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Nachrichten

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

GAZA-STADT: Nach Tagen der Gewalt im Gazastreifen hat Palästinenser- Präsident Mahmud Abbas erneut eine umfassende Waffenruhe ausgerufen. Nach seinen Angaben einigten sich die rivalisierenden Gruppen Hamas und Fatah darauf, ihre bewaffneten Kämpfer von den Straßen abzuziehen und alle Entführten freizulassen. Abbas und Hamas- Regierungschef Ismail Hanija appellierten eindringlich an beide Seiten, sich diesmal an die Feuerpause zu halten. Trotz der Vereinbarung kam es auch am Mittwochmorgen wieder zu Schießereien im Gazastreifen. Dabei wurden laut Rundfunk-Berichten zwei Kämpfer der Fatah getötet.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush erwägt den Ausbau der amerikanischen Streitkräfte. Er habe seinem neuen Verteidigungsminister Robert Gates den Auftrag gegeben, eine Aufstockung der Heeres- und Marine-Einheiten zu prüfen, um besser für den Kampf gegen den Terror gerüstet zu sein, sagte Bush. Durch die gegenwärtigen Einsätze im Irak und in Afghanistan sei für die US-Armee die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Konkrete Zahlen wollte Bush nicht nennen.

BAGDAD: Bei einem neuen Selbstmord-Anschlag in der irakischen Hauptstadt sind mindestens elf Menschen getötet worden. Etwa 30 Personen wurden verletzt. Wie die Polizei mitteilte, rammte der Attentäter mit seinem Auto einen Kontrollposten im Stadtteil Dschadrija.

DAMASKUS: Die beiden demokratischen US-Senatoren John Kerry und Christopher Dodd sind in der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen. Für diesen Mittwoch steht nach Angaben von Diplomaten ein Treffen der beiden Politiker mit dem syrischen Präsidenten Baschar el Assad auf dem Programm. Der frühere Präsidentschaftskandidat Kerry hatte kürzlich dazu aufgerufen, zur Stabilisierung der Lage im Irak in einen Dialog mit Syrien und dem Iran zu treten, ohne dabei Prinzipien aufzugeben.

DUBAI: Der Kampf gegen den Extremismus ist nach Ansicht des britischen Premierministers Tony Blair die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Basierend auf einem falschen Verständnis des Islams hätten Extremisten einen Kriegszug begonnen, der nicht nur gegen den Westen gerichtet sei, sagte Blair zum Abschluss seiner Nahost- Reise in Dubai. Scharfe Kritik übte der britische Regierungschef am Iran. In der Regierung in Teheran gebe es Kräfte, die offen den Terror im Irak unterstützen und versuchten, die demokratische Regierung im Libanon zu stürzen.

NEW YORK: Mit Kritik an den USA hat sich UN-Generalsekretär Kofi Annan aus dem Amt verabschiedet. Auf seiner letzten Pressekonferenz vor dem Ende seiner zehnjährigen Amtszeit sagte Annan, der schlimmste Konflikt sei für ihn der Irak-Krieg gewesen. Ein ähnliches Vorgehen der USA gegen den Iran wäre katastrophal.

TRIPOLIS/BERLIN: Die Bestätigung der Todesurteile im so genannten Aids-Prozess in Libyen ist international mit Empörung aufgenommen worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an Libyen, den Verurteilten 'eine Chance' zu geben. Auch das UN-Menschenrechts- Kommissariat, die Europäische Union, die USA und zahlreiche weitere Länder protestierten gegen das Urteil. Den zum Tode verurteilten fünf bulgarischen Krankenschwestern und einem palästinensischen Arzt wird vorgeworfen, mehr als 400 libysche Kinder absichtlich mit Aids infiziert zu haben. Experten führen die Erkrankungen hingegen auf katastrophale hygienische Zustände im Krankenhaus von Bengasi zurück.

MÜNCHEN: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Sinn des Gegengutachtens zur Gesundheitsreform angezweifelt, das von der Regierung in Auftrag gegeben wurde. Jetzt ein Schnellgutachten anzufordern, sei ein Schuss in den Ofen, sagte Lauterbach der "Süddeutschen Zeitung". Den Fachleuten fehlten viele Daten, um genau beurteilen zu können, wie sich die Kosten in den Ländern entwickeln würden. Nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung RWI belastet die Gesundheitsreform die reichen Bundesländer geringer als angenommen. Für Baden-Württemberg ergäben sich Zusatzbelastungen von 50 bis 110 Millionen Euro jährlich, sagte RWI-Volkswirt Boris Augurzky der hannoverschen "Neuen Presse". Für Bayern erwarte er Auswirkungen in ähnlicher Größenordnung. CSU-Chef Edmund Stoiber hatte von Mehrkosten in Milliardenhöhe gesprochen.

LONDON: Zwei Jahre nach der Flutwellen-Katastrophe in Asien warten die betroffenen Länder noch immer auf zugesagte Hilfsgelder. Nach Informationen des britischen Senders BBC überwiesen zahlreiche Regierungen und Organisationen bisher nur einen Teil der versprochenen Summen. So seien von den insgesamt zugesagten 6,7 Milliarden Dollar nur etwa 3,4 Milliarden eingegangen. - Durch den Tsunami am 26. Dezember 2004 waren in Süd- und Südost-Asien rund 220.000 Menschen ums Leben gekommen, weite Landstriche an den Küsten wurden verwüstet.

HANOI: Erstmals seit mehr als einem Jahr sind in Vietnam wieder neue Fälle der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Wie die Behörden mitteilten, wurde das auch für Menschen gefährliche 'H5N1'-Virus bei toten Hühnern und Enten im Mekong-Delta gefunden.

HOUSTON: Nach fast einem halben Jahr in der Internationalen Raumstation ISS befindet sich der deutsche Astronaut Thomas Reiter auf dem Rückflug zur Erde. Die US-Raumfähre 'Discovery' mit dem 48-Jährigen an Bord koppelte in der Nacht zum Mittwoch von der ISS ab. Das Manöver sei erfolgreich verlaufen, teilte die NASA mit.

ZUM FUßBALL: Die Ergebnisse der Dienstagsspiele im Achtelfinale des DFB-Pokals:

VfL Bochum - VfB Stuttgart 1:4;

VfL Osnabrück - Hertha BSC 0:3;

Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 3:1 nach Verlängerung und

1. FC Nürnberg - Spielvereinigung Unterhaching 2:1 nach Elfmeterschießen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet neblig-trüb, im Norden und Osten, später auch in der Mitte Sprühregen. Im Westen und Süden örtlich sonniger. Höchstwerte zwischen null Grad an den Alpen und zehn Grad an den Küsten.

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