1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 21. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

LONDON/WASHINGTON: Großbritannien will noch in diesem Jahr den Rückzug seiner Truppen aus dem Irak einleiten. Der britische Premierminister Tony Blair habe US-Präsident George W. Bush über entsprechende Pläne unterrichtet, bestätigte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates in Washington. Nach übereinstimmenden Medienberichten will Blair an diesem Mittwoch den Abzug von bis zu 3.000 Soldaten bis Ende des Jahres bekanntgeben. Der Abzug des restlichen britischen Kontingents solle von der Sicherheitslage im Irak abhängig gemacht werden. - Großbritannien ist seit Beginn des Irak-Kriegs der wichtigste Verbündete der USA. Die rund 7.100 britischen Soldaten sind vor allem im Süden des Irak stationiert.

TEHERAN: Mit Ablauf der Frist des Weltsicherheitsrats hat der Iran nochmals die Forderung der internationalen Gemeinschaft zurückgewiesen, das umstrittene Programm zur Urananreicherung einzustellen. Sein Land werde die Arbeiten an dem Projekt fortsetzen, um sein Recht auf Atomtechnologie schnellstmöglich zu verwirklichen, sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Damit droht dem Iran eine Ausweitung der vom Weltsicherheitsrat bereits im Dezember verhängten Sanktionen. Die Internationale Atomenergie-Behörde in Wien legt dem UN-Gremium an diesem Mittwoch ihren Bericht zum Stand des iranischen Atomprogramms vor.

WASHINGTON: Nordkorea ist nach Einschätzung von US-Experten in der Lage, seine Mittelstreckenraketen mit einfachen atomaren Sprengköpfen zu bestücken. Das Land arbeite bereits seit 1994 an der Entwicklung solcher Sprengköpfe, teilten Wissenschaftler des Washingtoner Instituts für Wissenschaft und Internationale Sicherheit mit. Zudem habe Nordkorea genügend waffenfähiges Plutonium hergestellt, um mehrere Atombomben zu bauen. - Die nordkoreanischen Raketen haben eine Reichweite von bis zu 1.300 Kilometern und könnten Japan erreichen.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat der Afrikanischen Union das Mandat für einen Friedenseinsatz in Somalia erteilt. Eine entsprechende Resolution wurde in New York einstimmig verabschiedet. Demnach sollen bis zu 8.000 afrikanische Soldaten ein halbes Jahr lang für Sicherheit und Stabilität in Somalia sorgen. Anschließend soll eine UN-Truppe die langfristige Friedenssicherung übernehmen.

NEW YORK: Mehr als 80 weltweit tätige Großkonzerne wollen mit einer gemeinsamen Initiative den Kampf gegen den Klimawandel vorantreiben. Zum Abschluss einer Konferenz in New York riefen sie zu schnellen und wirksamen Maßnahmen zur Drosselung der Treibhausgas-Emissionen auf. Weltweit müssten Regierungen verbindliche Obergrenzen festlegen, heißt es in einer Erklärung der Konzerne. Am Dienstag hatten sich die EU-Umweltminister auf zentrale Eckpunkte der künftigen Klimaschutzpolitik geeinigt. Demnach soll der CO2-Ausstoß in der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 um ein Fünftel gesenkt werden.

BERLIN: US-Außenministerin Condoleezza Rice ist in Berlin eingetroffen, wo sie die Bundesregierung über den Nahost-Gipfel vom Montag informieren will. Geplant ist auch ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel. Anschließend wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier hochrangige Vertreter des so genannten Nahost-Quartetts empfangen, das den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern wieder in Gang bringen will. Dem Nahost-Quartett gehören die USA, die Europäische Union, die Vereinten Nationen und Russland an.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat sich in die Debatte um die Freilassung ehemaliger RAF-Terroristen eingeschaltet. Der CDU-Politiker forderte die noch inhaftierten Ex-Mitglieder der Roten Armee Fraktion auf, zur Aufklärung ihrer Taten beizutragen. Dies sei bis heute immer noch nicht geschehen. Deshalb könne auch 30 Jahre nach dem so genannten 'deutschen Herbst' kein Schlussstrich unter den Terror von links gezogen werden, sagte Schäuble der 'Bild'-Zeitung.

WIESBADEN: Trotz guter Konjunktur sind die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland auch im vergangenen Jahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kletterten die Schulden von Bund, Ländern, Gemeinden auf insgesamt 1.485 Milliarden Euro. Das waren gut zweieinhalb Prozent mehr als im Vorjahr.

FRANKFURT AM MAIN: Erstmals seit mehr als sechs Jahren hat der Deutsche Aktienindex am Mittwochmorgen wieder die Marke von 7.000 Punkten übersprungen. Damit kletterte der Leitindex auf den höchsten Stand seit November 2000.

MÜNCHEN: Die diesjährigen Kundgebungen zum Politischen Aschermittwoch in Niederbayern stehen heute ganz im Zeichen der Rückzugs-Ankündigung von Ministerpräsident Edmund Stoiber. Er wird vor mehreren tausend CSU-Anhängern in Passau seine wohl letzte Aschermittwochsrede halten. Die SPD trifft sich traditionell in Vilshofen. Als Hauptredner wird Parteichef Kurt Beck erwartet.

ZUM FUSSBALL: Trotz einer Niederlage darf Bayern München in der Champions-League weiter auf den Einzug ins Viertelfinale hoffen. Im Achtelfinal-Hinspiel bei Real Madrid verloren die Bayern 2:3. Beim Rückspiel in München in zwei Wochen würde dem deutschen Rekord-Meister ein 1:0- oder 2:1-Sieg zum Weiterkommen reichen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem in der Nordhälfte dichte Wolken mit Regen oder Schneeregen. Nach Süden hin überwiegend freundlich und trocken. Höchstwerte im Nordosten null bis fünf Grad, sonst acht bis 15 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 4 Grad, nach Regen; Berlin: 3 Grad, starkt bewölkt; Dresden: 2 Grad, dunstig; Köln/Bonn: 5 Grad, stark bewölkt; Frankfurt am Main: 2 Grad, Nebel und München: 4 Grad, wolkenlos.

Audio und Video zum Thema