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Nachrichten

Mittwoch, 21. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Nach drei Nullrunden in Folge können die Rentner in Deutschland wieder mit einer leichten Rentenerhöhung rechnen. Bundessozialminister Franz Müntefering kündigte im deutschen Fernsehen an, vom ersten Juli an würden die Renten um 0,54 Prozent angehoben. Eine stärkere Steigerung sei nicht möglich gewesen, da sich die Rentenerhöhung an die Lohnentwicklung anlehne. Umgerechnet bedeute die Erhöhung auf ein volles Jahr 1,2 Milliarden Euro, die zusätzlich an die Rentner flössen.

GENF: Deutschland muss sich wegen seiner Bildungspolitik vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf rechtfertigen. Vor der offiziellen Vorlage seines Berichts über das deutsche Schulsystem prangerte UN-Menschenrechtsinspektor Vernor Muñoz nochmals Mängel an. Das vielgliedrige Schulsystem in der Bundesrepublik benachteilige vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien, Kinder mit Migrationshintergrund und Behinderte, sagte Muñoz im deutschen Fernsehen. Das Menschenrecht auf Bildung müsse aber für alle gelten. Der UN-Experte hatte vor einem Jahr Schulen in Deutschland besucht. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Jürgen Zöllner, erklärte, die von Muñoz kritisierten Schulformen seien sekundär. Das Wesentliche seien die Anstrengungen für das einzelne Kind.

BERLIN: Angesichts der Morddrohung gegen die beiden deutschen Geiseln im Irak bemüht sich der Krisenstab des Auswärtigen Amtes weiter intensiv um die Freilassung. Staatsminister Gernot Erler erklärte, die Bundesregierung lasse sich aber nicht erpressen. Daher könne sie die Forderung der Geiselnehmer nicht erfüllen. Diese hatten verlangt, dass die Bundeswehr spätestens bis gestern ihren Abzug aus Afghanistan einleitet. Andernfalls würden die 61-jährige Hannelore Krause und ihr Sohn getötet. Am Dienstag hatte - nach vielen anderen Aufrufen - auch der irakische Vizepräsident Tarik al Haschimi an die Entführer appelliert, die Geiseln freizulassen.

ROM: Der nach zweiwöchiger Geiselhaft in Afghanistan freigelassene italienische Journalist Daniele Mastrogiacomo ist wieder in Rom eingetroffen. Auf dem Flughafen Ciampino wurde er von Ministerpräsident Romano Prodi, seiner Frau und seinen Kindern begrüßt. Mastrogiacomo war am Montag wenige Stunden nach Ablauf eines Ultimatums im Austausch gegen inhaftierte Taliban freigelassen worden. Seinen Fahrer hatten die Entführer geköpft.

WASHINGTON: Die Internationale Kommission für Versicherungsansprüche aus der Holocaust-Zeit hat die Entschädigungsverfahren für abgeschlossen erklärt. Laut einer in Washington veröffentlichten Erklärung der Kommission wurden insgesamt 306 Millionen Dollar an über 48.000 Holocaust-Überlebende und deren Erben ausgezahlt. An der vom früheren US-Außenminister Lawrence Eagleburger geleiteten Kommission hatten sich rund 70 europäische Versicherungsunternehmen beteiligt. Dabei ging es um die Entschädigung der NS-Opfer, denen zwischen 1933 und 1945 Versicherungspolicen entzogen worden waren.

JERUSALEM: In Israel hat ein unbefristeter Streik im öffentlichen Dienst begonnen. Die Gewerkschaften wollen damit gegen ausstehende Löhne für tausende kommunale Angestellte protestieren. Von dem Streik sind vor allem Behörden, die Müllabfuhr und der öffentliche Verkehr betroffen.

MOGADISCHU: In Somalia ist es den zweiten Tag in Folge zu Gefechten mutmaßlicher Islamisten mit Soldaten Äthiopiens und der Übergangsregierung gekommen. Nach Berichten von Anwohnern wurden bei Schußwechseln in der Hauptstadt Mogadschu mehrere Menschen getötet. Erst im Dezember und Januar hatten Truppen Äthiopiens und der Übergangsregierung die Islamisten in Somalia von der Macht vertrieben.

PEKING: Nordkorea blockiert die Verhandlungen über den Abbau seines Atomwaffenprogramms weiter. Zur Begründung hieß es in Peking, die nordkoreanische Delegation warte weiter auf die Überweisung von 25 Millionen US-Dollar von Konten in Macao. Nach Darstellung des US-Finanzministeriums hängt die Transaktion von Gesprächen zwischen Nordkorea und Macao ab. Die USA hatten am Montag die Freigabe der 2005 wegen des Verdachts der Geldwäsche blockierten Mittel genehmigt.

NEW YORK: Indonesien, Katar und Südafrika haben Änderungen am Resolutionsentwurf des Weltsicherheitsrats zum iranischen Atomprogramm vorgeschlagen. Über die Anträge berieten die Mitglieder des Rates während eines informellen Treffens in New York. Der Sicherheitsrat will an diesem Mittwoch Beratungen über den Resolutionsentwurf der fünf Vetomächte und Deutschlands aufnehmen. Der Entwurf sieht schärfere Sanktionen gegen den Iran vor, weil die Führung in Teheran sich nach wie vor weigert, die Uran-Anreicherung einzustellen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad lehnte in einer Rede zum persischen Neujahrsfest abermals Zugeständnisse ab.

BERLIN: Angesichts des Streits um die US-Pläne für ein Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer Spaltung Europas gewarnt. Europa schwäche sich in seiner Kraft und Durchsetzungsfähigkeit, wenn es uneinig sei, sagte sie der 'Rheinischen Post' in Düsseldorf. Auch in anderen Bereichen, etwa in der Energiepolitik, müsse eine gemeinsame Haltung der Europäer angestrebt werden, forderte Merkel.

PHOENIX: Am Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona ist der so genannte 'Skywalk' feierlich eröffnet worden. Die hufeisenförmige Aussichtsplattform mit Boden und Brüstung aus Glas befindet sich rund 1.200 Meter über der Schlucht und ragt mehr als 20 Meter über den Felsrand hinaus. Vom 28. März an wird sie auch für die Öffentlichkeit begehbar sein. Das Spezialglas für den 'Skywalk' lieferten Unternehmen aus Berlin und Köln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zum Frühlingsanfang in der Osthälfte meist bedeckt, zeitweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Im Westen wechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern. Höchstwerte null bis acht Grad.

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