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Nachrichten

Mittwoch, 21. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DOHA: Im Libanon besteht nach 18 Monaten Krise Hoffnung auf Frieden. Vertreter der Regierung und der vom Iran und Syrien unterstützten Opposition unter Führung der Hisbollah unterschrieben nach mehrtägigen Verhandlungen in Katars Hauptstadt Doha einen entsprechenden Vertrag. Danach soll innerhalb von 24 Stunden mit General Michel Suleiman ein neuer Staatspräsident gewählt werden. Der Posten war seit November vakant. Außerdem wird eine Regierung der nationalen Einheit unter Beteiligung der Hisbollah gebildet - diese erhält mehrere Ministerposten und ein von ihr gefordertes Vetorecht. Beide Seiten verpflichten sich, ihre politischen Ziele nicht mehr mit Waffengewalt durchzusetzen. Parlamentssprecher Nabih Berri kündigte als - so wörtlich- Geschenk von Doha an, die Opposition werde ihre Ende 2006 aufgebauten Protestzelte in der Beiruter Innenstadt entfernen.

WASHINGTON: Nach den beiden Vorwahlen der Demokraten in den US-Bundesstaaten Kentucky und Orgeon sieht Senator Barack Obama sein Ziel, zum Präsidentschaftskandidaten seiner Partei nominiert zu werden, in greifbarer Nähe. In einer Rede im Bundesstaat Iowa dankte er seinen Anhängern für ihre Unterstützung. Obama siegte nach letzten Hochrechnungen in Oregon mit 58 Prozent der Stimmen; Senatorin Hillary Clinton kommt auf 42 Prozent. Clinton dagegen gewann deutlich in Kentucky gegen Obama: dort holte sie 65 Prozent, Obama 30 Prozent. Dieser liegt inzwischen sowohl bei der Zahl der für eine Nominierung notwendigen Delegierten sowie auch bei den so genannten Super-Delegierten deutlich vor Clinton. Diese machte jedoch deutlich, sie werde bis zum 3. Juni, dem Ende der Vorwahlen, weiter machen.

WASHINGTON: US-Senator Edward Kennedy ist schwer erkrankt. Nach Angaben der behandelnden Ärzte leidet er an einem Gehirntumor und muss sich einer Strahlen- und Chemotherapie unterziehen. Der jüngere Bruder des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy war am Samstag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Er gehört innerhalb der Demokratischen Partei zu den führenden Kräften und gilt als scharfer Kritiker von Präsident George W. Bush. 1980 hatte sich Edward Kennedy um die Präsidentschaft beworben, unterlag jedoch Jimmy Carter. Sowohl Republikaner wie Demokraten zeigten sich bestürzt über die Erkrankung des 76-Jährigen.

RANGUN: Das Welternährungsprogramm darf mit Hubschraubern die Notleidenden in Birma versorgen. Ein Sprecher teilte mit, die UN-Organisation habe die Erlaubnis der Militärführung bekommen. Der erste Hubschrauber solle am Donnerstag im Irrawady-Delta eintreffen, weitere neun würden in den kommenden Tagen folgen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte vor seiner Abreise nach Birma, er rechne damit, dass ausländische Helfer jetzt auch schneller Einreisevisa bekämen. Ban will am Donnerstag mit Vertretern der Militärregierung sprechen und in das Katastrophengebiet reisen. Bislang erschweren die Militärs durch viele Auflagen die internationale Hilfe für die Opfer des Zyklons. So werden Schiffe mit Hilfsgütern nicht entladen; Hilfe aus den USA wird nur eingeschränkt akzeptiert. Nach UN-Angaben konnten bisher nur etwa 500.000 von insgesamt 2,4 Millionen Bedürftigen versorgt werden.

PEKING: Mehr als eine Woche nach dem schweren Erdbeben versucht die chinesische Regierung wieder Normalität zu schaffen. Im Gebiet der am stärksten betroffenen Provinz Sichuan wurden einige provisorische Schulen geöffnet. Die Rettungsarbeiten verlagerten sich derweil von der Bergung Verschütteter zur Versorgung der Notleidenden. So werden Verletzte in Krankenhäuser außerhalb des Bebengebietes gebracht. Dringend benötigt werden Zelte, da bis zu fünf Millionen Menschen kein Dach mehr über dem Kopf haben. Die tibetische Exilregierung in Neu Delhi rief alle Tibeter auf, ihre Proteste gegen die chinesische Politik aus Solidarität mit den Bebenopfern bis mindestens Ende des Monats auszusetzen.

MADRID: Der mutmaßliche Chef der baskischen Untergrundorganisation ETA ist von der Polizei in Frankreich gefasst worden. Nach Angaben der spanischen Behörden wurde Francisco Javier Lopez Pena zusammen mit drei weiteren mutmaßlichen ETA-Mitgliedern in der Nähe von Bordeaux festgenommen. Die Überprüfung ihrer Identität sei noch nicht abgeschlossen. Lopez Pena war 1983 untergetaucht. Er soll nicht nur für mehrere Anschläge verantwortlich sein, sondern auch die Aufkündigung der Waffenruhe im Juni vergangenen Jahres angeordnet haben. Im spanischen Baskenland wurde derweil der frühere Bürgermeister der Ortschaft Andoain festgenommen. Er soll mit der ETA zusammengearbeitet und sich kürzlich mit Lopez Pena getroffen haben.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Mai überraschend wieder verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei von 102,4 Punkten im April auf 103,5 Punkte gestiegen, teilte das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München mit. Im April war der Index, der als wichtiges Frühbarometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft gilt, noch gesunken. Es war befürchtet worden, dass sich diese Tendenz weiter fortsetzen könnte. Der Anstieg spreche nun dafür, dass der konjunkturelle Dämpfer moderat ausfallen könnte, sagte ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

FRANKFURT AM MAIN: Warnstreiks von Piloten haben am Mittwochmorgen bei drei Lufthansa-Töchtern zu zahlreichen Flugstreichungen und Verspätungen geführt. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Cockpit wurden 97 von 99 Flügen von Cityline, Eurowings und Germanwings bestreikt, um Tarifforderungen durchzusetzen.

BERLIN: Der Großbrand in der Berliner Philharmonie ist gelöscht. Das Feuer hatte am Dienstag erhebliche Schäden am Dach des Gebäudes angerichtet. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ursache waren wahrscheinlich Schweißarbeiten, die es vor Ausbruch des Feuers gab. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von Einsatzkräften und Fahrzeugen vor Ort.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Norden heiter. Sonst bewölkt mit gelegentlichem Regen. Tageshöchsttemperaturen zehn bis 22 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist leichter Bewölkung:

Hamburg und Berlin: 11 Grad;

Dresden, Köln/Bonn und München: 8 Grad sowie

Frankfurt am Main: 13 Grad.

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