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Nachrichten

Mittwoch, 20. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: Beim Absturz eines Militärflugzeugs auf der indonesischen Insel Java sind mindestens 97 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt waren rund 110 Soldaten, Familienangehörige und Besatzungsmitglieder an Bord. Das Flugzeug vom Typ C-130 Hercules stürzte in der Provinz Ost-Java nahe eines Luftwaffenstützpunktes auf mehrere Häuser und ging in Flammen auf. Drei Hausbewohner sind unter den Toten. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht bekannt. Es ereignete sich im Bezirk Madiun, etwa 150 Kilometer südwestlich der zweitgrößten indonesischen Stadt Surabaya.

BERLIN: Im Bieterwettbewerb um Opel hat die entscheidende Runde begonnen. An diesem Mittwoch läuft die von der Bundesregierung gesetzte Frist ab, bis zu der Investoren ein detailliertes Konzept für ihren Einstieg bei dem Rüsselsheimer Autobauer einreichen müssen. Fiat und Magna sind die Hauptkonkurrenten um eine Übernahme des traditionsreichen Unternehmens, das sich von seiner US-Mutter General Motors lösen will. Nach Informationen des "Handelsblatts" sucht der kanadisch- österreichische Zulieferer Magna den Schulterschluss mit der Opel-Belegschaft, um seine Position zu verbessern. Rheinland-Pfalz kündigte unterdessen an, sich mit 100 Millionen Euro an der Überbrückungshilfe für den Autobauer beteiligen zu wollen. Die Bundesregierung wird noch im Laufe des Tages über die Lage bei Opel beraten.

STUTTGART: Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche hat die Umweltinitiative von US-Präsident Barack Obama begrüßt. Mit den neuen, einheitlichen Verbrauchsvorschriften für die amerikanische Autoindustrie werde eine Aufsplitterung des Marktes verhindert, sagte Zetsche dem "Handelsblatt". Es sei gut, dass es jetzt Planungssicherheit für die nächsten sieben Jahre gebe. Obama hatte angekündigt, dass Autos in den USA künftig deutlich weniger Benzin schlucken sollen, um den Schadstoffausstoß bis 2016 um 30 Prozent zu senken.

WIESBADEN: In Deutschland haben weniger als 40 Millionen Menschen eine bezahlte Beschäftigung. Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass die Zahl der Erwerbstätigen seit Ende 2008 um mehr als 900.000 oder 2,2 Prozent gesunken ist. Das ist fast doppelt soviel wie in früheren Wintermonaten. Ohne die starke Inanspruchnahme der Kurzarbeit wäre der Rückgang nach Ansicht der Statistiker noch deutlicher ausgefallen.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat das Kurzarbeitergeld verlängert. Die Leistung soll künftig zwei Jahre lang gezahlt werden können, sechs Monate länger als bisher. Bundesregierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich Ende April auf die Ausweitung geeinigt. Außerdem sollen die Arbeitgeber ab dem siebten Monat von den Sozialabgaben für ihre Kurzarbeiter befreit werden. Dies soll helfen, dass Betriebe über die Krise hinweg an ihren Mitarbeitern festhalten. - Die Bundesagentur für Arbeit zahlt den Beschäftigten das Kurzarbeitergeld bei konjunkturbedingtem Arbeitsausfall und ersetzt damit einen Teil des entfallenden Lohns.

TOKIO: Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres so stark eingebrochen wie nie zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt sank von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um vier Prozent, wie die Regierung in Tokio aufgrund vorläufiger Zahlen bekannt gab. Das ist der stärkste Einbruch seit Beginn der statistischen Erfassung des BIP im Jahre 1955. Die stark vom Export abhängige Wirtschaft der weltweit zweitgrößten Industrienation schrumpfte damit das vierte Quartal in Folge.

SAN FRANCISCO: Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard streicht weitere 6.400 Stellen. Das entspricht zwei Prozent der Gesamtbelegschaft, wie das Unternehmen in San Francisco mitteilte. HP hatte bereits nach der Übernahme des IT-Dienstleiters Electronic Data Systems im vergangenen Jahr den Abbau von 24.000 Arbeitsplätzen angekündigt. HP-Finanzchefin Cathie Lesjak sprach von gezielten Maßnahmen zur Verbesserung des Produktgeschäfts. Das Unternehmen hatte zuvor die Quartalszahlen vorgelegt. Danach sank der Nettogewinn von Februar bis Ende April um 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

CHISINAU: In Moldawien wählt das Parlament an diesem Mittwoch einen neuen Staatspräsidenten. Den regierenden Kommunisten fehlt nur eine Stimme zur Wahl ihrer Kandidatin Zinaida Greceanii. Sollte in den ersten beiden Wahlgängen keiner der Bewerber die notwendige Mehrheit von 61 Stimmen erreichen, müssen Neuwahlen angesetzt werden. Die Opposition in der früheren Sowjetrepublik hat bereits mit einem Boykott der Abstimmung gedroht, weil sie den Kommunisten Wahlbetrug bei der Parlamentswahl Anfang April vorwirft.

TEHERAN: Im Iran hat der Wächterrat vier Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 12. Juni zugelassen. Als aussichtsreichster Herausforderer von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad gilt dabei der ehemalige Regierungschef Mir-Hossein Mussawi. Er gehört den Konservativen an, wird aber von großen Teilen des Reformer-Lagers unterstützt. Zudem dürfen der frühere iranische Parlamentspräsident Mehdi Karubi sowie ein Ex-Kommandeur der Revolutionsgarden kandidieren.

RANGUN: Angesichts wachsender internationaler Kritik hat die Militärjunta in Birma Diplomaten und Journalisten zum Prozess gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zugelassen. Botschaften wurde Medienberichten zufolge mitgeteilt, sie könnten einen Vertreter in das Insein-Gefängnis in Rangun schicken, wo das Verfahren stattfindet. Auch einige Journalisten sollen Zutritt erhalten. Suu Kyi wird vorgeworfen, gegen Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben, der in der kommenden Woche nach sechs Jahren zu Ende gehen sollte. Im Falle einer Verurteilung drohen der Friedensnobelpreis-Trägerin fünf Jahre Gefängnis.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur im Osten einzelne Schauer, ansonsten Sonne und Wolken bei 21 bis 29 Grad.


Berlin: 14 Grad nach Regen,

Dresden: 15 Grad, leichter Regen,

Hamburg: 14 Grad, sonnig,

Köln/Bonn: 12 Grad, wolkig,

Frankfurt/Main: 16 Grad, wolkig und

München: 16 Grad, heiter.

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