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Nachrichten

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STOCKHOLM: Die EU sieht Probleme bei der Entsendung von Beobachtern zum zweiten Wahlgang der Präsidentenwahl in Afghanistan. Der amtierende EU-Ratspräsident und schwedische Außenminister Carl Bildt sagte in Stockholm, es sei unmöglich, bis zum 7. November eine große Zahl von Wahlbeobachtern zu mobilisieren. Außerdem sei die Sicherheitslage in südlichen und östlichen Landesteilen außerordentlich schwierig. Deshalb müsse man damit rechnen, dass die EU-Länder weniger Wahlbeobachter als zur ersten Wahlrunde im August entsenden.

BERLIN: CDU/CSU und FDP starten an diesem Mittwoch ihre Abschlussverhandlungen auf dem Weg zu einer neuen Regierung. Vor großer Runde stellen zunächst die Unterhändler für Steuern und Finanzen ihre Vorschläge zur Diskussion. Dazu gehört auch ein milliardenschwerer Sonderfonds, um die Sozialbeiträge stabil halten zu können. Die zusätzlichen Kredite für diesen Schattenhaushalt fallen nicht unter die grundgesetzlich verankerte Schuldenbremse. Das stößt bei Opposition und Wirtschaft auf massive Kritik. Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) bezeichnete das Vorhaben in der "Süddeutschen Zeitung" als eine "finanzpolitische Trickserei". Der parteilose Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum sprach von "Bilanzfälschung" und Grünen-Haushaltsexperte Alexander Bonde von "haushaltspolitischem Betrug". Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung warnen davor, Staatsschulden in schwarzen Kassen zu verstecken.

JERUSALEM: Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu einem Ende des Nahost-Konflikts aufgerufen. Ein Frieden mit den palästinensischen Nachbarn sei möglich, dies erfordere jedoch Mut auf beiden Seiten, sagte Netanjahu auf einer internationalen Konferenz in Jerusalem. Er rief Abbas dazu auf, die Palästinenser zu einer Einstellung der Feindseligkeiten zu bewegen. Unterdessen kündigte Abbas an, er wolle trotz des Widerstands der Hamas für den 24. Januar Präsidenten- und Parlamentswahlen ansetzen.

TOKIO: US-Verteidigungsminister Robert Gates hat Japan zur raschen Umsetzung eines Abkommens über die Verlegung des US-Stützpunktes auf den südjapanischen Okinawa-Inseln aufgefordert. Es sei Zeit, auf dem bereits 2006 vereinbarten Weg voranzukommen, sagte Gates nach einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yukio Hatoyama und Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa in Tokio. Die Vereinbarung sieht die Verlegung der US-Truppen von dem Stützpunkt in Futenma auf einen noch zu errichtenden anderen Standort auf den Okinawa-Inseln bis 2014 vor. Außerdem sollen bis dahin 8.000 US-Marineinfanteristen von Okinawa auf die US-Pazifikinsel Guam verlegt werden.

WIEN: Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohamed El Baradei, hält eine Einigung bei den Atomgesprächen mit dem Iran weiterhin für möglich. Bei den Verhandlungen mit den Vertretern Teherans gebe es Fortschritte, allerdings gestalteten sich die Unterredungen schwieriger als zunächst angenommen. Die UN-Vetomächte versuchen in Wien, den Iran zu Einschränkungen seines Atomprogramms zu bewegen. Dessen ungeachtet erklärte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki in Teheran, dass sein Land an der Anreicherung von Uran festhalten wolle.

BERLIN: Angriffe von Seeräubern nehmen an Zahl und Brutalität weltweit dramatisch zu. Zu diesem Ergebnis kommt der Pirateriereport des Internationalen Schifffahrtsbüros, der in Berlin vorgestellt wurde. Demnach wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits 306 Überfälle gezählt - und gleich drei Mal so viele Angriffe wie im Vorjahr, bei denen Schusswaffen zum Einsatz kamen. Diese Zunahme von Piratenüberfällen ist vor allem auf die gesteigerten Aktivitäten von Seeräubern vor der Küste Somalias zurückzuführen. Allein im Golf von Aden - wo auch die Bundeswehr im Einsatz ist - gab es in diesem Jahr bereits 100 Angriffe. Im letzten Jahr waren es noch halb so viele.

KALUGA: Volkswagen hat in seinem Werk im russischen Kaluga die Vollproduktion aufgenommen. Der russische Markt stelle einen elementaren Baustein der Wachstumsstrategie des Unternehmens dar, sagte VW-Chef Martin Winterkorn bei einem Festakt in Kaluga im Südwesten von Moskau. Aus der jetzt gestarteten Vollproduktion mit eigenem Karosseriebau, Lackiererei und Montage sollen ab 2010 jährlich bis zu 150.000 Autos vom Band laufen, darunter der VW Tiguan und der Skoda Octavia. Seit der Eröffnung des Werkes im November 2007 hat Europas größter Autobauer seinen Marktanteil in Russland trotz Finanzkrise auf 6,6 Prozent mehr als verdoppelt.

BERLIN: Der Datenskandal der Deutschen Bahn wird für das Unternehmen strafrechtliche Konsequenzen haben. Nach Informationen der "Frankfurter Rundschau" erstattete der neue Bahn-Vorstand Strafanzeige bei der Berliner Staatsanwaltschaft und überreichte gleich mehrere Beweismittel. Unter anderem wird überprüft, ob das Unternehmen sich auf illegalem Weg Informationen beschafft hat. Die Bahn hatte eingeräumt, die Daten fast aller Mitarbeiter ohne deren Einverständnis abgeglichen, sowie Führungskräfte überwacht zu haben. Bereits am Dienstag hatte der Datenschutzbeauftragte von Berlin deswegen ein Bußgeld in Höhe von 1,1 Millionen Euro gegen die Deutsche Bahn verhängt.

BERLIN/MÜNCHEN: Das Umweltbundesamt warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor Gesundheitsgefahren durch den industriellen Einsatz von Nanotechnologie. Die "Süddeutsche Zeitung" zitiert aus einer noch unveröffentlichten Studie des Bundesamtes. Darin werde empfohlen, auf Produkte mit den kleinen Partikeln zu verzichten, weil ihre Wirkungen in der Umwelt und auf die menschliche Gesundheit noch weitgehend unbekannt seien. Zudem sei eine Kennzeichnungspflicht und ein Melderegister nötig für Nahrungsmittel, Kleidungsstücke, Kosmetika und andere Produkte, die Nanopartikel enthalten. Davon wären mehr als 800 Unternehmen in Deutschland betroffen, die in der Nanotechnologie tätig sind.

ZUM SPORT: In der Champions League hat der VfB Stuttgart trotz starker Leistung gegen den spanischen Spitzenklub FC Sevilla mit 1:3 verloren. Mit zwei Punkten aus drei Spielen stehen die Schwaben damit vor dem Aus schon in der Gruppenphase.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunehmend wolkig, aber auch längere sonnige Abschnitte und meist trocken bei höchstens sieben bis 16 Grad.

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