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Nachrichten

Mittwoch, 24. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ATHEN: Eine Welle von Streiks im Gefolge der Finanzkrise des Landes hat den Verkehr in Griechenland weitgehend lahmgelegt. Sämtliche Flüge von und nach Griechenland fielen wegen der Beteiligung der Fluglotsen aus. Auch die Fähren zu den griechischen Inseln und die Eisenbahn werden bestreikt. Die U-Bahnen und viele Buslinien in Athen und Thessaloniki fuhren ebenfalls nicht. Geschlossen blieben auch staatliche Behörden, viele Schulen und die Universitäten. Allerdings ist die Streikbereitschaft im Tourismussektor nicht so groß. Das meiste Hotelpersonal ging zur Arbeit. Auch die Geschäfte haben geöffnet. Die Proteste richten sich gegen das harte Sparprogramm der sozialistischen Regierung, das unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte vorsieht.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat eine Kommission zur weiteren Reform des Gesundheitswesens in Deutschland eingesetzt. Unter Vorsitz von Ressortchef Rösler (FDP) sollen acht Bundesminister Möglichkeiten zur Einführung einer Gesundheitsprämie erarbeiten. Nach den Plänen Röslers soll dieser pauschale Beitrag zu den gesetzlichen Kassen vom Einkommen unabhängig sein. Ärmere sollen einen Sozialausgleich aus Steuermitteln bekommen. Obwohl das Vorhaben im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, ist es heftig umstritten. Zuletzt hatte die CSU die so genannte Kopfpauschale kategorisch abgelehnt. Angesichts der Haushaltslage sei ein milliardenschwerer Sozialausgleich aus Steuermitteln nicht möglich.

WIESBADEN: Die deutschen Staatsschulden sind im Krisenjahr 2009 noch größer ausgefallen als bislang angenommen. Insgesamt 79,3 Milliarden Euro Schulden betrug das Defizit im vergangenen Jahr, teilte das Statistische Bundesamt mit und revidierte damit Schätzungen vom Januar. Damit lag die Quote bei 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Nach den Kriterien zur Stabilisierung des Euro sind nur drei Prozent zulässig.

HANNOVER: Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat seiner Vorsitzenden Margot Käßmann nach ihrer Trunkenheitsfahrt einmütig das Vertrauen ausgesprochen. Nach einer nächtlichen Telefonkonferenz teilte die EKD mit, der Rat überlasse Käßmann die Entscheidung über den Weg, der dann gemeinsam eingeschlagen werden solle. Gegen Käßmann wird wegen Trunkenheit am Steuer ermittelt. Sie war bei einer Verkehrskontrolle in Hannover mit 1,54 Promille Alkohol im Blut gestoppt worden.

ANKARA: Zwei Tage nach der Festnahme von etwa 50 Offizieren in der Türkei sind sieben von ihnen wegen Verschwörung zum Sturz der Regierung angeklagt worden. Sechs andere wurden freigelassen. Den Angeklagten drohen lebenslange Haftstrafen. Die Offiziere werden beschuldigt, in den Jahren 2003 bis 2005 einen Putsch gegen die islamisch orientierte Regierung vorbereitet zu haben. Die Europäische Union hatte zuvor bei den Ermittlungsbehörden in Istanbul auf ein faires Verfahren gedrängt.

NIAMEY: Die Militärjunta im westafrikanischen Niger hat im staatlichen Fernsehen die Ernennung eines zivilen Ministerpräsidenten bekanntgegeben. Danach soll Mahamadou Danda bis zu Neuwahlen das Kabinett leiten. Er war in der Regierung des in der vergangenen Woche gestürzten Präsidenten Mamadou Tandja Informationsminister gewesen. Der sogenannte "Rat zur Wiederherstellung der Demokratie" hatte am Donnerstag die Macht in Niger übernommen und Wahlen sowie eine neue Verfassung angekündigt.

MEXIKO-STADT: Die Staaten Lateinamerikas haben die Gründung einer neuen Union beschlossen. Die so genannte Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten solle eine neue Identität der Region festigen und weltweit repräsentieren, hieß es bei einem Gipfeltreffen im mexikanischen Badeort Playa de Carmen. Der neue Zusammenschluss soll auch ein Gegengewicht bilden zur Organisation Amerikanischer Staaten, die maßgeblich von den USA beeinflusst wird.

ZUM OLYMPIA-SPORT: Die deutschen nordischen Kombinierer haben bei den Winterspielen in Vancouver im Mannschaftswettbewerb Bronze gewonnen. Sie gaben sich nach dem Springen von der Großschanze und der Langlauf-Staffel nur Österreich und den USA geschlagen. Ebenfalls Bronze holten die deutschen Biathletinnen mit der Staffel Gold ging nach Russland, Silber an Frankreich. Die deutsche Eishockeymannschaft verpasste mit einer 2 : 8-Niederlage gegen Kanada den Einzug ins Viertelfinale.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte und im Norden gebietsweise leichter Regen, im Nordosten auch Schnee. Im Süden etwas Sonne. Höchstwerte zwischen null Grad an der Ostsee und 14 Grad am Oberrhein.

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