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Nachrichten

Mittwoch, 25. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

JERUSALEM: Die Palästinenser haben mit der Wahl eines neuen Parlamentes begonnen. Im Westjordanland und im Gazastreifen können die 1,4 Millionen Wahlberechtigten erstmals seit zehn Jahren ihre Vertreter in dem 132 Sitze umfassenden Abgeordnetenhaus bestimmen. Umfragen sehen die radikalislamische Bewegung Hamas fast gleichauf mit der regierenden Fatah; beide haben schon Bereitschaft zu einer Koalition signalisiert. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas sagte, die Wahl sei ein Schritt hin zu Freiheit und einem eigenen Staat. Die Abstimmung wird von mehreren tausend Soldaten gesichert und von rund 900 ausländischen Wahlbeobachtern überwacht.

BERLIN: Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben noch keine Erkenntnisse darüber, wer die beiden deutschen Ingenieure im Irak entführt hat. Kurz nach ihrer Entführung am Dienstag war ein Krisenstab eingerichtet worden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, man bemühe sich auch mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes darum, alle Informationen zu bekommen. Die beiden Mitarbeiter eines Anlagenbauers in Leipzig waren erst seit wenigen Tagen im Irak und sollten an diesem Mittwoch zurückreisen. Sie waren von Unbekannten nahe der Stadt Bedschi auf dem Weg zur Arbeit gekidnappt worden.

WASHINGTON: Die USA haben den Zwischenbericht vom Sonderermittler des Europarats, Dick Marty, zu mutmaßlich illegalen CIA-Aktivitäten in Europa zurückgewiesen. Außenamtssprecher Sean McCormack sagte in Washington, die USA brächten keine Gefangenen in Länder, in denen ihnen Folter drohe. Der Bericht enthalte keine Neuigkeiten. Zuvor hatte Marty vor dem Europarat in Straßburg den Vorwurf untermauert, dass die USA Gefangene ins Ausland bringen, um sie dort foltern zu lassen. Beweise für geheime Gefängnisse der USA im Ausland fand der Sonderermittler nach eigenen Angaben bislang nicht. Marty beklagte, dass seine Ermittlungen nicht von allen europäischen Regierungen unterstützt worden seien.

COLOMBO: Die Regierung Sri Lankas und die tamilischen Rebellen haben sich nach Angaben des norwegischen Vermittlers Erik Solheim auf neue Friedensgespräche in der Schweiz geeinigt. Dort solle erörtert werden, wie der brüchige Waffenstillstand aus dem Jahre 2002 gefestigt werden könne, sagte Solheim nach Gesprächen mit Vertretern der Rebellen. Zuvor war der norwegische Vermittler bereits mit dem Präsidenten Sri Lankas, Mahinda Rajapakse, zusammengekommen. Die Fortsetzung der Friedensgespräche wäre fast am Streit über den Verhandlungsort gescheitert. In diesem Fall hätte ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs gedroht.

SEOUL: Der südkoreanische Präsident Roh Moo-Hyun ist auf Distanz zur amerikanischen Politik gegenüber dem kommunistischen Nordkorea und dessen Atomprogramm gegangen. Er stimme nicht mit Meinungen in den USA überein, die auf Zwang gegen Nordkorea und dessen Zusammenbruch hinausliefen, sagte Roh vor der Presse in Seoul. Parallel zu den Verhandlungen über den Atomkonflikt müsse auch mit Gesprächen über einen endgültigen Friedensvertrag für die Halbinsel begonnen werden, regte der Präsident an.

ULAN BATOR: In der Mongolei ist der Vorsitzende der postkommunistischen Revolutionären Volkspartei, Mieagombo Enkhbold, zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Mit der Wahl durch das Parlament konnte die Regierungskrise beendet werden. Die Volkspartei hatte vor zwei Wochen ihren Austritt aus der bisherigen Koalition erklärt und damit die bisherige Regierung zu Fall gebracht. Die zwischen China und Russland gelegene Mongolei befindet sich in einer langanhaltenden Wirtschaftskrise.

DAVOS/CARACAS: Die aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien sowie internationale Energiefragen gelten als Hauptthemen des Weltwirtschaftsforums, das an diesem Mittwoch im Schweizerischen Davos beginnt. Die politische Diskussion dürfte vom Atomkonflikt mit dem Iran dominiert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zum Auftakt über die deutsche Wirtschaftspolitik referieren. - In Caracas in Venezuela begann der lateinamerikanische Teil des Weltsozialforums, einer Gegenveranstaltung zum Treffen in Davos. Die Protestkundgebungen richteten sich vor allem gegen die Folgen des Neoliberalismus und die Kriegs- und Handelsstrategie der USA.

LOS ANGELES: Der amerikanische Unterhaltungskonzern Disney übernimmt das Zeichentrickfilm-Studio Pixar für umgerechnet sechs Milliarden Euro. Wie beide Unternehmen in Los Angeles bekanntgaben, wird der Kauf im Zuge eines Aktientauschs abgewickelt. Die Pixar-Aktionäre und die Aufsichtsbehörden müssen dem Handel noch zustimmen. Während Pixar mit Filmen wie 'Findet Nemo' und 'Die Unglaublichen' weltweite Kassenschlager produzierte, hatte Disney in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten, sich zu behaupten.

BADEN-BADEN: Der Sänger der irischen Rockband U2, Bono, ist mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis für sein humanitäres Engagement insbesondere in Afrika. In seiner Laudatio sagte der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer in Baden-Baden, Bono habe mit starker Überzeugungskraft die mächtigsten Lenker von Industriestaaten zum Handeln gebracht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Norden her zunehmend bewölkt. Gebietsweise Schnee, im Osten trocken. Tageswerte zwischen minus fünf und plus zwei Grad.

  • Datum 25.01.2006
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