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Nachrichten

Mittwoch, 2. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ESCHBORN: Der Fördertopf für die staatliche Abwrackprämie ist leer. Dies teilte das für die Vergabe der Prämie zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn mit. Insgesamt standen seit Januar fünf Milliarden Euro für die Prämie zur Verfügung, die von rund zwei Millionen Autokäufern in Deutschland genutzt wurde. Mit dem Auslaufen der Abwrackprämie sind nach Expertenansicht 90.000 Arbeitsplätze in der Automobilbranche in Gefahr. Damit rechnet der Autoexperte Wolfgang Meinig vom Forschungsinstitut Automobilwirtschaft. - Meinig kritisierte in einem Fernsehinterview, dass durch die Abwrackprämie eine künstliche Konjunktur inszeniert worden sei. Er rechnet damit, dass im nächsten Jahr aufgrund von Absatzproblemen 6500 Autohändler aufgeben müssen.

MÜNCHEN: Der Autobauer BMW will bis Ende 2010 eine Milliarde Euro in seine deutschen Standorte investieren. Man dürfe seine Wurzeln nicht vergessen, sondern müsse sie im Gegenteil pflegen, sagte Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt der "Passauer Neuen Presse". Zugleich verlautete aus der Münchener Konzernzentrale, dass BMW zumindest auf dem deutschen Heimatmarkt seine monatelange Talfahrt stoppen konnte. Im August stiegen die Verkaufszahlen leicht an.

BERLIN: Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker soll für ihre Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz mehr als 100.000 Mark erhalten haben. Das berichtet die "Bild"- Zeitung unter Berufung auf einen ehemaligen hohen Verfassungsschutz-Beamten. Mitarbeiter des Verfassungsschutzes sollen sich mit Becker insgesamt fünfmal in einer konspirativen Wohnung in Köln getroffen haben. Sie soll dem Amt Hinweise zur Festnahme der Terroristen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar gegeben haben. Zudem soll sie Stefan Wisniewski als den Todesschützen beim Buback-Attentat benannt haben. - Becker war am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden. Sie soll 1977 an dem Anschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback in der Karlsruher Innenstadt beteiligt gewesen sein.

JAKARTA: Die indonesische Hauptinsel Java ist von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert worden. Das Epizentrum lag nach Messungen der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von 63 Kilometern, knapp 200 Kilometer südlich der Hauptstadt Jakarta. Dort rannten Menschen in Panik auf die Straßen. Schwankende Hochhäuser wurden evakuiert. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik sah keine Gefahr für einen verheerenden Tsunami. Allerdings wurden die lokalen Behörden zur Wachsamkeit aufgerufen. Örtlich könne es an den Küsten zur Entwicklung von Riesenwellen kommen. Über Schäden durch die Erdstöße liegen derzeit keine Angaben vor.

SEOUL: Die jüngsten Entspannungsgesten Nordkoreas sind nach den Worten des südkoreanischen Vereinigungsminister Hyun In Taek rein taktischer Natur. Es habe seit Juli einige Änderungen in der harten politischen Linie Pjöngjangs gegenüber Südkorea gegeben, wird der für die Nordkorea-Politik zuständige Minister von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Dessen ungeachtet habe Nordkorea seine Position im Streit um sein Atomwaffenprogramm und der Sechs-Parteien-Gespräche nicht geändert. Dennoch seien die jüngsten Entwicklungen bedeutsam, da die innerkoreanischen Beziehungen nun wieder ungefähr auf dem Stand seien, wie vor dem Antritt der neuen konservativen Regierung in Seoul vor eineinhalb Jahren. Diese hatte eine deutlich härtere Gangart gegenüber der kommunistischen Führung im Norden angeschlagen.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag in der ost-afghanischen Stadt Mehterlam sind nach ersten Meldungen mindestens zehn Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Unter den Toten seien auch mehrere Regierungsmitarbeiter, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul. Der Gouverneur der Provinz Laghman soll bei dem Anschlag verletzt worden sein. Der Attentäter zündete seinen Sprengsatz vor der Hauptmoschee von Mehterlam.

ATHEN: In der griechischen Hauptstadt ist eine Bombe vor dem Gebäude der Börse explodiert. Der nach ersten Ermittlungen in einem Minibus versteckte Sprengsatz beschädigte fünf parkende Autos. Eine Passantin wurde leicht verletzt. Eine weitere Bombe detonierte in der nordgriechischen Stadt Tessaloniki vor einem Bürogebäude, richtete aber nur geringen Schaden an. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die Polizei vermutet, dass die Sprengsätze von linken Gruppierungen gelegt wurden.

CAPE CANAVERAL: In ihrem ersten Außenbordeinsatz nach dem Andocken an die Internationale Weltraumstation haben zwei Astronauten der US-Raumfähre "Discovery" einen alten Ammoniaktank von der ISS abmontiert. Sie entfernten den rund 600 Kilogramm schweren Tank mit Hilfe eines Roboterarms. Beim einem zweiten Einsatz im Weltraum soll am Donnerstag ein neuer Tank installiert werden. Während der 13-tägigen Mission sind insgesamt drei Außeneinsätze geplant. Neben sechs NASA-Astronauten ist auch ein Schwede für die Europäische Weltraumorganisation ESA mit zur ISS geflogen.

LOS ANGELES: Die Behörden im Süden Kaliforniens vermelden erste Fortschritte im Kampf gegen den Waldbrände bei Los Angeles. Gut ein Fünftel der Feuer sind derzeit unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Den Feuerwehrleuten waren nach einer tagelangen Hitzewelle kühlere und feuchte Luft zu Hilfe gekommen. Die Flammen zerstörten bislang eine Fläche von mehr als 500 Quadratkilometern. Dutzende Häuser brannten ab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau noch stärker bewölkt mit einigen Gewittern. Sonst eine Mischung aus Sonne und Wolken und gebietsweise einige Schauer. Höchstwerte zwischen 19 Grad auf Sylt und 25 Grad in der Lausitz.

Am Morgen meldeten bei mal mehr, mal weniger Bewölkung:

Hamburg: 15 Grad;

Berlin: 17 Grad;

Köln/Bonn: 14 Grad;

Frankfurt am Main: 16 Grad sowie

Dresden und München: 18 Grad.

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