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Nachrichten

Mittwoch, 21. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Ergebnisse der Afghanistan-Konferenz in Kabul sind bei führenden Politikern der Staaten, die Truppen in das Land entsandt haben, auf eine positive Resonanz gestoßen. Mit den Beschlüssen habe man einen großen Schritt voran gemacht, sagte US-Präsident Obama bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Cameron in Washington. Die Strategie der USA für den Einsatz am Hindukusch sei die richtige, erklärte Obama. Auch Cameron sprach von einem echten Fortschritt. Der deutsche Außenminister Westerwelle nannte die Konferenz eine wichtige Wegmarke. Die Teilnehmer hatten sich in Kabul unter anderem darauf verständigt, dass die Afghanen bis 2014 die Sicherheitsverantwortung für ihr Land selbst übernehmen sollen. Ein konkreter Abzugstermin für die ausländischen Truppen wurde dabei aber nicht festgelegt.

BERLIN: Nach der Afghanistan-Konferenz in Kabul hat Verteidigungsminister zu Guttenberg davor gewarnt, für den Abzug der NATO-Truppen ein Enddatum zu setzen. Für den möglichen Beginn des Rückzugs ab 2011 müssten -so wörtlich - "sehr klare und sehr harte" Vorbedingungen erfüllt sein, sagte zu Guttenberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zugleich räumte der CSU-Politiker Fehler ein. Alle Politiker - er eingeschlossen - hätten teilweise Bilder gezeichnet und Ziele formuliert, die sich inzwischen als Illusion erwiesen hätten.

SEOUL: Die USA wollen neue Sanktionen gegen Nordkorea verhängen. Sie seien Teil der Maßnahmen, die man ergreifen werde, um das kommunistische Land an der Weitergabe von Massenvernichtungswaffen zu hindern, sagte Außenministerin Clinton nach Gesprächen mit Vertretern der südkoreanischen Regierung in Seoul. Zuvor hatte Clinton zusammen mit Verteidigungsminister Gates die innerkoreanische Grenze besucht. Beide Politiker wollten damit ihre Solidarität mit Südkorea nach dem Untergang des Kriegsschiffes "Cheonan" zum Ausdruck bringen. - Das Schiff war Ende März im Gelben Meer gesunken. Dabei kamen 46 Seeleute ums Leben. Eine internationale Untersuchung ergab, dass die "Cheonan" von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde.

LEIPZIG: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig fällt an diesem Mittwoch ein Urteil zur Beobachtung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz. Der Thüringer Linke-Fraktionschef Ramelow will grundsätzlich erreichen, dass die Verfassungsschützer die Informationssammlung über Politiker der Linken beenden. In der Vorinstanz hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die Datensammlung, die der Bundesnachrichtendienst über Ramelow zusammengetragen hatte, verboten.

BERLIN: Bundesfamilienministerin Schröder legt an diesem Mittwoch im Kabinett einen Bericht über den Stand beim Ausbau der Kinderbetreuung vor. Nach den bisherigen Vorgaben sollen bis 2013 für 35 Prozent der unter Dreijährigen Kita-Plätze zur Verfügung stehen. Die Kommunen fordern allerdings mehr Geld vom Bund und gehen von einem deutlich höheren Platzbedarf aus. 2009 gab es einer Bertelsmann-Studie zufolge Kita-Plätze für gut 20 Prozent der unter Dreijährigen.

PARIS: Wegen eines Streiks der Fluglotsen in Frankreich kommt es an diesem Mittwoch zu erheblichen Behinderungen im Luftverkehr. Nach Gewerkschaftsplänen sollen am Pariser Großflughafen Charles de Gaulle 20 Prozent der Flüge ausfallen. Am kleineren Flughafen Paris-Orly soll sogar die Hälfte der Maschinen am Boden bleiben. Der Streik ist bis Donnerstagmorgen angesetzt. Die Fluglotsen protestieren damit gegen die Pläne der EU, die Lufträume der 27 Mitgliedsstaaten zu einem einheitlichen europäischen Luftraum zusammenzulegen.

LIMA: Bei der verheerenden Kältewelle in Südamerika sind bislang mindestens 175 Menschen ums Leben gekommen. Besonders dramatisch ist die Lage nach Medienberichten in Peru. Bei Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius gab es demnach allein im Süden des Landes in den vergangenen Tagen mehr als 100 Todesfälle. Auch aus Argentinien, Bolivien und Paraguay werden zahlreiche Kältetote gemeldet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig - im Westen und in den Alpen im Laufe des Nachmittags Quellwolken und später zunächst meist nur örtliche Gewitter. Höchsttemperaturen 30 bis 36 Grad Celsius. An den Küsten 24 bis 28 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 23 Grad, wolkig; Berlin, Dresden und Frankfurt am Main: 23 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 24 Grad, leicht bewölkt und München: 24 Grad, wolkenlos.

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