordaniens in Israel auf, um dort für den Friedensplan der Liga zu werben. Geplant sind Gespräche mit führenden Politikern des Landes, darunter auch Regierungschef Ehud Olmert. Der Plan sieht eine Anerkennung Israels durch die arabischen Staaten vor. Im Gegenzug sollen sich die Israelis unter anderem aus den 1967 besetzten Gebieten zurückziehen und einen eigenen Palästinenserstaat akzeptieren. Israel befürwortet nur einzelne Punkte des Plans. Jordaniens König Abdullah hatte bei seinem USA-Besuch am Dienstag Präsident George W. Bush aufgerufen, sich stärker für einen Frieden im Nahen Osten zu engagieren.

ISLAMABAD: In Pakistan ist erneut ein Anschlag verübt worden. Mindestens acht Menschen wurden getötet, als Unbekannte Raketen auf die Stadt Bannu im Nordwesten des Landes abschossen. Mehr als 40 Menschen wurden verletzt. Der Ministerpräsident der Provinz Nord-Wasiristan machte radikale Islamisten für die Angriffe verantwortlich. Seit der Erstürmung der von Extremisten besetzten Roten Moschee in Islamabad vor Mitte des Monats sind mehr als 200 Menschen bei Anschlägen getötet worden. Am Dienstag hatte sich der mutmaßliche Anstifter der Anschlagsserie, Abdullah Mehsud, im Südwesten Pakistans selbst in die Luft gesprengt, um seiner Festnahme zu entgehen.

BERLIN: Der Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, hat die geplante Teilprivatisierung des Konzerns verteidigt. Die Kunden bekämen dadurch eine moderne und leistungsfähigere Bahn, sagte Mehdorn der "Bild"-Zeitung. Das entlaste auch den Staat, weil er weniger für die Bahn ausgeben müsse. Das Bundeskabinett hatte am Dienstag einen Gesetzentwurf von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee gebilligt, wonach der Bund bis 2009 knapp die Hälfte seiner Bahn-Anteile an private Investoren verkaufen will. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen. Mehrere Ländervertreter äußerten zum Teil massive Kritik an den Plänen. Befürchtet wird unter anderem, dass sich die Bahn zulasten einer flächendeckenden Versorgung auf lukrative Strecken konzentriert.

TRIPOLIS: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy wird an diesem Mittwoch in der libyschen Hauptstadt erwartet, einen Tag nach der Freilassung der fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines Arztes, für die maßgeblich Sarkozys Frau Cécilia verantwortlich war. Der Präsident will nach Angaben seines Sprechers mit Präsident Muammar al Ghadafi über eine konkrete Zusammenarbeit in mehreren Bereichen sprechen. Libyen sei in der Mittelmeer-Region ein strategisch wichtiger Partner. Derweil erwägt Bulgarien, Libyen seine Schulden in Höhe von rund 39 Millionen Euro zu erlassen. Regierungschef Sergej Stanischew sagte, es handele sich dabei nicht um ein Lösegeld oder ein Schuldeingeständnis, sondern einzig und alleine um eine humanitäre Geste.

TEHERAN: Der Iran hat den USA vorgeschlagen, auf Ebene der Vize-Außenminister über die Sicherheitslage im Irak zu sprechen. Er könne sich ein solches Treffen vorstellen, wurde Außenminister Manutschehr Mottaki zitiert. Am Dienstag war eine zweite direkte Gesprächsrunde auf Botschafter-Ebene mit der Gründung eines gemeinsamen iranisch-irakisch-amerikanischen Gremiums beendet worden. Es soll Vorschläge für eine bessere Sicherheitslage im Irak erarbeiten. US-Botschafter Ryan Crocker warf dem Iran ungeachtet dessen vor, die Unterstützung schiitischer Milizen im Irak noch verstärkt zu haben.

MOSKAU: Das erste Atomkraftwerk im Iran, Buschehr, wird wahrscheinlich erst im Herbst 2008 fertig gestellt sein. Das teilte ein Sprecher des mit dem Bau beauftragten russischen Unternehmens Energopress mit. Einen Grund für die Verzögerung nannte er nicht. Ursprünglich sollte Buschehr Ende dieses Jahres eröffnet werden. Im Februar hatte Russland dem Iran vorgeworfen, für den Bau zugesagte Gelder in Millionen-Dollar-Höhe noch nicht gezahlt zu haben. Der Iran hatte mehrfach versichert, die Atomkraft nur für die Stromerzeugung nutzen zu wollen.

JERUSALEM: In Israel hat ein eintägiger Generalstreik begonnen. In den Häfen soll nicht gearbeitet werden; Bahnen sollen nicht fahren. Öffentliche Ämter bleiben geschlossen. Die Gewerkschaft Histadrut droht damit, am morgigen Donnerstag auch den internationalen Ben-Gurion-Flughafen zu bestreiken. Grund ist eine Tarifauseinandersetzung über höhere Löhne für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft verlangt zehn Prozent mehr Lohn; die Regierung bietet ein Prozent mehr an.

ROM/LONDON: In Italien dauert die Hitzewelle weiter an, aus den Flutgebieten im Westen und Süden Englands wird dagegen eine leichte Entspannung der Lage gemeldet. Allerdings verzeichnet die Themse einen Anstieg des Pegels. Deren angeschwollene Nebenflüsse führten dazu, dass in der Nacht Teile der Universitätsstadt Oxford unter Wasser standen. Für die Bewohner der überfluteten Gebiete im Süden und Westen Englands ist nach wie vor die Versorgung mit Trinkwasser schwierig. In Italien herrschen dagegen weiter Temperaturen von an die 40 Grad. Die Feuerwehren haben mit zahlreichen Bränden zu kämpfen. Tausende Touristen vor allem an der Adria-Küste wurden vor den Bränden in Sicherheit gebracht.

MAGDEBURG: Der Schauspieler Ulrich Mühe ist tot. Wie seine Familie bestätigte, starb er bereits am Sonntag im Alter von 54 Jahren in Walbeck in Sachsen-Anhalt. Mühe litt an Krebs. Er spielte zahlreiche Rollen in Theater, Film und Fernsehen, darunter die Hauptrolle als Stasi-Offizier in dem Oscar-prämierten deutschen Spielfilm "Das Leben der Anderen".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten noch einzelne Schauer, sonst meist trocken und zunehmend sonnig. Höchstwerte 20 bis 26 Grad.

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