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Nachrichten

Mittwoch, 22. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundeswehr ist nach Auskunft des Verteidigungsministeriums derzeit in anhaltende Kämpfe gegen die radikal-islamischen Taliban-Milizen in Afghanistan verstrickt. Es gebe eine Militäroffensive der afghanischen Sicherheitskräfte nahe Kundus im Norden des Landes, an der auch Einheiten der Internationalen Schutztruppe teilnähmen, verlautete offiziell in Berlin. Dabei seien auch deutsche Soldaten, die Schützenpanzer und Mörser einsetzten. Das Ministerium bestätigte damit teilweise entsprechende Presseberichte.

BERLIN: Der Bundesrechnungshof fordert wegen der drastisch gestiegenen Staatsschulden eine grundlegende Wende. Der Präsident der Behörde, Dieter Engels, sagte dem "Handelsblatt", es sei gut, wenn die Bundesregierung eine klare Ausstiegsstrategie erarbeite und sagte, wie sie den Schuldenberg wieder abbauen wolle. Dies müsse die Hauptaufgabe der nächsten Legislaturperiode nach der Bundestagswahl sein. Die Regierung rechnet bis Ende des Jahres mit einem Anstieg der staatlichen Schulden auf 1.700 Milliarden Euro.

BERLIN: Die steigende Arbeitslosigkeit wegen der Wirtschaftskrise trifft nach einer Gewerkschaftsstudie jüngere Beschäftigte besonders hart. Der Jobverlust sei unter Jüngeren etwa dreimal so stark angestiegen wie im Durchschnitt aller anderen Altersklassen, berichtet die "Frankfurter Rundschau". Nach der Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes waren im Mai 16 Prozent mehr Menschen bis zu 24 Jahren arbeitslos als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit sei mit 5,3 Prozent deutlich geringer gewachsen. Viele junge Menschen hätten ihren Job verloren, weil sie nur befristet oder in Leiharbeit beschäftigt waren, heißt es weiter. Betroffen seien in erster Linie junge Männer.

DÜSSELDORF: Bei der geplanten Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel muss Deutschland nach Ansicht von Hessens Ministerpräsident Roland Koch das letzte Wort haben. Dem "Handelsblatt" sagte er, die Politiker seien dem Steuerzahler verpflichtet. Er reagierte damit auf Berichte, wonach der Opel-Mutterkonzern Generals Motors im aktuellen Bieterwettstreit aus Eigeninteresse den amerikanisch-belgischen Finanzinvestor RHJ International vorziehen könnte. Die Ministerpräsidenten der vier Bundesländer mit Opel-Standorten hatten dagegen ähnlich wie die Bundesregierung das Übernahme-Konzept des österreichisch-kanadischen Auto-Zulieferers Magna favorisiert. Derzeit prüfen GM und die Bundesregierung alle drei abgegebenen Angebote.

WASHINGTON: Das US-Repräsentantenhaus hat für die Beibehaltung der Sanktionen gegen das Militärregime in Birma gestimmt. Nun muss noch der Senat der Verlängerung der erstmals 2003 beschlossenen Strafmaßnahmen zustimmen. Die Sanktionen sehen unter anderem das Verbot bestimmter Importe aus dem südostasiatischen Land wie etwa Edelsteine vor. US-Außenministerin Hillary Clinton warnte unterdessen vor einem möglichen Transfer von Nukleartechnik von Nordkorea an Birma. Entsprechend äußerte sich Clinton in Bangkok. In Phuket im Süden Thailands findet an diesem Mittwoch ein Treffen der zehn Mitglieder der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) mit Partnerländern statt. Auch Birma und Nordkorea sind vertreten.

TEGUCIGALPA: Der gestürzte honduranische Staatschef Manuel Zelaya hat US-Präsident Barack Obama aufgefordert, den Druck auf die Übergangsregierung des zentralamerikanischen Landes zu erhöhen. In einem Schreiben an Obama habe er um eine Verschärfung der Sanktionen gebeten, teilte Zelaya mit. Bislang strich Washington Militärhilfe für Honduras in Höhe von 16,5 Millionen Dollar und drohte damit, auch die erheblich umfangreichere Wirtschaftshilfe einzufrieren. Dies sei zu wenig, so das Urteil Zelayas, der sich derzeit im Exil in Nicaragua aufhält.

KAIRO: Amnesty International hat Saudi-Arabien schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Der Nahost-Direktor der Menschenrechtsorganisation, Malcolm Smart, sagte, das Königreich halte mehr als 3.100 Terrorverdächtige in Geheimgefängnissen fest und setze bei Verhören Folter ein. Verdächtige würden schweren Schlägen, Elektroschocks und Schlafentzug ausgesetzt. Smart kritisierte auch die Staaten des Westens, die angesichts dieser Verstöße schwiegen. Ein Vertreter des saudi-arabischen Innenministeriums wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, Häftlinge würden respektvoll und in Übereinstimmung mit den Menschenrechten behandelt.

ADDIS ABEBA: Die Afrikanische Union verlängert das Mandat ihrer Mission in der sudanesischen Unruheprovinz Darfur um ein Jahr. Das beschloss der Rat für Frieden und Sicherheit der Union in der äthiopischen Hauptstadt. Ein Sprecher der Staaten-Organisation sagte, die Sicherheitslage habe sich durch die Mission in den vergangenen Monaten verbessert, müsse aber noch über eine längere Dauer stabilisiert werden. Angestrebt ist der Einsatz von insgesamt 27.000 Sicherheitskräften. - In Darfur herrscht seit Februar 2003 Bürgerkrieg, bei dem bisher nach UN-Schätzungen bis zu 300.000 Menschen getötet wurden.

NEU-DELHI: Die längste totale Sonnenfinsternis des 21. Jahrhunderts hat Teile Süd- und Ostasiens für mehrere Minuten in Dunkelheit getaucht. Millionen Menschen bestaunten das seltene Naturschauspiel auf den Straßen. Zu sehen war die Sonnenfinsternis zunächst im Westen Indiens, dann auch in Nepal, Bhutan, Bangladesh, Birma, Teilen Chinas und Japans. Mit 6 Minuten und 39 Sekunden war es die längste totale Sonnenfinsternis seit 1991. Das nächste noch längere Ereignis dieser Art haben die Astronomen erst für das Jahr 2132 errechnet. - Tausende Forscher und Schaulustige waren in dem westindischen Ort Taregna zusammengekommen, weil Wissenschaftler ausgerechnet hatten, dass dort die beste Sicht sei, aber Wolken und Regen verhinderten das.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen zunächst freundlich, später Schauer und Gewitter. Im Süden mehr Sonne mit zum Teil heftigen Wärmegewittern. Höchsttemperaturen 22 bis 32 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 20 Grad, wolkig;

Dresden: 20 Grad, regnerisch;

Berlin: 19 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 20 Grad, regnerisch;

Frankfurt am Main: 22 Grad, wolkig und

München: 23 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema