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Nachrichten

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat den umstrittenen Gesetzentwurf für die Hartz-IV-Reform verabschiedet. Vorgesehen ist eine Anhebung des Regelsatzes für Erwachsene um fünf auf 364 Euro. Kinder von Langzeitarbeitslosen sollen außerdem durch ein Bildungspaket besser gefördert werden. Für das Gesamtpaket sind gut 900 Millionen Euro zusätzlich eingeplant. Mit dem Gesetz soll ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar umgesetzt werden. Der von der Opposition als unzureichend kritisierten Reform muss neben dem Bundestag auch noch der Bundesrat zustimmen. Die Zeit dafür ist knapp, denn die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist für eine transparente Neuberechnung der Leistungen läuft zum Jahresende ab.

BERLIN: Die deutsche Wirtschaft will nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im kommenden Jahr massiv zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechne für 2011 mit 300.000 neuen Stellen, meldet das Blatt unter Berufung auf eine Umfrage des DIHK unter 28.000 Firmen. Allein 60.000 neue Jobs werde es danach in der Gesundheitsbranche geben, 50.000 bei Zeitarbeitsfirmen.

ANKARA: Bei seinem Türkeibesuch hat Bundespräsident Wulff das islamische Land zu mehr Toleranz gegenüber den Christen aufgerufen. Das Christentum gehöre zweifelsfrei zur Türkei, sagte Wulff in der ersten Rede eines deutschen Staatsoberhauptes vor dem türkischen Parlament in Ankara. In Deutschland könnten Muslime ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren. Christen in islamischen Ländern müssten das gleiche Recht haben, betonte Wulff. In seiner Ansprache zeichnete der Bundespräsident ein positives Bild der Einwanderung nach Deutschland.

PARIS: Nach tagelangen Streiks und Blockaden hat die französische Regierung die Öffnung einiger Treibstofflager erzwungen. Innenminister Hortefeux sagte, auf entsprechende Anordnung hin seien in der Nacht drei Depots im Westen des Landes wieder freigegeben worden. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben. Die landesweiten Streiks und Proteste, die seit Tagen das öffentliche Leben in Frankreich lähmen, richten sich gegen die geplante Rentenreform. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre heraufgesetzt werden. Unterdessen kam es im Großraum Paris wieder zu Ausschreitungen.

MADRID: In Spanien will der sozialistische Ministerpräsident Zapatero seine Regierung radikal umbilden. Wie spanische Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichten, soll Gesundheitsministerin Jiménez neue Außenministerin werden. Innenminister Rubalcaba soll María Teresa Fernández de la Vega als Vizeregierungschefin ablösen. Es ist noch nicht klar, ob sie und der bisherige Außenminister Moratinos ganz aus der Regierung ausscheiden werden.

LONDON: Angesichts eines hohen Haushaltsdefizits plant die britische Regierung die härtesten Haushaltskürzungen seit Jahrzehnten. Nach dem neuen Haushalts-Entwurf will der konservative Premierminister Cameron in den nächsten vier Jahren umgerechnet 95 Milliarden Euro (83 Milliarden Pfund) einsparen. Gekürzt wird vor allem im Sozialetat sowie bei Polizei, Justiz und Kultur. Der Rüstungshaushalt kommt mit Einschnitten von acht Prozent vergleichsweise glimpflich davon.

CONAKRY: Fünf Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Guinea ist es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Augenzeugen. Dabei sollen zwei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden sein. Den Berichten zufolge eröffnete die Polizei in der Hauptstadt Conakry das Feuer auf Anhänger des früheren Regierungschefs Diallo, nachdem diese die Beamten mit Steinen beworfen hatten.

LIMA: Bolivien erhält an der peruanischen Küste einen vereinfachten Zugang zum Pazifischen Ozean. Die Präsidenten von Peru und Bolivien, García und Morales, unterzeichneten in der Hafenstadt Ilo im Süden Perus einen Vertrag über die Verpachtung eines peruanischen Küstenabschnitts. Sie erneuern damit ein 1992 geschlossenes Abkommen, das den Bolivianern für 99 Jahre die Nutzung eines fünf Kilometer langen Abschnitts zugestand.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenreich und regnerisch. Im Nordwesten längere Zeit trocken. Tagestemperaturen vier bis elf Grad Celsius.

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