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Nachrichten

Mittwoch, 21. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PARIS: Nach einer Woche Arbeitsniederlegungen in Frankreich verhandeln die Staatsunternehmen Bahn und Pariser Nahverkehr wieder mit Gewerkschaften und Regierungsvertretern. Trotz der Gespräche und allmählich sinkender Streikbereitschaft bleibt der Verkehr in Frankreich aber massiv gestört. Fast die Hälfte der TGV-Züge verlässt nicht die Bahnhöfe. Sabotageakte auf Signalsysteme haben zudem für eine Stilllegung von Hochgeschwindigkeitsstrecken geführt. In Paris ist wieder der Metro-Verkehr stark beeinträchtigt. Am Dienstag hatte sich Präsident Nicolas Sarkozy entschlossen gezeigt, seine Reformpolitik durchzusetzen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine rasche Einigung im Tarifstreit bei der Bahn gefordert. Der Konflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL dürfe nicht bis Weihnachten dauern, sagte sie. Am Dienstag waren Bahnchef Hartmut Mehdorn und GDL-Chef Manfred Schell nach einer Serie von Streiks zu einem Spitzengespräch zusammengekommen. Über das Ergebnis wurde Stillschweigen vereinbart; das Gespräch soll aber nach Angaben der Gewerkschaft noch an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Die GDL geht davon aus, dass Mehdorn dabei ein neues Angebot vorlegen will. Die Lokführer fordern einen eigenen Tarifvertrag und eine deutliche Anhebung ihrer Bezüge.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering verabschiedet. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte ihn als einen der Architekten der großen Koalition. Müntefering hatte vor einer Woche aus privaten Gründen seinen Rücktritt angekündigt. Sein Nachfolger Olaf Scholz wird im Laufe des Tages zum neuen Bundesarbeitsminister ernannt. Vizekanzler soll Außenminister Frank-Walter Steinmeier werden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die anhaltende Kritik am Besuch des Dalai Lama im Kanzleramt zurückgewiesen. Merkel sagte der "Bild"-Zeitung, als Bundeskanzlerin entscheide sie selbst, wen sie empfange und wo. Aus Verärgerung über das Treffen hatte die chinesische Regierung mehrere bilaterale Treffen abgesagt. In dem Interview des Boulevard-Blatts zeigte sich die Kanzlerin zudem zuversichtlich, dass die Große Koalition mit den Sozialdemokraten bis zum Jahr 2009 hält. Ungeachtet der jüngsten Konflikte seien vorgezogene Wahlen kein Thema, sagte sie.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat Erwartungen an die internationale Nahost-Konferenz in der kommenden Woche gedämpft. Man hoffe aber, dass Israel und die Palästinenser durch die Konferenz im US-Bundesstaat Maryland bewegt werden könnten, Friedensverhandlungen aufzunehmen, hieß es aus dem Außenministerium in Washington. Das Treffen in Annapolis werde entgegen ursprünglicher Planung statt an zwei Tagen nur noch an einem Tag abgehalten. Als Konferenztag wurde der 27. November festgelegt. Etwa 40 Länder seien eingeladen worden, darunter Syrien und Saudi-Arabien, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel haben. Auch Deutschland, Russland, die EU und die UN sollen teilnehmen. Die radikalislamische Hamas aus dem Gazastreifen wurde aber ausgeschlossen.

JERUSALEM: Mit Blick auf die bevorstehende internationale Nahost-Konferenz hat Israel der Lieferung von bewaffneten Fahrzeugen und Munition an die Sicherheitskräfte von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zugestimmt. Die insgesamt 25 Spezialfahrzeuge sollen im Westjordanland in der Stadt Nablus im Kampf gegen die radikalislamische Hamas eingesetzt werden. Bereits am Dienstag hatte die israelische Regierung die baldige Freilassung von mehr als 430 palästinensischen Häftlingen angekündigt. Dies sei eine Geste des guten Willens vor der anstehenden Nahost-Friedenskonferenz, verlautete aus politischen Kreisen in Jerusalem.

NEW YORK: Der Menschenrechtsausschuss der UN-Vollversammlung hat Birma, Nordkorea und den Iran gerügt. In einer Erklärung verurteilte das Gremium die Gewalt der birmanischen Militärregierung gegen friedliche Demonstranten. Nordkorea wurden systematische Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Tief besorgt zeigte sich der Ausschuss über Verstöße im Iran. In dem Land würden Folter und herabwürdigende Strafen wie das Auspeitschen und das Amputieren von Körperteilen angewandt. Ein Antrag des Iran, den von westlichen Staaten eingebrachten Antrag nicht zu beraten, wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.

MOGADISCHU: In Somalia sind wegen der anhaltenden Gewalt nach Schätzungen der Vereinten Nationen etwa eine Million Menschen auf der Flucht. Allein aus der Hauptstadt Mogadischu seien 600.000 Menschen vor den Kämpfen äthiopischer und somalischer Regierungstruppen mit islamistischen Rebellen geflohen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Damit hätten rund 60 Prozent der Einwohner Mogadischus die Stadt verlassen. Die Lage der Menschen sei verzweifelt. Mindestens 45.000 Kinder seien akut unterernährt.

SINGAPUR: Der Preis für Leichtöl nähert sich der 100-Dollar-Marke. An den asiatischen Terminmärkten stieg der Preis für ein Barrel auf mehr als 99 Dollar. Händler nannten als Gründe den niedrigen Kurs der US-Währung und Sorgen über Versorgungsengpässe vor der Heizsaison im Winter. Der Euro hatte zuvor mit gut einem Dollar 48 ein neues Allzeithoch erreicht. Experten führen die Dollar-Schwäche vor allem auf die Konjunkturprognose der US-Notenbank zurück. Diese hatte am Dienstag ihre Wachstumsaussichten wegen der Folgen der Finanzmarktkrise für 2008 deutlich gesenkt

BRÜSSEL: Die Europäische Union hat Japan aufgefordert, die Jagd auf Wale in der Antarktis zu beenden. Das Vorhaben gefährde auf lange Sicht das Überleben der Buckel- und Finnwale in der Region, erklärte die EU-Kommission in Brüssel. Die Jagd sei auch nicht nötig, um wissenschaftliche Erkenntnisse über die Tiere zu gewinnen. Japan hatte am Sonntag nach 44 Jahren die Jagd auf Buckelwale wieder aufgenommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen bewölkt und zeitweise regnerisch, im Osten stellenweise Aufheiterungen. Am Alpenrand Föhn. Höchstwerte drei bis zwölf Grad.


Am Morgen meldeten:
Hamburg: 1°, dunstig;
Berlin: -1°, Bodennebel;
Dresden: 1°, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 3°, Regen;
Köln/Bonn: 7°, bedeckt und
München: - 1°, dunstig .

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