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Nachrichten

Mittwoch, 22. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch.

MÜNCHEN: An den Universitätskliniken mehrerer Bundesländer haben die Ärzte ihren Streik fortgesetzt. Insgesamt sind Streiks in 20 Städten vorgesehen. Mediziner aus ganz Deutschland wollen an diesem Mittwoch mit einer Großdemonstration in Hannover ihrer Forderung nach 30 Prozent mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen. Die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund rief die Mediziner auf, vor das niedersächsische Finanzministerium zu ziehen, dem Amtssitz des Verhandlungsführers der Länder, Hartmut Möllring. Dieser bezeichnete die Gehalts-Forderung von 30 Prozent als abwegig. Die Länder hätten ein gutes Angebot vorgelegt, hob er hervor.

STUTTGART: Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streiks gegen längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst der Kommunen in Baden-Württemberg fortgesetzt, allerdings mit einer neuen Strategie. In den Kindergärten wurde der Ausstand eingestellt. Zudem arbeiten in mehreren Städten auch die Müllmänner wieder. Verdi hatte angekündigt, die Ausrichtung des Streiks so zu verändern, dass die öffentlichen Arbeitgeber dadurch finanzielle Einbußen erleiden. Am Sonntag war in dem Tarifstreit die Schlichtung am Einspruch der Gewerkschaft geplatzt.

BERLIN: Zur Finanzierung kostenloser Kindergartenplätze hat Finanzminister Peer Steinbrück eine Kürzung des Kindergeldes ins Gespräch gebracht. Steinbrück sagte in Berlin, mit einer Kürzung des Kindergeldes um vier bis sechs Euro könne man eine Menge Geld zusammenkriegen. Die Diskussion über kostenlose Kindergärten war von Vertretern der Union und SPD angesichts des neuen Tiefstands der Geburtenrate eröffnet worden. Nach Angaben der Kommunen würde die gebührenfreie Betreuung der Kinder im Vorschulalter zwei Milliarden Euro kosten.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat seine Beratung über den umstrittenen Bundeswehreinsatz in Kongo begonnen. Ein Beschluss wird noch nicht gefasst, weil die Regierung erst ein Mandat des Weltsicherheitsrates abwarten will. Vor dem Hintergrund der Debatte kritisierte der Bundeswehrverband die Regierung. Vize-Verbandschef Oberstleutnant Ulrich Kirsch sagte der 'Leipziger Volkszeitung', es gebe immer gefährlichere Einsätze für immer weniger Geld. Mit der EU-Friedensmission sollen die Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo abgesichert werden.

MINSK: In der weißrussischen Hauptstadt haben den vierten Tag in Folge hunderte Oppositionsanhänger gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl demonstriert. Bei eisigen Temperaturen harrten rund 600 zumeist Jugendliche über Nacht aus, um gegen die proklamierte Wiederwahl von Präsident Alexander Lukaschenko zu protestieren. Für Samstag rief der nach offizieller Darstellung unterlegene Oppositionspolitiker Alexander Milinkewitsch seine Landsleute zu einer Großkundgebung auf. Gegenüber Journalisten äußerte er die Hoffnung auf eine demokratische Koalition im Lande.

PEKING: Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen Besuch in Peking mit der Teilnahme an einem chinesisch-russischen Wirtschaftsforum fortgesetzt. Anschließend traf Putin mit Ministerpräsident Wen Jiabao zusammen. Am Vortag waren mehrere Abkommen zum Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen unterzeichnet worden.

MANILA: Fünf Jahre nach seinem Sturz und dem Beginn eines Korruptionsprozesses gegen ihn hat der ehemalige philippinische Präsident Joseph Estrada erstmals vor Gericht ausgesagt. Dabei wies er den gegen ihn gerichteten Vorwurf zurück, in seiner Amtszeit 80 Millionen Dollar unterschlagen zu haben. Ein Urteil wird für September erwartet. Im Falle eines Schuldspruchs wegen Korruption droht dem 68-Jährigen lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

KABUL: Im Kampf gegen moslemische Extremisten hat die afghanische Armee nach eigenen Angaben 16 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet. Soldaten hätten die Aufständischen in den Bergen nahe der Grenze zu Pakistan aufgespürt. In den vergangenen Monaten hatten die Angriffe der Taliban wieder zugenommen.

KABUL: Die afghanische Regierung hat die scharfe Kritik aus Deutschland am Prozess gegen den zum Christentum übergetretenen Abdul Rahman zurückgewiesen. Der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' sagte Wirtschaftsminister Amin Farhang, die Reaktion deutscher Politiker sei überzogen und habe bei den Afghanen für Unmut gesorgt. Wenn deutsche Politiker indirekt mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan drohten, grenze das an eine Art von Erpressung, sagte Farhang. Er gehe nicht davon aus, dass die Todesstrafe gegen Rahman verhängt werde. Der 40-Jährige steht wegen seiner Abkehr vom Islam und seines Bekenntnisses zum Christentum in Kabul vor Gericht. Nach den geltenden Gesetzen droht ihm die Todesstrafe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden freundlich, in der Mitte Schnee, im Süden Regen, bei Höchstwerten von zwei bis elf Grad.

  • Datum 22.03.2006
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  • Datum 22.03.2006
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