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Nachrichten

Mittwoch, 25. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

KARLSRUHE: Die Bundesanwaltschaft rollt die Ermittlungen zum Mord der terroristischen RAF an Generalbundesanwalt Siegfried Buback und seinen zwei Begleitern im Jahre 1977 teilweise neu auf. Generalbundesanwältin Monika Harms teilte in Karlsruhe mit, gegen den Ex-Terroristen Stefan Wisniewski sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Das ehemalige RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock hatte jüngst in einem Interview angedeutet, Wisniewski habe die tödlichen Schüsse auf Buback abgegeben. - Harms betonte, die neuen Hinweise zum Buback-Mord hätten keine Auswirkungen auf die Urteile gegen die beiden ehemaligen Terroristen Christian Klar und Knut Folkerts, die wegen Beteiligung an dem Attentat verurteilt worden waren.

BERLIN: Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr deutlich angehoben. Wie Wirtschaftsminister Michael Glos mitteilte, wird nun ein Plus von 2,3 Prozent erwartet. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht vom Januar war die Regierung noch von einem Wachstum von 1,7 Prozent ausgegangen.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April erneut verbessert. Der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts stieg auf 108,6 Punkte, nach 107,7 Punkten im März. Das ist der zweite Zuwachs in Folge. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte, Deutschland profitiere in besonderer Weise von der überschäumenden internationalen Investitionskonjunktur.

BERLIN: Nach drei Nullrunden werden die Renten in diesem Jahr wieder leicht erhöht. Das Bundeskabinett beschloss eine Anhebung um 0,54 Prozent zum 1. Juli. Sie gilt gleichermaßen für die Renten in West- und in Ostdeutschland. Die Zustimmung des Bundestages zu der Verordnung gilt als sicher. Bei einer Rente von 1.100 Euro beträgt das Plus knapp sechs Euro.

BERLIN: Um mehr Wettbewerb im Energiesektor und sinkende Strom- und Gaspreise zu erreichen, hat die Bundesregierung eine Verschärfung des Kartellrechts beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht mehr Befugnisse des Kartellamtes bei der Kontrolle marktbeherrschender Unternehmen vor. Die Anbieter von Strom, Gas und Fernwärme dürfen keine Preise mehr fordern, die ihre Kosten in unangemessener Weise überschreiten.

BONN: Die Verhandlungen zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaft Verdi über den geplanten Umbau des Konzerns sind wieder aufgenommen worden. Am Dienstag hatte es im rheinland-pfälzischen Mayschoß in Marathon-Verhandlungen keine Annäherung gegeben. Die Telekom will aus Wettbewerbsgründen 50.000 Mitarbeiter bei längerer Arbeitszeit und weniger Gehalt in Service-Gesellschaften ausgliedern. Verdi lehnt das ab.

MOSKAU: Mit einer Totenmesse und einem Staatsakt hat Russland Abschied von seinem früheren Präsidenten Boris Jelzin genommen. An der Zeremonie in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale nahm auch Präsident Wladimir Putin teil, der für seinen am Montag verstorbenen Vorgänger Staatstrauer angeordnet hatte. Deutschland wurde durch Bundespräsident Horst Köhler vertreten. Aus den USA waren die Ex-Präsidenten Bill Clinton und George Bush senior angereist, die mit Jelzin freundschaftlich verbunden waren. Auch der von Jelzin aus dem Amt gedrängte letzte sowjetische Präsident Michail Gorbatschow erwies ihm die Ehre.

ANKARA: Der iranische Atomunterhändler Ali Laridschani ist zu Gesprächen mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana in der türkischen Hauptstadt Ankara eingetroffen. Bei dem Treffen an diesem Mittwoch sollen Möglichkeiten ausgelotet werden, den Atomstreit zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft doch noch auf dem Verhandlungsweg beizulegen. Die Außenminister der Europäischen Union hatten am Montag beschlossen, die Ende März vom Weltsicherheitsrat beschlossenen verschärften Sanktionen gegen die Führung in Teheran mit eigenen Strafmaßnahmen zu erweitern.

JERUSALEM: Nach den jüngsten Raketenangriffen der radikalislamischen Hamas hat der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert mit Sicherheitsberatern mögliche Reaktionen erörtert. Dabei sei auch darüber gesprochen worden, ob präventive Militäreinsätze gegen Extremisten im Gazastreifen wieder aufgenommen werden sollten, hieß es in Jerusalem. Milizen der Hamas hatten am Dienstag die vor fünf Monaten ausgerufene Waffenruhe mit Israel gebrochen. Der bewaffnete Arm der Regierungspartei feuerte Raketen und Mörsergranaten auf den Süden Israels ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich in einem Telefonat mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas besorgt über die Angriffe.

DEN HAAG: Der Kampf um die Übernahme der niederländischen Großbank ABN Amro geht in eine neue Runde. Eine Gruppe von drei Geldinstituten unter Führung der Royal Bank of Scotland kündigte ein Kaufangebot an, das mit einem Volumen von 72 Milliarden Euro um 13 Prozent über dem Gebot der britischen Barclays Bank liegt.

MÜNCHEN: Vor einer Sitzung des Siemens-Aufsichtsrats an diesem Mittwoch haben die Spekulationen über eine mögliche Ablösung von Vorstandschef Klaus Kleinfeld neue Nahrung erhalten. Mehrere Zeitungen meldeten, einflussreiche Aufsichtsräte suchten einen Nachfolger für Kleinfeld. Sie wollten einen völligen personellen Neuanfang in dem von Korruptionsaffären belasteten Konzern.

BERLIN: Der Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder hat sich gegen den Vorschlag des Nationalen Ethikrats gewandt, durch eine Gesetzesänderung eine Erhöhung der Zahl der Organspenden zu erreichen. Eine Organspende müsse freiwillig bleiben, betonte Kauder. Der Ethikrat hatte angeregt, die Entnahme von Organen nach dem Tod gesetzlich zu erlauben, wenn der Verstorbene sich zu Lebzeiten nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen habe oder seine Angehörigen widersprächen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig, später Quellwolken aber weitgehend trocken. Tagestemperaturen 24 bis 30 Grad Celsius.

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