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Nachrichten

Mittwoch, 22. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: In der nordirakischen Stadt Baidschi hat ein Selbstmordattentäter im Gebäude der Polizeidirektion 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 50 weitere wurden verletzt. Die meisten Opfer waren Polizisten. Nach offiziellen Angaben sprengte der Angreifer am Eingang des Gebäudes einen Tanklaster. - Ebenfalls im Nordirak kamen beim Absturz eines amerikanischen Militärhubschraubers 14 US-Soldaten ums Leben. Das US-Militärkommando in Tikrit nannte als Ursache einen technischen Defekt.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einen afghanischen Provinzgouverneur sind nach Angaben von Augenzeugen möglicherweise mehrere Menschen getötet worden. Gouverneur Arsala Jamal aus der südafghanischen Provinz Chost habe das Attentat auf seinen Konvoi aber überlebt, hieß es. Etliche seiner Bewacher dürften jedoch bei dem Anschlag in der Nähe eines westlichen Militärstützpunktes außerhalb der Stadt Khost getötet worden sein. - In der Nähe von Kabul wurden mehrere italienische Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF bei der Notlandung ihres Hubschraubers verletzt. Deutsche Soldaten seien nicht an Bord gewesen.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat die Verlängerung des Libanon-Einsatzes der Bundeswehr um ein Jahr beschlossen. Dies teilte das Auswärtige Amt mit. Derzeit sind 960 deutsche Soldaten auf acht Schiffen vor der Küste des Libanon im Einsatz, um Waffenschmuggel vor allem für die radikal-islamische Hisbollah-Miliz zu verhindern. Der Bundestag wird Mitte September über die Mandatsverlängerung abstimmen. Die Mission erfolgt im Auftrag der Vereinten Nationen gemeisam mit Einheiten anderer Länder. Die deutsche Marine hatte im Oktober 2006 die Führung des internationalen Flottenverbandes übernommen. Nach dem Willen von Verteidigungsminister Franz Josef Jung soll diese Führung noch bis Februar 2008 andauern.

NÜRNBERG: Wegen des Wirtschaftswachstums könnte die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren sinken. Dies geht aus einer neuen Prognose der Bundesagentur für Arbeit hervor. Demnach könnten 2008 im Schnitt noch 3,44 Millionen Menschen erwerbslos sein - das wäre der Stand von 1993. Im Vergleich zum laufenden Jahr entspräche das einem Rückgang um rund 360.000. Die Bundesagentur geht bei dieser Prognose von einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im laufenden Jahr und von 2,5 Prozent im Jahr 2008 aus.

BERLIN: Gewalttätiger Rechtsextremismus ist nach Einschätzung von Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse vor allem ein ostdeutsches Problem. Ausländerfeindlichkeit und Angst vor Fremden seien in der Alltagskultur nicht weniger Ostdeutscher vorhanden, sagte der SPD-Politiker angesichts der Übergriffe auf Inder im sächsischen Mügeln. Gründe dafür seien die hohe Arbeitslosigkeit, Überforderungsängste und Nachwirkungen der autoritären DDR-Ideologie. Dagegen sieht Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) im Osten Deutschlands insgesamt keine größere Fremdenfeindlichkeit als im Westen. Wegen der Abschottung der DDR hätten die Ostdeutschen zwar weniger Kontakte zu Ausländern gehabt, doch sei ihre Grundeinstellung genauso weltoffen und tolerant wie diejenige der Westdeutschen, so Althaus.

RANGUN: In Birma reagiert die Militärregierung mit einer neuen Welle von Verhaftungen auf wachsende Proteste gegen schlechte Lebensbedingungen. In der Ex-Hauptstadt Rangun wurden nach Angaben von Augenzeugen aus einer Gruppe von rund 150 Demonstranten heraus etwa zehn Protestteilnehmer in ein Auto gezerrt und weggefahren. Erst am Dienstag waren nach offiziellen Angaben 13 Dissidenten festgenommen worden. Unter den Festgenommenen befänden sich mindestens neun Mitglieder der Gruppe '88er Studentengeneration', hieß es aus Dissidentenkreisen. Die Aktivisten hatten Proteste gegen die Verdopplung der Benzinpreise angeführt. Menschenrechtsgruppen zeigten sich besorgt. Bei früheren Verhaftungen seien Aktivisten gefoltert worden.

CARACAS: In Venezuela hat das Parlament in erster Lesung die von Präsident Hugo Chavez eingebrachte Verfassungsreform gebilligt. Die Vorschläge seien einstimmig angenommen worden, verkündete Parlamentspräsidentin Cilia Flores nach der Abstimmung in Caracas. Chavez will sich durch die Reform unter anderem eine von sechs auf sieben Jahre verlängerte Amtszeit garantieren. Außerdem soll der Präsident ohne eine Begrenzung von Amtszeiten immer wieder antreten dürfen. Die Opposition wirft Chavez vor, das Land nach dem Vorbild Kubas umgestalten zu wollen. Die neue Verfassung muss noch in zweiter und dritter Lesung vom Parlament gebilligt werden. Danach soll es ein Referendum geben. In der Volksvertretung sitzen nach dem Wahlboykott der Opposition im Jahr 2005 ausschließlich Anhänger Chavez.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten wechselnd bewölkt und häufig Schauer. Nach Osten und Südosten hin sind längere Aufheiterungen möglich. Tageshöchstwerte 18 bis 23 Grad, im Osten bis 27 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 20 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 15 Grad, Gewitter;
Dresden: 20 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 15 Grad, Nieselregen;
Frankfurt am Main: 19 Grad, wolkig und
München: 18 Grad, leicht bewölkt.

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