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Nachrichten

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

GAZA-STADT: Nach neuen massiven Raketenangriffen hat Israel die für diesen Mittwoch angekündigte Öffnung von drei Grenzübergängen zum abgeriegelten Gazastreifen abgesagt. Seit Dienstagabend feuerten militante Palästinenser mindestens 15 Raketen und Granaten auf den Süden Israels ab. Im Norden des Gazastreifens erschossen israelische Soldaten drei bewaffnete Palästinenser, die eine Bombe platzieren wollten. Später wurden im Gazastreifen zwei Hamas-Kämpfer bei einer Explosion getötet. Dem Vernehmen nach detonierten Sprengsätze vorzeitig. Ursprünglich sollten heute Grundnahrungsmittel, Medizin, Treibstoff und Gas zum Kochen in das Gebiet geliefert werden. Die internationale Gemeinschaft hatte sich besorgt gezeigt über die humanitäre Lage in dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen.

ADDIS ABEBA: Einen Tag nach dem versuchten Militärputsch in Guinea berät der Sicherheitsrat der Afrikanischen Union in einer Sondersitzung über die Situation. Das Treffen in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba begann mit einem Gedenken an den am Dienstag verstorbenen Präsidenten Guineas, Lansana Conté. Die Lage in dem westafrikanischen Land ist nach wie vor unübersichtlich. Ein Sprecher der Putschisten präsentierte im Staatsfernsehen eine Liste mit den Namen von 30 Mitgliedern einer Übergangsregierung. Die meisten von ihnen sind Offiziere, wie die Aufständischen selbst. Ihr Anführer, Hauptmann Moussa Dadis, hatte am Dienstag Stunden nach dem Tod des langjährigen Staatschefs erklärt, die Regierung sei abgesetzt, die Verfassung außer Kraft gesetzt. Dem widersprach Ministerpräsident Ahmed Tidiane Souare, der versicherte, alles funktioniere normal.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat trotz der weltweiten Finanzkrise zu Optimismus aufgerufen. Reformen der vergangenen Jahre hätten die deutsche Gesellschaft für die bevorstehenden Aufgaben gestärkt, sagte er in seiner Weihnachtsansprache. Er sei zuversichtlich, dass Deutschland die Herausforderungen meistern werde. Von den Verantwortlichen in Wirtschaft und Gesellschaft forderte der Bundespräsident, mehr auf das Gemeinwohl zu achten. Glaubwürdigkeit bringe verloren gegangenes Vertrauen zurück. Köhler unterstrich, in der Krise liege eine Chance für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Völkern sowie für eine bessere Ordnung von Wirtschaft und Finanzen,

BERLIN: Das zweite geplante Konjunkturpaket soll nach Medieninformationen auf 25 Milliarden Euro begrenzt werden. Wie die 'Süddeutsche Zeitung' berichtete, verlautete dies aus Regierungskreisen. Bisher war von einem Konjunkturpaket in Höhe von 40 Milliarden Euro für das Rezessionsjahr 2009 die Rede. Hintergrund der Begrenzung seien die Vorgaben des EU-Stabilitätspakts. Nach neuen Bund-Länder-Gesprächen hatte Kanzleramtschef Thomas de Maizière am Dienstag angekündigt, bis Anfang Januar solle eingegrenzt werden, in welche Bereiche die öffentlichen Hände investieren wollten. Im Visier seien Projekte, die die Wirtschaft zügig ankurbeln; etwa Investitionen in Verkehrswege und schnelle Internetverbindungen, in Energieeffizienz sowie in Schulen und Universitäten.

BERLIN: Mit Blick auf das Weihnachtsfest haben mehrere Sozialverbände ein entschiedeneres Vorgehen gegen eine wachsende Armut in Deutschland gefordert. Der Paritätische Wohlfahrtsverband schlug ein Konjunkturprogramm auch für Bedürftige vor. Die kirchlichen Hilfswerke Caritas und Diakonie warnten davor, sich mit Tafeln und Suppenküchen für Bedürftige als Dauereinrichtungen abzufinden. Nach Angaben der Verbände sind immer mehr Menschen auf diese Art der Versorgung angewiesen.

SRINAGAR: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen sind im indischen Teil Kaschmirs die vor mehr als einem Monat begonnenen Regionalwahlen in ihre letzte Phase gegangen. 50.000 Polizisten wurden in Srinagar, Jammu und dem benachbarten Bezirk Samba stationiert, um mögliche Angriffe und Proteste radikaler Moslems und Separatisten zu verhindern. In der Sommerhauptstadt Srinagar wurden mindestens 20 Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften verletzt. - Kaschmir ist seit 1947 zwischen Indien und Pakistan aufgeteilt. Im Juli wurde die Region der Regierung in Neu Delhi direkt unterstellt, nachdem die politische Führung im Himalaya-Gebiet zusammengebrochen war. Grund war die umstrittene Entscheidung, Ländereien in der überwiegend von Muslimen bewohnten Region einer hinduistischen Pilgervereinigung zu übergeben.

HARARE: Die Cholera-Epidemie in Simbabwe breitet sich nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen immer weiter aus. Es könne noch sechs Monate dauern, bis die Seuche unter Kontrolle sei, warnte der UNICEF-Repräsentant in dem südafrikanischen Land, Roeland Monasch. Seit August starben fast 1.200 Menschen, mehr als 23.700 Menschen erkrankten an Cholera. Die Gesundheitsversorgung ist laut UN zusammengebrochen. Sauberes Trinkwasser gibt es kaum. - Zur Bekämpfung der Seuche stellte China der Regierung in Harare eine halbe Million Dollar zur Verfügung.

NEW YORK: Das amerikanische Kreditkartenunternehmen American Express erhält nach eigenen Angaben eine Kapital-Hilfe vom Staat. Die US-Regierung habe einer Summe von umgerechnet 2,4 Milliarden Euro grundsätzlich zugestimmt, teilte das Unternehmen in New York mit. Der Kreditkartenkonzern hatte sein Geschäftsmodell zuletzt in eine Bankenholding umgewandelt, um vom Rettungspaket für Geschäftsbanken profitieren zu können. American Express ist für den laufenden Betrieb auf kurzfristige Finanzierungen angewiesen, deren Markt wegen der Kreditkrise praktisch zusammengebrochen ist.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt. Örtlich regnet es, im Bergland fällt etwas Schnee. Auflockerungen nur an der Nordsee und im Südwesten. Höchstwerte zwei bis acht Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 6 Grad, regnerisch;

Berlin: 6 Grad, regnerisch;

Dresden: 5 Grad, regnerisch;

Köln/Bonn: 5 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 1 Grad, neblig und

München: 3 Grad, wolkig.

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