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Nachrichten

Mittwoch, 2. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bei der Suche nach einem neuen Staatsoberhaupt mehren sich die Hinweise auf eine Nominierung von Arbeitsministerin von der Leyen. Bundeskanzlerin Merkel befürworte eine Kandidatur der niedersächsischen CDU-Politikerin bei der Wahl des Bundespräsidenten Ende Juni, heißt es in Medienberichten. Merkel habe die Arbeitsministerin bei einem Treffen mit CSU-Chef Seehofer und FDP-Chef Westerwelle bereits vorgeschlagen. Das Parteipräsidium der FDP entschied auf einer Sondersitzung, keinen eigenen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Köhler zu benennen.

TOKIO: Der japanische Ministerpräsident Hatoyama hat nach neun Monaten im Amt seinen Rücktritt angekündigt. Wegen Parteispendenskandalen und massiver Kritik an der Beibehaltung des US-Luftwaffenstützpunkts auf der Insel Okinawa stand er auch innerhalb seiner Demokratischen Partei zuletzt unter massivem Druck. Parteifreunde, die wegen Hatoyamas umstrittener Politik bei der Oberhauswahl im Juli um ihre Wiederwahl fürchten müssen, hatten sehr deutlich den Rücktritt des Partei- und Regierungschefs gefordert.

BANGKOK: Im thailändischen Parlament ist ein Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Abhisit gescheitert. Die Opposition hatte dem Regierungschef vorgeworfen, mit der Erstürmung eines Lagers von oppositionellen Demonstranten in der Hauptstadt Bangkok die Menschenrechte verletzt zu haben. Die Proteste der sogenannten Rothemden waren am 19. Mai von Soldaten gewaltsam beendet worden. Die Räumung des Lagers hatte zu wütenden Demonstrationen geführt, bei denen 89 Menschen getötet und fast 2000 verletzt wurden.

TEL AVIV: Nach dem Militäreinsatz gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte hat Israel die meisten der rund 640 festgenommenen Ausländer bereits abgeschoben. Etwa 450 Aktivisten sind dem Außenministerium zufolge auf dem Weg in ihre Heimatländer, knapp 190 würden noch an diesem Mittwoch folgen. Die meisten Freigelassenen sind Türken. Unterdessen verlangte auch US-Präsident Obama eine unparteiische Untersuchung der israelischen Armeeaktion. In einem Telefonat mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan betonte Obama zugleich, dass bessere Wege für Hilfslieferungen in den Gazastreifen gefunden werden müssten.

KABUL: Der Beginn der großen Stammesversammlung in der afghanischen Hauptstadt ist von Taliban-Gewalt überschattet worden. Nur wenige hundert Meter vom Konferenzort entfernt sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Zudem schlugen mehrere Raketen ein und es war Gewehrfeuer zu hören. Bei der sogenannten Friedens-Dschirga in einem riesigen Zelt geht es um Möglichkeiten zur Aussöhnung mit den Taliban. Im Mittelpunkt steht das von Geberländern mit rund 130 Millionen Euro finanzierte Versöhnungsprogramm. Es verheißt den radikal-islamischen Kämpfern Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Entwicklungshilfe für ihr Heimatdorf, wenn sie die Waffen niederlegen. An der vom afghanischen Präsidenten Karsai eröffneten Versammlung nehmen rund 1.600 Vertreter aus Politik und Gesellschaft teil.

BERLIN: Bundesverteidigungsminister Guttenberg will nach mehreren Zeitungsberichten die Bundeswehr drastisch verkleinern und prüft, die Wehrpflicht auszusetzen. Um die Kosten zu senken, soll die Zahl der Soldaten demnach um 100.000 auf rund 150.000 verringert werden. Den Informationen zufolge können allein durch das Aussetzen der Wehrpflicht bis zu 412 Millionen Euro im Jahr eingespart werden.

STOCKHOLM: Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat Regierungen weltweit auch im Jahr 2009 nicht von einer Aufstockung ihrer Rüstungsausgaben abgehalten. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI berichtet, wurden 1,5 Billionen Dollar für Rüstungsprojekte ausgegeben, das sind fast 100 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Allein die USA wendeten im vergangenen Jahr rund 661 Milliarden Dollar für ihr Militär auf. Mit großem Abstand folgt China mit einem Militär-Haushalt von 100 Milliarden Dollar, vor Frankreich, das fast 64 Milliarden Dollar ausgab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten weiterhin stark bewölkt und regnerisch, sonst zunehmend freundlich. Im Nordwesten längere sonnige Abschnitte. Tageshöchsttemperaturen zwischen 10 Grad im Oberallgäu und 22 Grad am Niederrhein.

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