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Nachrichten

Mittwoch, 21. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Flugsicherung hat den wegen der Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland wieder komplett freigegeben. Ab 11.00 Uhr Ortszeit sollen auf allen Flughäfen wieder alle Starts und Landungen möglich sein, teilte eine Sprecherin der Behörde in Langen bei Frankfurt mit. Bis dahin war der Flugbetrieb bereits an elf internationalen Flughäfen wieder aufgenommen worden. Am Dienstag waren bei einem Messflug des deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt über Deutschland unterschiedliche Konzentrationen von Flugasche gemessen worden. Auch in den meisten europäischen Nachbarländern wurde das Flugverbot inzwischen aufgehoben oder gelockert. Der Weltluftfahrtverband IATA schätzt die Einnahmeausfälle der Fluglinien wegen der Startverbote auf umgerechnet fast 1,3 Milliarden Euro. IATA-Chef Giovanni Bisignani sagte, er wolle sich bei der Europäischen Union für die Zulassung von Staatshilfen einsetzen.

KÖLN: Die Särge mit den Leichen der vier in der vergangenen Woche in Afghanistan gefallenen Bundeswehr-Soldaten sind nach Deutschland übergeführt worden. Die Maschine der Bundeswehr landete am Mittwochmorgen auf dem Flughafen Köln/Bonn. Der Rücktransport hatte sich wegen des gesperrten deutschen Luftraums verzögert. Wenige Stunden zuvor war ein Flugzeug mit den am gleichen Tag in Afghanistan verletzten deutschen Soldaten aus Istanbul kommend in Köln/Bonn angekommen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Berlin wurden sie zur weiteren Behandlung in das Bundeswehr-Krankenhaus in Koblenz verlegt. Ihr Zustand sei stabil.

PEKING: China hat der Opfer des schweren Erdbebens vor einer Woche gedacht. Landesweit wehten die Fahnen vor den Amtsgebäuden auf halbmast, im Fernsehen gab es kein Unterhaltungsprogramm, Theater und Kinos blieben geschlossen. In Xining, der Hauptstadt der Erdbebenprovinz Qinghai, legten tausende Menschen drei Schweigeminuten ein. Das Beben hatte vor einer Woche im tibetischen Hochland der westchinesischen Provinz 2.064 Menschen getötet. Unter den Trümmern werden noch 175 Menschen vermisst. Rund 12.000 Menschen wurden verletzt.

COLOMBO: Bei Nachwahlen in Sri Lanka hat die Regierungspartei ihre Mehrheit ausbauen können, die angestrebte Zweidrittelmehrheit im Parlament aber verfehlt. Die Vereinigte Allianz für Volksfreiheit von Präsident Mahinda Rajapaksa stellt nun im neuen Parlament 144 der 225 Sitze. Das sind sechs Mandate weniger als die Zweidrittelmehrheit, die für Verfassungsänderungen erforderlich ist. Nach dem amtlichen Endergebnis fiel die größte Oppositionspartei, die Vereinigte Nationalpartei, auf 60 Sitze zurück - das schlechteste Ergebnis der Opposition seit mehr als 30 Jahren.

WARSCHAU: Die Polen werden am 20. Juni ein neues Staatsoberhaupt wählen. Diesen Termin legte Übergangspräsident Komorowski fest, wie das Parlament mitteilte. Komorowski ist Vorsitzender des polnischen Unterhauses und nimmt seit dem Tod von Staatspräsident Lech Kaczynski dessen Amtsgeschäfte wahr. Ursprünglich hätte die Präsidentenwahl erst im Herbst stattfinden sollen.

BUENOS AIRES: In Argentinien hat ein Gericht den letzten Chef der früheren Militärjunta, Ex-General Reynaldo Bignone, wegen Verletzung der Menschenrechte zu 25 Jahren Haft verurteilt. Der 82-Jährige wurde schuldig gesprochen, die Entführung und Folterung von 56 Menschen angeordnet zu haben. Die Militärs herrschten in Argentinien von 1976 bis 1983.

DETROIT: Der amerikanische Autokonzern General Motors (GM) hat die staatlichen Kredite der USA und Kanadas in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar zurückgezahlt. GM-Chef Ed Whitacre sagte, die vorzeitige Tilgung weniger als ein Jahr nach der Insolvenz zeige, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befinde. Der Konzern war im Vorjahr mit einer neuen Struktur aus einem Insolvenzverfahren hervorgegangen. Allein in den USA hat GM 52 Milliarden Dollar Staatshilfen erhalten, davon 6,7 Milliarden als Darlehen. Die kanadische Regierung gab einen Kredit von 1,4 Milliarden Dollar. Das US-Finanzministerium besitzt derzeit rund 61 Prozent der GM-Stammaktien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Rascher Wechsel von Sonne und Wolken, dabei in Alpennähe und im norddeutschen Tiefland teils kräftige Schauer. Zwischen Main und Donau freundlicher. Tagestemperaturen zwischen sieben und 17 Grad.

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