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Nachrichten

Mittwoch, 24. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Nach dem Granatenangriff auf Südkorea haben die USA dem engen Bündnispartner ihre Unterstützung versichert. US-Präsident Obama und sein südkoreanischer Kollege Lee vereinbarten eine gemeinsame viertägige Übung der Streitkräfte, die am Sonntag beginnen soll. Zugleich rief Obama die asiatischen Staaten zur Geschlossenheit gegenüber Nordkorea auf. Das kommunistische Land sei eine ernste Bedrohung, sagte Obama dem US-Sender ABC. Japan und Australien appellierten an die chinesische Regierung, ihren Einfluss auf die Führung in Pjöngjang geltend zu machen.

BERLIN: Der Bundestag hat seine Haushaltsberatungen mit einer Generaldebatte fortgesetzt. Zum Auftakt warf der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier der schwarz-gelben Koalition ein so wörtlich - Regierungschaos ohne Ende - vor. Union und FDP hätten innerhalb eines Jahres das Vertrauen der Wähler verschleudert. Die Koalition habe die eigene Klientel betreut, ohne sich um das Allgemeinwohl zu kümmern. Bundeskanzlerin Merkel hingegen verteidigte die Sparmaßnahmen und hob hervor, wie gut Deutschland die Wirtschaftskrise bislang gemeistert habe. Es werde gespart, um in Zukunft mehr in Bildung und Forschung zu investieren. Für Steuerentlastungen gebe es allerdings noch keine Spielräume.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hat die strikten Vorschriften zum Anbau genveränderter Pflanzen gebilligt. Die Regelungen seien verfassungsgemäß, hieß es in der in Karlsruhe veröffentlichten Entscheidung. Danach haften Landwirte unter anderem in vollem Umfang für Schäden, sobald genverändertes Material in konventioneller Ernte gefunden wird. Außerdem müssen die Bauern den Standort von Feldern mit genmanipulierten Pflanzen veröffentlichen.

WALLDORF: Der deutsche Softwarehersteller SAP muss seinem US-Konkurrenten Oracle wegen gestohlener Computerdaten umgerechnet knapp eine Milliarde Euro Schadenersatz zahlen. Diese Summe setzte eine Jury im kalifornischen Oakland fest. Oracle hatte seinen deutschen Rivalen verklagt, weil Mitarbeiter einer US-amerikanischen SAP-Tochter über das Internet unrechtmäßig Updates bei Oracle heruntergeladen hatten. Die deutsche Firma im badenwürttembergischen Walldorf prüft nun, in Berufung gegen das Urteil zu gehen.

LISSABON: Durch einen Generalstreik ist das öffentliche Leben in Portugal weitgehend lahmgelegt. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen den drastischen Sparkurs der Regierung im hoch verschuldeten Euro-Land. Die meisten Flugverbindungen wurden gestrichen, die Häfen sind geschlossen, etliche Züge und Busse verkehren nicht. An den Schulen fiel der Unterricht aus, in zahlreichen Krankenhäusern gibt es nur einen Notbetrieb. Betroffen vom Streik sind auch die Bankenbranche und die Medien.

KABUL: Zwei Monate nach der Parlamentswahl in Afghanistan hat die Wahlkommission jetzt das Endergebnis mitgeteilt. Da es keine etablierten Parteien gibt, blieb allerdings zunächst unklar, ob die Mehrheit der 249 Abgeordneten Präsident Karsai unterstützt. 24 gewählten Kandidaten wurde das vorläufige Mandat wieder entzogen. Sie hätten ihren Sieg mit Hilfe massenhaft gefälschter Stimmen erreicht, sagte ein Sprecher. Unter ihnen sind Verbündete Karsais.

PORT-AU-PRINCE: Die Vereinten Nationen warnen vor einer beschleunigten Ausbreitung der Cholera in Haiti. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Fischer, appellierte in Port-au-Prince an die internationale Gemeinschaft, ihre Unterstützung deutlich zu erhöhen. Er beklagte, die Seuche verbreite sich rasant. Von den benötigten 164 Millionen Dollar zur Bekämpfung seien erst sieben Millionen als Spenden eingegangen. Der UN-Diplomat schätzt die bisher von der haitianischen Regierung genannten Opferzahlen als zu niedrig ein. Statt der zuletzt offiziell gemeldeten 1.415 Todesfälle habe es in Wirklichkeit bereits mindestens 2.000 Tote gegeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt mit Regen und Schneeregen, in höheren Lagen Schnee. Tageshöchsttemperaturen zwischen null und sechs Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg und Dresden: 0 Grad, etwas Schnee; Berlin: 1 Grad, Schneeregen; Köln/Bonn: 4 Grad, leichter Regen; Frankfurt am Main: 4 Grad, nach Regen und München: 2 Grad, nach Schneefall.

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