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Nachrichten

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Aus dem Iran werden erneut Zusammenstöße zwischen der Polizei und Anhängern der Opposition gemeldet. Wie auf Internetseiten von Regimekritikern berichtet wurde, ereigneten sich die Auseinandersetzungen in der zentraliranischen Stadt Isfahan bei einer Trauerfeier für den am Wochenende gestorbenen Großajatollah Hussein Ali Montaseri. Nach unbestätigten Angaben gab es mehrere Verletzte und Festnahmen. Auch aus Montaseris Heimatstadt Nadschafabad meldete die Opposition Zusammenstöße.

PEKING: In der chinesischen Hauptstadt hat der Prozess gegen den prominenten Bürgerrechtler Liu Xiaobo begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Autor und Vorsitzenden des unabhängigen chinesischen Pen-Clubs "Untergrabung der Staatsgewalt" vor. Internationale Menschenrechtsgruppen sprechen von einer politisch motivierten Anklage, um einen der führenden Kritiker des chinesischen Machtapparates hinter Gitter zu bringen. Trotz internationaler Appelle für seine Freilassung sitzt Liu seit einem Jahr in Haft. Er ist einer der Initiatoren eines "Charta 08" genannten Appells für Demokratie und die Achtung der Menschenrechte in China. Ihm drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Mit einem Urteil wird am Freitag gerechnet.

BOGOTA: Einen Tag nach seiner Entführung ist der Gouverneur der kolumbianischen Provinz Caquetá, Luis Francisco Cuéllar, tot aufgefunden worden. Der 69-Jährige war in der Nacht zum Dienstag von mehreren schwer bewaffneten Tätern aus seinem Haus in der Provinzhauptstadt Florencia verschleppt worden. Kolumbiens Verteidigungsminister Gabriel Silva machte die linksgerichtete Rebellengruppe FARC für die Entführung verantwortlich.

NÜRNBERG: In der Debatte über höhere Beiträge zur Arbeitslosenversicherung hält die Bundesagentur für Arbeit eine Steigerung über die bisherige Planung hinaus für unvermeidlich. Der jetzige Beitragssatz sei mit Sicherheit zu gering, um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu bewältigen, sagte Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Dennoch sei die in Medienberichten genannte Anhebung auf 4,5 Prozent vermutlich zu hoch. -- Die mögliche Beitragssteigerung war am Vortag auf scharfe Kritik gestoßen. Die Bundesregierung erklärte, erst im Lauf des nächsten Jahres über die letztendliche Beitragshöhe entscheiden zu wollen.

BERLIN: Von der vor rund einem halben Jahr im Jemen verschleppten deutschen Familie gibt es offenbar ein Lebenszeichen. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten in Berlin berichtet, belegen neuere Video-Aufnahmen der Entführer, dass zumindest die drei Kinder im Alter zwischen einem und fünf Jahren noch lebten. Über das Schicksal der Eltern herrsche weiter Unklarheit. Das Ehepaar aus Sachsen hatte an einem Krankenhaus in der nordjemenitischen Provinz Saada gearbeitet.

MAINZ: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat sich für eine Aufstockung der deutschen Polizei- und Militärausbilder in Afghanistan ausgesprochen. Dies werde in der gesamten SPD als notwendig erachtet, sagte Beck der "Frankfurter Rundschau". Die Entsendung weiterer deutscher Soldaten sei von Parteichef Sigmar Gabriel keineswegs kategorisch abgelehnt worden, betonte Beck. Vielmehr wende sich die SPD gegen eine Aufstockung von Kampftruppen.

KINGSTON: Bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeugs auf Jamaika sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Medienberichten schoss die Maschine der American Airlines über die Landebahn hinaus und zerbrach beim Aufprall in zwei Teile. 40 Menschen wurden dabei verletzt, wie der jamaikanische Informationsminister Daryl Vaz sagte. Die Maschine mit 144 Passagieren an Bord kam aus Miami.

BERLIN: Der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher kehrt nach Informationen der "Bild"-Zeitung in die Formel 1 zurück. Schumacher, der im Januar 41 wird, habe im Hauptquartier des neuen Mercedes-Werksteams in Brackley in Großbritannien einen Einjahresvertrag unterschrieben, berichtet das Blatt in seiner Online-Ausgabe. Für sein Comeback soll er sieben Millionen Euro erhalten. Im zweiten Silberpfeil fährt der 24-jährige Nico Rosberg. Im Januar soll Schumacher demnach seinen neuen Dienstwagen zum ersten Mal testen. Das erste Rennen findet am 14. März in Bahrain statt. Schumacher war Ende 2006 nach 250 WM-Läufen zurückgetreten. Ein Comeback im vergangenen Sommer war aus gesundheitlichen Gründen noch gescheitert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen Auflockerungen und meist trocken. In den übrigen Gebieten stark bewölkt mit Regen oder Schnee. Temperaturen zwischen minus zwei und plus fünf Grad Celsius.

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