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Nachrichten

Mittwoch, 22. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Ein Jahr nach dem Start der großen Koalition hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine positive Bilanz gezogen. Vor dem Deutschen Bundestag wies die Kanzlerin auf ein Wirtschaftswachstum und einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen hin. Das Konzept von Sanieren, Reformieren und Investieren habe sich als richtig erwiesen, sagte Merkel anläßlich der Generalaussprache über den Kanzler-Etat. Gleichwohl gelte es weiterhin, neue Arbeitplätze zu schaffen und mehr Bildung zu ermöglichen. Scharfe Kritik hatte zuvor FDP-Vize Rainer Brüderle geübt, der von einem verlorenen Jahr sprach. Der Wirtschaftsaufschwung sei ein Erfolg der Unternehmen und des Mittelstandes und nicht der Regierungsarbeit. Die gute Konjunktur gehe auf Einmaleffekte wie die Fußball-WM und vorgezogene Käufe auf Grund der bevorstehenden Mehrwertsteuererhöhung zurück.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat und UN-Generalsekretär Kofi Annan haben die Ermordung des libanesischen Industrieministers Pierre Gemayel scharf verurteilt. Dieser Terrorakt untergrabe die Stabilität des Libanons, heißt es in einer Erklärung Annans. Zuvor hatte das höchste UN-Gremium der Errichtung eines internationalen Tribunals zur Aufklärung des Attentats auf den ehemaligen libanesischen Regierungschef Rafik Hariri vom Februar 2005 zugestimmt. Im Libanon löste der Mord vom Dienstag an dem prominenten anti-syrischen Minister Gemayel Unruhen aus. In mehreren Städten wurden Fahrzeuge pro-syrischer Parlamentarier zerstört. Der 34-jährige Politiker der christlichen Falange-Partei war von Unbekannten in seinem Auto erschossen worden.

WASHINGTON: Im Verfahren um die Ermordung eines Irakers in Hamdania ist ein weiterer US-Soldat von einem amerikanischen Militärgericht verurteilt worden. Der 21-jährige Marineinfanterist, der sich der Körperverletzung und Justizbehinderung schuldig bekannte, erhielt eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Er gehört zu einer Gruppe von acht Soldaten, denen vorgeworfen wird, den Zivilisten Ibrahim Awad aus seinem Haus gezerrt und erschossen zu haben. Anschließend versuchten sie, ihre Tat als Tötung eines bewaffneten Rebellen darzustellen. - US-Präsident George W. Bush und der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki vereinbarten für die nächste Woche ein Treffen in Jordanien, um über die Sicherheitslage im Irak zu sprechen.

GAZA-STADT: Israelische Soldaten haben unterstützt von Panzern ihre Offensive im Norden des palästinensischen Gazastreifens fortgesetzt. Das Militär rückte nach eigenen Angaben auf der Suche nach militanten Palästinensern in die Stadt Beit Hanun und das Flüchtlingslager Dschabalia vor. In dem Lager wurden bei Gefechten mit den Soldaten ein Aktivist des militanten Flügels der Hamas getötet und zwei weitere verletzt. Die israelische Armee teilte mit, Ziel der Operation sei es, die Raketenangriffe auf Israel zu unterbinden. Der am Diestag bei einem palästinensischen Angriff auf die israelische Stadt Sderot verletzte Israeli starb an seinen schweren Verletzungen. - Zwei am Dienstag im Gazastreifen entführte Mitarbeiter des Roten Kreuzes wurden wieder freigelassen.

WARSCHAU: Mindestens acht Bergleute sind bei einer Methangas-Explosion in einem polnischen Steinkohlebergwerk ums Leben gekommen. Von den 15 vermissten Kumpeln gibt es nach wie vor kein Lebenszeichen. Die Überlebenschancen 1.000 Meter unter Tage werden von den Rettungskräften als nicht sehr groß eingeschätzt. Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski versprach nach einem Besuch in der Zeche in Ruda Slaska in Oberschlesien Hilfe für die Familien der Verunglückten.

ABUJA: Vor der Südküste Nigerias haben Bewaffnete mehrere ausländische Ölarbeiter entführt. Die mutmaßlichen Rebellen überfielen ein Schiff, das von einer italienischen Ölfirma betrieben wird. In Nigeria kommt es immer wieder zu Übergriffen auf ausländische Ölfirmen. Die Täter verlangen meist mehr Jobs für die örtliche Bevölkerung und einen größeren Anteil am Ölreichtum der Region. Die meisten der Entführten kamen nach Zahlung eines Lösegelds frei.

WOLFSBURG: Der frühere VW-Betriebsratschef, Klaus Volkert, ist wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass Volkert in der VW-Affäre um Schmiergeldzahlungen und so genannte Lustreisen eine Aufklärung um jeden Preis verhindern wollte. Wie es heißt, habe Volkert Mitbeschuldigte zu Falschaussagen bewegen wollen.--Volkert galt als mächtigster Betriebsrat bei Volkswagen. Der frühere Personalvorstand von VW, Peter Hartz, soll mit Millionenzahlungen das Wohlwollen Volkerts erkauft haben. Gegen Hartz selbst hatte die Staatsanwaltschaft vergangene Woche Anklage wegen Untreue in 44 Fällen erhoben.

LOS ANGELES: Der amerikanische Regisseur Robert Altman ist tot. Altman starb nach Angaben seiner Produktionsfirma im Alter vor 81 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Er war im März mit dem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen 'M-A-S-H', 'Nashville' und 'Short Cuts'.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Osten kurze freundliche Abschnitte. Sonst meist stark bewölkt und gelegentlich Regen. Temperaturen zwischen sieben und zehn Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 22.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9QAv
  • Datum 22.11.2006
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