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Nachrichten

Mittwoch, 20. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

BERLIN: Kurz vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel hat Polens Premierminister Jaroslaw Kaczynski Bereitschaft zum Einlenken angedeutet. Polens Vorschlag, die Stimmen der Einzelstaaten mit der Quadratwurzel aus der Bevölkerungszahl zu gewichten, müsse nicht zwingend zu einem Scheitern der Verhandlungen führen, sagte Kaczynski der "Bild"-Zeitung. Er kündigte zudem an, dass sein Bruder, Staatspräsident Lech Kaczynski, zum Gipfel fahre. Dies könne als 'gutes Omen' gewertet werden. Er selbst wäre nur gefahren, um ein Veto gegen eine für Polen nicht günstige Stimmengewichtung einzulegen, so der Ministerpräsident. ´

KARLSRUHE: Im Fall der fehlgeschlagenen Kofferbombenanschläge auf zwei deutsche Regionalzüge hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen der Hauptverdächtigen erhoben. Wie die Karlsruher Behörde mitteilte, muss sich der Libanese Youssef al-Haijib voraussichtlich vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wegen des Vorwurfs des versuchten vielfachen Mordes verantworten. Laut Bundesstaatsanwaltschaft platzierte der Verdächtige im Juli 2006 zwei selbstgebastelte Sprengsätze in Regionalzügen. Diese seien nur wegen technischer Mängel nicht explodiert.

BONN: Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft Verdi haben ihren Streit um den Konzernumbau beigelegt. Sie einigten sich in Bad Neuenahr auf die Beschäftigungsbedingungen für 50.000 Mitarbeiter, die zum 1. Juli in Service-Gesellschaften ausgegliedert werden sollen. Der Kompromiss sieht vor, dass die Einkommen der Betroffenen um 6,5 Prozent sinken und die Arbeitszeit zugleich um vier Stunden pro Woche erhöht wird. Nach Aussage von Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder habe sich der Bonner Konzern aber verpflichtet, Ausgleichszahlungen zu leisten. Verdi erzielte für die Betroffenen einen Kündiungsschutz bis Ende 2012.

WASHINGTON: Die USA und Israel wollen die Gründung eines eigenständigen Palästinenser-Staates vorantreiben. Nach einem Treffen im Weißen Haus erklärten US-Präsident George W. Bush und Israels Regierungschef Ehud Olmert, sie hielten trotz der Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen an ihrer Vision einer Nahost-Friedenslösung fest. Bush fügte hinzu, er arbeite gemeinsam mit Olmert an einer Strategie, um die Extremisten im Gazastreifen zu schlagen.

JERUSALEM: Angesichts der dramatischen Lage am Grenzübergang Eres hat der neue israelische Verteidigungsminister Ehud Barak die Streitkräfte angewiesen, einige Palästinenser aus humanitären Gründen einreisen zu lassen. Eine konkrete Zahl wurde nicht bekannt. Am Grenzübergang sitzen seit Tagen hunderte Palästinenser fest, die vor der Hamas geflohen sind und nach Israel beziehungsweise von dort ins Westjordanland gelangen wollen. Im Westjordanland erschossen israelische Soldaten zwei militante Palästinenser. Nach Augenzeugenberichten war es zu einem Feuergefecht gekommen, nachdem israelische Truppen in ein Dorf nahe Dschenin eingedrungen waren. Unterdessen flog die israelische Luftwaffe Angriffe auf Ziele im Gazastreifen. Damit habe das Militär auf einen palästinensischen Raketenangriff reagiert, hieß es.

BAGDAD: Nach eigenen Angaben haben die US-Armee und irakische Soldaten am ersten Tag ihrer Großoffensive gegen El-Kaida-Extremisten im Irak mindestens 30 Aufständische getötet. Zudem seien bei der am Dienstag mit insgesamt 12.000 Soldaten gestarteten Aktion mehrere Waffen-Lager gefunden und zerstört worden, teilte das US-Militär mit. Die Offensive im Raum Bakuba in der nördlichen Provinz Dijala ist einer der größten Einsätze seit der US-Invasion 2003. Das US-Militär hob hervor, es sei erst der Beginn der Großoffensive gewesen.

NEW YORK: Der Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, hat seinen Austritt aus der republikanischen Partei von US-Präsident George W. Bush verkündet. Er werde künftig als unabhängiger Politiker auftreten, erklärte Bloomberg. Ob er bei der Präsidentschaftswahl 2008 kandidieren will, ließ der 65-jährige Milliardär offen. - Bloomberg hatte sich erst kurz vor seiner Wahl zum New Yorker Bürgermeister 2001 den Republikanern angeschlossen, zuvor gehörte er den US-Demokraten an.

ABUJA: Mit einem Generalstreik haben die Gewerkschaften in Nigeria gegen Benzinpreiserhöhungen der Regierung protestiert. Schulen, Banken und viele Geschäfte blieben geschlossen. Die Gewerkschaften fordern die Rücknahme der Benzinpreiserhöhung um 15 Prozent. Nachdem die Regierung lediglich eine Halbierung auf 7,5 Prozent angeboten hatte, wurden die Gespräche für gescheitert erklärt. Von den 140 Millionen Einwohnern des westafrikanischen Landes sind etwa fünf Millionen in Gewerkschaften organisiert, die im Dachverband Nigerian Labour Congress zusammengeschlossen sind.

BERLIN: Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, hat den Koalitionskompromiss zu Pflege und Mindestlohn kritisiert. Mit der Verschiebung der Finanzierungsreform bei der Pflegeversicherung verschenke die Regierung wertvolle Jahre, so Rürup. Er äußerte außerdem die Befürchtung, die Umverteilung der Kosten zwischen den Generationen könne noch stärker zu Lasten der Jungen gehen. Zum Mindestlohn sagte der Wirtschaftsweise, die Vereinbarung, das Entsendegesetz auszuweiten, führe nicht zum gewünschten Ziel, dass jeder Beschäftigte von seiner Arbeit leben könne. Denn mit dem Entsendegesetz erreiche man nur einen kleinen Teil der Arbeitnehmer, so Rürup.

AUGSBURG: Im Prozess gegen den Politikersohn Max Strauß hat der frühere Staatssekretär Holger Pfahls als Zeuge das Schmiergeldsystem des Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber bestätigt. Der ehemalige CSU-Politiker sagte vor dem Augsburger Landgericht aus, Schreiber habe ihm im Jahr 1990 im Zusammenhang mit einem Rüstungsprojekt der Firma Thyssen einen Betrag in Millionen-Höhe zukommen lassen. Ein Teil des Geldes sei über ein Schweizer Tarnkonto geflossen. Die Staatsanwaltschaft wirft Strauß vor, ebenfalls über ein Schweizer Konto Provisionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro erhalten und nicht versteuert zu haben. Der jetzige Zeuge Pfahls war bereits vor zwei Jahren verurteilt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen meist trocken. Im Osten lokale Gewitter und in der Mitte verbreitet teils kräftige Schauer oder Gewitter. Die Höchsttemperaturen liegen bei 24 bis 32 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 25 Grad,wolkig;
Berlin, Dresden und
Frankfurt am Main: 26 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 11 Grad, bedeckt und
München: 27 Grad, fast wolkenlos.

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