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Nachrichten

Mittwoch, 25. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Fast zwei Jahre nach Beginn der weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten hat das Bundeskabinett eine Bankenabgabe gesetzlich auf den Weg gebracht. Die Banken sollen demnach künftig einen Teil ihrer Gewinne in einen milliardenschweren Krisenvorsorgefonds einzahlen. Mit dem Geld sollen Institute bei einer Schieflage vor dem Zusammenbruch bewahrt werden und nicht wieder der Staat einspringen müssen. Mit einem speziellen Pleite-Verfahren für angeschlagene große Banken soll zudem sichergestellt werden, dass diese nach einer Insolvenz schnell saniert und geordnet abgewickelt werden können. Vor allem die Sparkassen lehnen die Pläne ab. Sie argumentieren, sie hätten die Finanzkrise nicht verursacht und dürften daher nicht belastet werden.

ISLAMABAD: In den Überschwemmungsgebieten Pakistans sind nach UN-Angaben mehr als 800.000 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen und nur über den Luftweg zu erreichen. Die Helfer bräuchten dringend mindestens 40 weitere große Transporthubschrauber, um Lebensmittel und Hilfsgüter abzuwerfen oder Menschen zu bergen, sagte UN-Nothilfekoordinator Holmes. Bei einem Krisentreffen in Islamabad berichtete Regierungschef Gilani, mehr als 200 Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen seien zerstört.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Hauptstadt 14 Menschen mit in den Tod gerissen und etwa 60 verletzt. Nach Angaben der Polizei brachte der Täter seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in der Nähe einer Polizeistation zur Explosion. Die meisten Opfer sind Sicherheitskräfte. Der Anschlag erfolgte im Viertel Al-Kahira im Norden Bagdads. Bei weiteren Anschlägen mit Autobomben sind in Kut, Kerbela, Kirkuk und Basra insgesamt mindestens 25 Menschen getötet und etwa 140 verletzt worden.

WASHINGTON: Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen einen bedeutenden Unterstützer des Terrornetzwerks El Kaida verhängt. Die Vermögenswerte von al-Khayr in den USA wurden eingefroren. Geschäftsbeziehungen zu dem 35-Jährigen, der ein Schwiegersohn von El Kaida-Chef bin Laden ist, wurden verboten. Die Vereinten Nationen in New York veranlassten nach US-Angaben ähnliche Sanktionsschritte. In seinem Heimatland Saudi-Arabien ist al-Khayr zur Fahndung ausgeschrieben.

PJÖNGJANG: Der frühere US-Präsident Jimmy Carter ist in Nordkorea eingetroffen, um sich für die Freilassung eines inhaftierten Landsmanns einzusetzen. Carter wurde in Pjöngjang vom obersten Atombeauftragten, Kim Kye Gwan, begrüßt, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldet. Die Reise des 85-Jährigen wird offiziell als rein private humanitäre Mission bezeichnet. Der Amerikaner war wegen illegalen Grenzübertritts im April zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden.

PEKING: Nach der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs im Nordosten Chinas ist die Black Box mit Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder gefunden worden. Experten erhoffen sich von der Auswertung Aufschluss über die Ursache. 54 Menschen hatten das Unglück verletzt überlebt, wie die amtliche Agentur Xinhua meldet. 42 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der "Henan Airlines" war am Dienstagabend in Yichun in der Provinz Heilongjiang in dichtem Nebel über die Landebahn hinausgeschossen und in Flammen aufgegangen.

BERLIN: Nach dem Tod dreier Babys im Mainzer Uniklinikum ist eine Debatte über einheitliche Hygieneregeln in deutschen Krankenhäusern aufgeflammt. Es fehle an Hygienestandards, kritisierte der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach. Bisher gebe es in den meisten Bundesländern keinerlei verbindliche Hygienevorgaben für Kliniken, sagte Lauterbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Ärzte und Apothekerorganisationen warnten hingegen vor einer politischen Überreaktion und sprachen von einem Einzelfall. Dennoch sei es sinnvoll, mehr Hygiene-Spezialisten an Krankenhäusern einzustellen, hieß es von Seiten der Bundesärztekammer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte Wechsel von Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern. Südlich von Main und Mosel längere sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte erreichen 18 bis 24 Grad. Zuletzt meldeten bei leicht bewölktem Himmel: Hamburg: 14 Grad; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 15 Grad und Berlin, Dresden und München: 16 Grad.

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