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Nachrichten

Mittwoch, 22. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett berät an diesem Mittwoch über die umstrittene Gesundheitsreform. Ziel des von FDP-Gesundheitsminister Rösler vorgelegten Gesetzes ist es, durch Beitragserhöhungen und Einsparungen im nächsten Jahr eine Finanzlücke von mehr als zehn Milliarden Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung zu schließen. Dazu soll der Beitrag der Mitglieder im nächsten Jahr von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Zudem werden die Ausgaben bei Ärzten und Kliniken gedeckelt und die Verwaltungskosten der Krankenkassen auf dem Stand von 2010 eingefroren. Der Bundestag soll im November entscheiden.

BRÜSSEL: Das Europäische Parlament entscheidet an diesem Mittwoch über eine verschärfte Finanzaufsicht in der Union. Ab 2011 sollen dazu drei neue Behörden und ein Gremium zur Frühwarnung bei möglichen Krisen ihre Arbeit aufnehmen. Die Versicherungsaufsicht ist in Frankfurt am Main angesiedelt, die Bankenaufsicht in London und die Börsenaufsicht in Paris. Unter Leitung der Europäischen Zentralbank wird ein so genannter Risikorat zudem das gesamte Finanzsystem überwachen. Die EU-Kontrolleure können im Krisenfall direkte Entscheidungen über die beaufsichtigten Unternehmen treffen. Dafür waren bisher allein die nationalen Behörden der 27 Mitgliedsstaaten zuständig.

WIESBADEN: Die Reallöhne in Deutschland sind im zweiten Quartal dieses Jahres um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Als Grund für die Entwicklung nannte die Behörde den niedrigen Ausgangswert im Jahr 2009. Durch die weit verbreitete Kurzarbeit seien die Löhne und Gehälter damals im Durchschnitt vergleichsweise niedrig gewesen. Wie die Statistiker weiter mitteilten, stiegen die Verbraucherpreise zuletzt um 1,1 Prozent.

NEU DELHI: Im Norden Indiens sind nach den schlimmsten Überschwemmungen seit Jahren mindestens zwei Millionen Menschen obdachlos. Viele Dörfer und ausgedehnte Ackerflächen lägen unter Wasser, weil kräftiger Monsunregen den Ganges und andere Flüsse über die Ufer treten lasse, melden die örtlichen Behörden. Die Bundesstaaten Uttar Pradesh, Punjab und Haryana befürchten große Verluste bei Baumwoll- und Zuckerrohrernte. Ein vorzeitiger Wintereinbruch stellt unterdessen die Opfer der Flutkatastrophe im benachbarten Pakistan vor zusätzliche Probleme bei Versorgung und Wiederaufbau.

TOKIO/PEKING: Japan will den Streit mit China um einen Seezwischenfall entschärfen. Sein Land hoffe, bald ranghohe Gespräche mit China führen zu können, sagte der japanische Regierungssprecher Sengoku. Kurz zuvor hatte Chinas Regierungschef Wen von Tokio die "sofortige und bedingungslose" Freilassung des inhaftierten Kapitäns eines chinesischen Fischerbootes verlangt. Andernfalls werde China weitere Maßnahmen ergreifen. Die japanische Küstenwache hatte Anfang des Monats in der Nähe einer zwischen beiden Ländern umstrittenen Inselgruppe nördlich von Taiwan das Fischerboot aufgebracht.

WASHINGTON: Das Oberste Gericht der USA hat den Berufungsantrag der im Bundesstaat Virginia zum Tode verurteilten Mörderin Teresa Lewis abgelehnt. Die 41-Jährige soll am Donnerstag mit einer Giftspritze hingerichtet werden. In Virginia wurde seit knapp 100 Jahren keine Frau mehr hingerichtet. Die deutsche Amnesty-Generalsekretärin Lüke kritisierte die Entscheidung als völkerrechtswidrig. Sie sagte der "Frankfurter Rundschau", Lewis sei geistig zurückgeblieben, in solch einem Fall sei eine Exekution völkerrechtlich absolut verboten. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 wurden elf Frauen hingerichtet, wohingegen mehr als 1200 zum Tode verurteilte Männer sterben mussten.

NEW YORK: Bundeskanzlerin Merkel ist als erster deutscher Regierungschef mit der Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet worden. Bei der Verleihung in New York würdigte der Vorsitzende des Jüdischen Museums in Berlin, Blumenthal, ihr Bemühen um die Aussöhnung der Deutschen mit Israel und den Juden in der Welt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden viel Sonne. In den übrigen Regionen wenige Wolken, aber stets trocken. Höchstwerte zwischen 16 Grad an der Ostseeküste und 24 Grad am Rhein.

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