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Nachrichten

Mittwoch, 23. August 2006

Hier finden sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

BERLIN: Erstmals nach der Sommerpause ist das Kabinett wieder zusammengekommen. Unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel berät es unter anderem über einen Bundeswehr-Einsatz im Nahen Osten. Auf der Kabinetts-Agenda steht auch eine Anti-Lohndumping-Regelung mit einem Mindestlohn für Gebäudereiniger. Bisher gibt es eine solche Regelung nur für die Baubranche. Zudem soll über ein Gesetz beraten werden, nach dem Rechtsberatungen in Zukunft auch von Nichtjuristen durchgeführt werden dürfen.

BERLIN: Die beiden aus dem Libanon stammenden mutmaßlichen Bahn-Attentäter haben sich nach einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' direkt nach ihrem versuchten Anschlag vor drei Wochen per Flugzeug nach Istanbul abgesetzt. Zumindest der flüchtige 20-Jährige solle dann in den Nahen Osten geflogen sein und sich dort noch aufhalten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittler. Drei Tage nach der Festnahme des ersten mutmaßlichen Kofferbomben-Attentäters hatten die Terrorfahnder am Dienstag auch den zweiten Hauptverdächtigen identifiziert. Seine Kölner Wohnung wurde von der Polizei durchsucht. Laut Medienberichten sollen beide Männer Kontakt zu der in Deutschland verbotenen, islamistischen 'Hisb ut-Tahrir al Islami', der 'Partei der islamischen Bewegung' haben. Die Partei mit Zentrale im Libanon ruft zur Vernichtung Israels auf.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat sich nach den versuchten Anschlägen auf Züge in Deutschland nochmals für schärfere Sicherheitsmaßnahmen ausgesprochen. Der Wochenzeitung 'Die Zeit' sagte er, auch das Internet müsse schärfer kontrolliert werden. Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee wies unterdessen den Vorschlag mehrerer Unionspolitiker zurück, im Kampf gegen Terroristen bewaffnete Zug-Sheriffs einzusetzen. Solche Sheriffs in deutschen Zügen seien der falsche Weg, so der Verkehrsminister.

BERLIN: Der Zentralrat der Muslime in Deutschland sieht den Islam nach den gescheiterten Bahnanschlägen unter Generalverdacht. Es werde nicht zwischen Terroristen und Muslimen unterschieden, sagte der Generalsekretär der Organisation, Aiman Mazyek, der ARD. Er ergänzte, unter den Muslimen in Deutschland sei nur ein verschwindend kleiner Teil, der versuche, den Islam für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

BERLIN: Erstmals nach der Sommerpause ist das Kabinett wieder zusammengekommen. Unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel berät es unter anderem über einen Bundeswehr-Einsatz im Nahen Osten. Auf der Kabinetts-Agenda steht auch eine Anti-Lohndumping-Regelung mit einem Mindestlohn für Gebäudereiniger. Bisher gibt es eine solche Regelung nur für die Baubranche. Zudem soll über ein Gesetz beraten werden, nach dem Rechtsberatungen in Zukunft auch von Nichtjuristen durchgeführt werden dürfen.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan und der Weltsicherheitsrat haben die beiden rivalisierenden Parteien in der Demokratischen Republik Kongo aufgefordert, die Gewalt wieder zu beenden. Der Weltsicherheitsrat forderte Präsident Joseph Kabila und seinen Kontrahenten, Jean-Pierre Bemba, auf, den zugesagten Rückzug ihrer Truppen aus der Hauptstadt Kinshasa einzuhalten. Derweil versucht ein UN-Gesandter vor Ort, beide Seiten zu Gesprächen an einen Tisch zu bringen. Zu den Unruhen kam es, als bekannt wurde, dass beide Politiker in einer für Ende Oktober geplanten Stichwahl gegeneinan- der antreten werden. In Kinshasa beruhigte sich die Lage inzwischen wieder.

LONDON/JERUSALEM: Amnesty International hat Israel vorgeworfen, im Krieg gegen die Hisbollah-Miliz gezielt Zivilisten angegriffen zu haben. Viele Fakten wiesen darauf hin, dass die Zerstörung von Wohngebäuden, Stromwerken und der Industrie absichtlich geschehen sei. Amnesty rief die Vereinten Nationen auf, mögliche Völkerrechtsverletzungen durch Israel und die Hisbollah zu untersuchen. Israel hatte angegeben, die Bevölkerung sei mit Flugblättern vor Angriffen gewarnt worden. Derweil legte der israelische Generalstaatsanwalt Regierungschef Ehud Olmert eine Liste mit Möglichkeiten zur Untersuchung des vierwöchigen Konflikts vor.

PEKING/MOSKAU: China und Russland sind nach eigenen Angaben weiter bemüht, eine diplomatische Lösung im Atomstreit mit dem Iran zu finden. Chinas Außenministerium rief den Iran zu konstruktivem und die anderen Staaten zu geduldigem Verhalten auf. Russland erklärte sich zu einem Dialog mit allen Seiten bereit. Der Iran hatte gestern offiziell mitgeteilt, ab Mittwoch über das Kompromissangebot der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat und Deutschlands zu verhandeln. Unklar war, ob die umstrittene Urananreicherung im Gegenzug für wirtschaftliche Anreize gestoppt wird. China und Russland haben sich wiederholt gegen mögliche Sanktionen gegen den Iran ausgesprochen.

MOSKAU: Bei dem Absturz der russischen Tupolew in der Ukraine mit 170 Toten sind nach Angaben der betroffenen Fluglinie Pulkovo auch mindestens fünf Ausländer ums Leben gekommen. Unter ihnen seien auch zwei Deutsche. Die Maschine war am Dienstag in schlechtem Wetter im Osten der Ukraine nahe der Stadt Donezk abgestürzt. Vermutlich wurde das Passagierflugzeug von einem Blitz getroffen. In der Ukraine gilt an diesem Mittwoch Staatstrauer. Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete für den Folgetag Staatstrauer an.

ANKARA: Eine kurdische Rebellengruppe hat sich dazu bekannt, für die Brände im Westen und Süden des Landes verantwortlich zu sein. Begründet wurde die Brandstiftung mit dem Verhalten der Behörden gegenüber den Kurden im Südosten der Türkei. Die Gruppe 'Falken zur Befreiung Kurdistans' steht der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei nahe. Sie kündigte an, weitere Feuer zu legen. Seit dem Wochenende versuchen Löschmannschaften die Brände in fast 20 Gebieten unter Kontrolle zu bekommen. Betroffen ist unter anderen das Hinterland des Urlaubsortes Bodrum.

ZUM SPORT: Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich für die Champions League qualifiziert. Dem HSV reichte im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde ein 1:1 unentschieden beim spanischen Vertreter Osasuna Pamplona. Das Hinspiel vor zwei Wochen war torlos geblieben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder etwas freundlicher. Am meisten Sonne im Südwesten. Im Nordosten einzelne Schauer. Tageswerte 19 bis 24 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 15 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 15 Grad, nach Regen;
Berlin: 16 Grad, bedeckt;
Köln/Bonn: 13 Grad, heiter;
Frankfurt am Main: 15 Grad, wolkig und
München: 15 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 23.08.2006
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