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Nachrichten

Mittwoch, 21. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Im Bundestag hat im Rahmen der Haushaltsberatungen die traditionelle Generalaussprache über die Regierungspolitik begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete dabei die umfangreichen Steuererhöhungen und die Haushaltspolitik der großen Koalition als alternativlos. Angesichts eines strukturellen Defizits von 60 Milliarden Euro seien begrenzte Steuererhöhungen notwendig. Dadurch würde Deutschland "zukunftsfest" gemacht, so Merkel weiter. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle warf Merkel dagegen den Bruch von Wahlversprechen vor. Im Wahlkampf habe die CDU-Chefin weniger Steuern und weniger Staat versprochen. Tatsächlich würden die Bürger nur noch abkassiert, sagte Brüderle.

BERLIN: Die deutschen Unternehmen haben den Lehrstellenbewerbern erneut ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Wie die Zeitung 'Die Welt' berichtet, konnten im vergangenen Jahr zwölf Prozent der Betriebe ihre Ausbildungsplätze wegen der schlechten schulischen Vorbildung vieler Bewerber nicht voll besetzen. Das Blatt beruft sich auf eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Danach beklagte fast jedes zweite der rund 7.500 befragten Unternehmen sprachliche, schriftliche oder mathematische Defizite der Bewerber.

KIEW: In der Ukraine wird es eine Neuauflage der Koalition der so genannten orangefarbenen Revolution geben. Fast drei Monate nach der Parlamentswahl einigten sich die Partei von Präsident Viktor Juschtschenko mit den Sozialisten sowie der Partei der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko darauf, gemeinsam die Regierung zu stellen. Ein entsprechender Vertrag soll noch heute unterzeichnet werden. Juschtschenkos Partei 'Unsere Ukraine' war bei der Wahl Ende März nur auf dem dritten Platz gelandet. Erschwert wurden die Verhandlungen dadurch, dass der Präsident sich im vergangenen Jahr mit Timoschenko überworfen und sie entlassen hatte.

BERLIN: Die Ärzte an mehr als 700 kommunalen Krankenhäusern stimmen von diesem Mittwoch an über einen Streik ab. Votieren in der Urabstimmung mindestens drei Viertel mit Ja, beginnt der Ausstand in der kommenden Woche. Die Gewerkschaft Marburger Bund will deutliche Gehaltsverbesserungen für die rund 70.000 Mediziner durchsetzen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände warnte die Ärzte dagegen vor Streiks. Verhandlungsführer Otto Foit erklärte, ein Arbeitskampf würde vor allem in den Ballungszentren die Versorgung der Patienten gefährden. Kritik an der Streikdrohung des Marburger Bundes übte auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Der Marburger Bund mache Tarifpolitik zu Lasten anderer Berufsgruppen an den Krankenhäusern, sagte der niedersächsische Verdi-Chef Wolfgang Denia.

WIEN: In der österreichischen Hauptstadt findet heute das EU-USA-Gipfeltreffen statt. Anwesend ist auch US-Präsident George W. Bush. Beraten werden soll unter anderem über die Lage im Nahen Osten, den Atomstreit mit dem Iran sowie das US-Gefangenenlager Guantanamo. Die EU-Vertreter wollen Bush auffordern, das umstrittene Lager zu schließen. Dort werden rund 460 Häftlinge zum Teil seit Jahren ohne Anklage festgehalten. Ein weiteres strittiges Thema dürfte der Klimaschutz sein.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Luftangriff sind in Gaza-Stadt drei palästinensische Kinder getötet worden. Der Angriff habe einem mit palästinensischen Extremisten besetzten Auto gegolten, berichten Augenzeugen. Die Insassen seien aber aus dem Wagen gesprungen, bevor er getroffen wurde. Ein israelischer Militärsprecher sagte, man bedaure den Tod unschuldiger Zivilisten. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Israels Regierungschef Ehud Olmert werden am Donnerstag erstmals seit ihrem Amtsantritt zu einem direkten Gespräch zusammenkommen.

BAGDAD: Ein weiterer Anwalt des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein ist ermordet worden. Die Polizei bestätigte Berichte, der Leichnam von Khamis al-Obeidi sei in einem Stadtteil der Hauptstadt gefunden worden. Er sei am Morgen von Männern in Polizeiuniformen aus seinem Haus verschleppt und anschließend erschossen worden. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Al-Obeidi ist der dritte Verteidiger Saddam Husseins, der ermordet wurde.

SEOUL: Nordkorea besteht nach südkoreanischen Angaben darauf, ein Recht auf die Entwicklung, Erprobung und den Export von Raketen zu haben. Entsprechend zitiert die Nachrichtenagentur Yonhap den Vize-Leiter der nordkoreanischen UN-Botschaft, Han Song Ryol. Nach Angaben Hans könnten die Befürchtungen der USA wegen eines möglichen Raketentests im Gespräch gelöst werden. Nach Erkenntnissen der USA, Südkoreas und Japans bereitet Nordkorea seit Wochen den Start einer Langstrecken-Rakete vor. Südkoreas früherer Präsident Kim Dae Jung verschob deshalb erneut einen geplanten Besuch in Nordkorea.

LONDON: Das mehr als sechs Jahrzehnte lang verschollen geglaubte Gemälde 'Sonnenblumen' von Egon Schiele ist für gut 17 Millionen Euro versteigert worden. Das Gemälde galt seit dem Zweiten Weltkrieg als zerstört und wurde erst Anfang des Jahres den Erben des rechtmäßigen Besitzers zurückgegeben. Die 'Sonnenblumen' waren ursprünglich Teil einer Kunstsammlung des Österreichers Karl Grünewald. Die Sammlung wurde von den Nazis beschlagnahmt und 1942 verkauft.

UND NUN ZUR FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT: Schweden ist der Achtelfinalgegner der deutschen Nationalelf. Die Skandinavier erzielten in Köln nur ein 2:2-Unentschieden gegen England. Damit verpassten sie den ersten Platz in der Gruppe B. Zuvor hatte das deutsche Team in Berlin Ecuador mit 3:0 besiegt und die Vorrunde als Sieger der Gruppe A beendet. Die Tore gegen die als Gruppenzweiter ebenfalls für das Achtelfinale qualifizierten Südamerikaner erzielten zweimal Miroslav Klose und Lukas Podolski.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten etwas kühler und Regen, sonst schwülwarm mit einzelnen Schauern und Gewittern. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 19 Grad an der Nordsee und 30 Grad in Südostbayern.

  • Datum 21.06.2006
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  • Datum 21.06.2006
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