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Nachrichten

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Deutschland wird Georgien mit zusätzlich 34 Millionen Euro helfen, die Schäden des Krieges mit Russland zu beseitigen. Das teilte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, zu Beginn einer internationalen Geberkonferenz in Brüssel mit. Dazu kommen nach seinen Angaben 100 Millionen Euro, die Deutschland im Rahmen von EU-Mitteln stellt. Damit sei die Bundesrepublik einer der wichtigsten EU-Geber, betonte Erler. Bereits vor dem Kaukasus-Krieg hatte die Bundesregierung Georgien 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die EU und die Weltbank beziffern die nötigen Mittel zum Wiederaufbau Georgiens auf rund 2,4 Milliarden Euro. Rund die Hälfte des Geldes wollen die USA und die EU stellen. An der Geberkonferenz nehmen 67 Länder und Finanzinstitutionen teil.

MÜNCHEN: Die finanziell angeschlagene Bayerische Landesbank braucht aus dem Rettungspaket der Bundesregierung 5,4 Milliarden Euro. Das teilte Bayerns Finanzminister Erwin Huber, zugleich Verwaltungsratschef der BayernLB, nach einer mehrstündigen Krisensitzung in München mit. Eine weitere Milliarde Euro soll der Bank über eine Kapitalerhöhung der Eigentümer, des Staates Bayern und der bayerischen Sparkassen, zufließen. Deutschlands zweitgrößte Landesbank hatte sich am US-Hypothekenmarkt verspekuliert. Die BayernLB will auch selbst einen Beitrag leisten: In den nächsten drei Jahren sollen 400 Millionen eingespart werden, Dividendenzahlungen werden ausgesetzt, und, für die Vorstandsmitglieder wird es nach den Bestimmungen des Rettungspakets auch keine Bonuszahlungen mehr geben.

DRESDEN: Unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel treffen sich an diesem Mittwoch in Dresden Vertreter der Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder zum so genannten Bildungsgipfel. Bei dem Treffen sollen zahlreiche Reformvorhaben auf den Weg gebracht werden. Dazu gehören eine bessere Sprachförderung von Migrantenkindern vor der Einschulung, Hilfen für Schulabbrecher sowie die Öffnung der Hochschulen für Facharbeiter ohne Abitur. Bildungsministerin Annette Schavan setzte sich vorab für ein bundesweit einheitliches Abitur sowie für die Einführung von Studiengebühren an allen deutschen Hochschulen ein. Die Forderung der Bundesländer nach mehr Geld für die Bildung lehnte die Ministerin ab.

KABUL: Im nordafghanischen Kundus haben sich die dort stationierten Bundeswehrsoldaten in einer Trauerfeier von ihren beiden am Montag getöteten Kameraden verabschiedet. Anschließend wurden die Särge mit den Leichnamen der beiden 22 und 25 Jahre alten Männer zum Luftwaffenstützpunkt Termes in Usbekistan geflogen. Ein Airbus der Luftwaffe bringt sie zusammen mit einem bei dem Selbstmordanschlag verletzten Soldaten anschließend nach Deutschland. Am Freitag soll im pfälzischen Zweibrücken eine offizielle Trauerfeier für die beiden Getöteten stattfinden. Dort ist das Fallschirmbataillon stationiert, zu dem die Soldaten gehörten. Bei dem Anschlag nahe Kundus waren auch fünf spielende Kinder ums Leben gekommen.

WASHINGTON: Die USA wollen den Entwurf für das Irak-Stationierungsabkommen nicht überarbeiten. Verteidigungsminister Robert Gates sagte, die "Tür dafür sei ziemlich fest geschlossen". Das irakische Kabinett hatte am Dienstag Änderungen an dem Entwurf gefordert, um das Abkommen, wie es Regierungssprecher Ali al-Dabbagh sagte, national akzeptabel zu machen. Vor allem von der Partei des Schiitenführers Muktada al-Sadr gibt es Widerstand. Unterhändler der USA und des Irak hatten sich in der vergangenen Woche auf den Entwurf geeinigt. Er sieht unter anderem einen endgültigen Abzug der US-Truppen bis 2011 vor. Das Abkommen soll das UN-Mandat der US-Truppen ersetzen, das Ende Dezember ausläuft.

COLOMBO: Bei Selbstmordanschlägen auf zwei Handelsschiffe in Sri Lanka sind nach Angaben der Regierung mindestens sechs tamilische Rebellen getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Colombo teilte mit, Selbstmordkommandos der Rebellen hätten vor einem Hafen am Nordende der Halbinsel Jaffna drei mit Sprengstoff beladene Schnellboote auf die Schiffe der Handelsmarine zugesteuert. Die Rebellenboote seien bei Gefechten zerstört oder versenkt worden. Eines der Handelsschiffe, die Hilfsgüter auf die Halbinsel bringen sollen, sei durch eine Explosion beschädigt worden. Jaffna ist wegen anhaltender Kämpfe zwischen der Armee und den Aufständischen vom übrigen Teil Sri Lankas abgeschnitten. Die tamilischen Rebellen kämpfen seit 1972 für einen eigenen Staat.

NEU DELHI: Als drittes asiatisches Land hat nach Japan und China nun auch die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien erstmals eine unbemannte Mondsonde ins All gebracht. Der Start der Rakete Chandrayaan-1 vom südindischen Weltraumzentrum Sriharikota wurde live im Fernsehen übertragen und als ein historischer Tag gefeiert. Das Raumschiff soll zwei Jahre lang den Mond umkreisen und ihn nach Wasser und wertvollen Metallen absuchen. Vorgesehen ist auch der Einsatz eines Fahrzeugs auf dem Mond, das Bodenproben auswerten soll. Indien plant bis 2013 insgesamt 60 Weltraummissionen.

SAN FRANCISCO: Nach einem deutlichen Gewinn-Einbruch streicht das Internet-Unternehmen Yahoo weltweit mindestens zehn Prozent seiner Stellen. Betroffen sind rund 1.400 Mitarbeiter, wie Yahoo im kalifornischen Sunnyvale mitteilte. Wegen fehlender Werbeeinnahmen war der Nettogewinn bei Yahoo im dritten Quartal um fast zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, zeitweise Regen. Deutlich kühler mit Tageswerten zwischen acht und 13 Grad; in Südostbayern wegen Föns milder mit 16 bis 18 Grad.

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