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Nachrichten

Mittwoch, 24. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

JERUSALEM: Israel will der palästinensischen Regierung eine Frist bis Jahresende setzen, um sein Existenzrecht anzuerkennen und der Gewalt abzuschwören. Entsprechende Pläne kündigte Kabinettminister Haim Ramon an. Diese Forderungen müsse die Hamas-Regierung erfüllen, um Friedensgespräche möglich zu machen. Im gegenteiligen Fall werde Israel seine Pläne zur einseitigen Grenzziehung im Westjordanland bis 2010 weiter verfolgen, so Ramon weiter. - US-Präsident George W. Bush signalisierte nur verhaltene Zustimmung zu den israelischen Plänen. Eine Verhandlungslösung mit den Palästinensern müsse Vorrang haben, sagte Bush bei einem Treffen mit Israels Regierungschef Ehud Olmert. Dieser plant einen Abzug jüdischer Siedler aus Teilen des Westjordanlandes.

WASHINGTON: Im Streit um sein Atomprogramm bemüht sich der Iran einem Zeitungsbericht zufolge intensiv um direkte Gespräche mit den USA. Zu diesem Zweck habe Teheran zahlreiche Persönlichkeiten um Vermittlung gebeten, berichtete die Zeitung 'Washington Post' unter Berufung auf US-Behörden wie auch iranische Experten. Namentlich erwähnt werden unter anderem der Nationale Sicherheitsberater der USA, Stephen Hadley, und UN-Generalsekretär Kofi Annan.

WASHINGTON: El Kaida-Chef Osama bin Laden hat sich mit einer neuen Tonband-Botschaft und einem Brief zu Wort gemeldet. Die Aufzeichung und das Schreiben wurden auf einer islamistischen Internet-Seite veröffentlicht. Die US-Geheimdienste gehen von der Echtheit der Aufnahme aus. Der Terroristenchef versichert darin, er persönlich habe die 19 Attentäter vom 11. September 2001 mit der Ausführung der Anschläge beauftragt. Der in den USA zu lebenslanger Haft verurteilte Franzose Zacarias Moussaoui sei in die Attentate nicht verwickelt gewesen, zitiert der US-Sender CNN aus dem veröffentlichten Band weiter.

PEKING/WASHINGTON: Die US-Regierung hat sich besorgt über die militärische Aufrüstung Chinas geäußert. In einem Bericht des Verteidigungsministeriums heißt es, die Volksrepublik habe ihr Arsenal an Langstreckenwaffen rapide aufgestockt. Dadurch könnten andere Länder im asiatischen Raum potenziell bedroht werden. Laut der Pentagon-Studie geht die Reichweite der modernen chinesischen Waffen inzwischen über Taiwan hinaus, das von Peking als abtrünnige Provinz angesehen wird.

BERLIN: Die FDP rechnet mit der Veröffentlichung des bisher geheimen Berichtes über die Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst. Die Öffentlichkeit habe einen Anspruch darauf zu erfahren, was sich wie zugetragen habe, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste, Max Stadler (FDP), im Deutschen Fernsehen. Das Gremium entscheidet an diesem Mittwoch darüber, ob der Bericht veröffentlicht wird. Ein Berliner Gericht hatte jedoch Auflagen erlassen und untersagt, die Teile offen zu legen, die Personen bezogene Daten eines 'Focus'-Redakteurs enthalten.

BERLIN: Der Deutsche Gewerkschaftsbund setzt an diesem Mittwoch seinen Bundeskongress fort. Als Gastredner werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, erwartet. Am Dienstag war DGB-Chef Michael Sommer mit rund 78 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Ursula Engelen-Kefer musste ihren Posten als Vizevorsitzende nach einer Kampfabstimmung an die CDU-Gewerkschafterin Ingrid Sehrbrock abtreten.

KARLSRUHE: Generalbundesanwalt Kay Nehm will an diesem Mittwoch entscheiden, ob er Beschwerde gegen die Haftentlassung der beiden Tatverdächtigen einlegt, die einen Deutsch-Äthiopier in Potsdam zusammengeschlagen haben sollen. Die beiden Männer waren fünf Wochen nach dem Vorfall am Dienstag überraschend aus der Untersuchungshaft freigelassen worden. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof die Haftbefehle wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgehoben. Der Ermittlungsrichter begründete die Freilassung damit, dass sich das Opfer bislang nicht an den Vorfall erinnern könne. Dennoch bestehe weiterhin der Verdacht, dass die Beschuldigten an der Gewalttat beteiligt waren.

HAMBURG: Die SPD wird sich nach den Worten ihres Vorsitzenden Kurt Beck 2009 einen neuen Koalitionspartner suchen. Die große Koalition sei keine Dauerperspektive für dieses Land, sagte Beck der 'Bild'-Zeitung. Bei der nächsten Bundestagswahl würden Union und SPD um eigene Mehrheiten kämpfen und sich dann andere Koalitionspartner suchen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident fügte hinzu, die jetzige große Koalition müsse jedoch bis dahin alle Dinge, die sie sich im Interesse Deutschlands vorgenommen habe, gemeinsam erledigen.

KINSHASA: In der Demokratischen Republik Kongo sind 30 Ausländer unter dem Verdacht festgenommen worden, einen Staatsstreich vorbereitet zu haben. Unter ihnen seien Amerikaner, Nigerianer und Südafrikaner, teilte ein Regierungssprecher in Kinshasa mit. Die Festnahmen seien bereits vor einigen Tagen erfolgt. Die Ausländer hätten die Institutionen des Landes destabilisieren wollen, was einem Putschversuch gleichkomme, so der Sprecher weiter.

PJÖNGJANG: Nordkorea hat überraschend die geplanten Testfahrten auf wiederhergestellten Schienenstrecken über die Grenze nach Südkorea abgesagt. Zur Begründung sagte ein Regierungsvertreter in Pjöngjang, beide Seiten hätten sich nicht auf ein Militärabkommen über die Absicherung der Fahrten einigen können. Nord- und Südkorea wollten am Donnerstag erstmals seit 55 Jahren wieder probeweise zwei Eisenbahnlinien in Betrieb nehmen. - Den Plänen zufolge sollte ein nordkoreanischer Zug von Kaesong über eine 27 Kilometer lange Neubaustrecke nach Munsan im Süden fahren. In der Gegenrichtung war eine Fahrt vom südkoreanischen Donghae zum Kumgang-Berg in Nordkorea vorgesehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit längeren Aufheiterungen. Im Westen und Nordwesten nachmittags wieder Schauer. Tageshöchstwerte 13 bis 19 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 12 Grad, nach Schauer;
Berlin und Dresden: 16 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 13 Grad, stark bewölkt;
Frankfurt am Main: 14 Grad, wolkig und
München: 13 Grad, nach Regen.

  • Datum 24.05.2006
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