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Nachrichten

Mittwoch, 24. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat in seiner Rede zur Lage der Nation an den Kongress appelliert, seine neue Irak-Strategie zu unterstützen. Ein Sieg im Irak sei nach wie vor möglich. Die Entsendung von zusätzlichen 20.000 Soldaten sei nötig, um die Lage zu stabilisieren, erklärte Bush vor den Senatoren und Abgeordneten in Washington. Dem erstmals in seiner Amtszeit von den oppositionellen Demokraten dominierten Kongress sicherte Bush enge Konsultationen zu. Er wolle dazu einen Sonderbeirat für den Kampf gegen den Terrorismus mit Spitzenpolitikern der Demokraten und seiner Republikaner ins Leben rufen. - Außerdem kündigte Bush Maßnahmen zum umweltbewussten Umgang mit Energie an. Der Benzinverbrauch solle in den nächsten zehn Jahren in den USA um 20 Prozent sinken.

BEIRUT: In der libanesischen Hauptstadt hat sich das öffentliche Leben nach dem Generalstreik vom Dienstag wieder normalisiert. Bulldozer schafften die zahlreichen Barrikaden weg, die Regierungsgegner an den wichtigsten Verkehrsachsen errichtet hatten. Der zuvor geschlossene Flughafen öffnete wieder. Die von der Hisbollah angeführte Opposition hatte den eigentlich bis zu diesem Mittwoch geplanten Streik vorzeitig beendet. Bei gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Regierungsanhängern und -gegnern waren mindestens drei Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Regierungschef Fuad Siniora beschuldigte den Iran und Syrien, hinter dem Streik gesteckt zu haben.

BERLIN: Auch nach den schwerwiegenden Vorwürfen im Fall des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier nicht vor März vom BND-Untersuchungsausschuss als Zeuge gehört. Der Vorsitzende des Gremiums, der CDU-Politiker Siegfried Kauder, nannte organisatorische Gründe hierfür. Zugleich wies er darauf hin, die Ermittlungen des Europaparlaments nicht als Beweismaterial des deutschen Gremiums einführen zu wollen. Der CIA-Sonderausschuss des EU-Parlaments hatte einen Bericht gebilligt, in dem es heißt, die rot-grüne Bundesregierung habe 2002 ein Angebot der USA zur Freilassung Kurnaz' abgelehnt. Damit war Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier weiter unter Druck geraten. Er war seinerzeit als Kanzleramtsminister mit dem Fall des in Deutschland geborenen Türken befasst.

BERLIN: Nach der Entdeckung zweier Mikrofone im Bundestagsbüro des Geheimdienstexperten der Linksfraktion, Wolfgang Neskovic, werden auch die Räume anderer Parlamentarier sicherheitstechnisch überprüft. Nescovic gehört sowohl dem BND-Untersuchungsausschuss als auch dem Parlamentarischen Kontrollgremium der Geheimdienste an. Mit den beiden gefundenen Mikrofonen allein wäre ein Abhören allerdings nicht möglich gewesen. Dennoch wurde für Ende Januar eine Sondersitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums einberufen. Die Parlamentarischen Geschäftsführer von Union und SPD, Norbert Röttgen und Olaf Scholz, sagten, es müsse geklärt werden, ob Sicherheitsbehörden in den Fall verwickelt seien, oder was sonst hinter dem Sachverhalt stecken könnte.

KÖLN: Mit Blick auf die kommenden Tarifverhandlungen in der Metallindustrie hat sich der Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Randolf Rodenstock, für eine moderate Lohnerhöhung ausgesprochen. Zusätzlich müsse man sich bemühen, den Betrieben mehr Erfolgsbeteiligungen zu ermöglichen, die bei schlechter Lage auch gering ausfallen könnten, sagte Rodenstock in einem Interview des deutschen Fernsehens. Gleichwohl sollten betriebliche Lösungen gefunden werden, die im Sinne von Arbeitsplatzförderung und -sicherung festgelegt werden. Die Tarifverhandlungen in Deutschlands Schlüsselindustrie starten im März.

BAGDAD: Im Zentrum der irakischen Hauptstadt ist es zu Kämpfen von Aufständischen mit US-Soldaten und Regierungstruppen gekommen. Offenbar im Zusammenhang mit diesen Gefechten stürzte in Bagdad ein Hubschrauber einer US-Sicherheitsfirma ab. Fünf Menschen seien ums Leben gekommen, teilten die US-Streitkräfte mit. In irakischen Sicherheitskreisen hieß es, der Hubschrauber sei vermutlich abgeschossen worden. - Bei Bombenanschlägen in Bagdad wurden mindestens fünf Menschen getötet.

ANKARA: Der frühere türkische Außenminister Ismail Cem ist tot. Der 67-Jährige starb in einem Istanbuler Krankenhaus an Lungenkrebs. Cem, der von 1997 bis 2003 Außenminister in drei aufeinander folgenden Regierungen war, gilt als Architekt der Aussöhnung der Türkei mit Griechenland. Er hatte im Sommer 1999 nach einem schweren Erdbeben die angebotene griechische Hilfe angenommen und damit den Einstieg in eine politische Aussöhnung geschaffen.

ZUM SPORT: Thomas Haas steht zum dritten Mal im Halbfinale bei den Australian Open der Tennis-Profis. Der Hamburger gewann gegen den Russen Nikolai Dawidenko in fünf Sätzen 6:3, 2:6, 1:6, 6:1, 7:5. Haas trifft am Freitag entweder auf den Spanier Rafael Nadal oder den Chilenen Fernando Gonzalez.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Lausitz bis zum Schwarzwald Schnee. Sonst teils wolkig, teils sonnig. An der Ostsee Schneeschauer. Tagestemperaturen zwischen minus drei und plus drei Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 24.01.2007
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9ko0
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